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Der Supermarkt bleibt im Dorf

09.07.2020

In Tröbitz stand der einzige Supermarkt vor der Schließung. Dann sprangen Pfarrer Stefan Branig und die Diakonie ein.

Von Birgit Keilbach

Vier Monate lang blieben die Türen zum ehemaligen Edeka-Markt in ­Tröbitz (Kirchenkreis Niederlausitz) geschlossen. Nun erwachte er wieder zum Leben. Steffen Lehmann und Tochter Marga kaufen gerade ein. „Wir sind froh, kleine Besorgungen weiterhin im Ort machen zu können. Hier gibt es alles, was man zum Leben braucht“, sagt der junge Familienvater. Marianne Wagner freut sich ebenfalls, dass der Markt wieder offen ist: „Ich habe kein Auto und müsste sonst mit dem Fahrrad nach Doberlug-Kirchhain fahren. Wir kennen uns hier schon ewig. Ich brauche bloß Bescheid zu sagen und schon packen sie mir alles zurecht, was ich möchte“, erzählt die 69-Jährige. Auch Rosi Gassan kaufte hier schon ein, als der Markt noch Konsum hieß. „Ich freue mich, dass ich wieder in die vertrauten Gesichter der Verkäuferinnen sehen kann“, sagt die Seniorin.

Der Supermarkt ist ein soziales Zentrum im Dorf

Cornelia Langer ist eine von ihnen. Sie begann 1976 im damaligen Konsum als Lehrling und blieb. „Wir waren geschockt, als die Nachricht von der Schließung kam und froh, als Pfarrer Branig im März fragte, ob wir weitermachen.“ Gemeinsam mit den langjährigen Kolleginnen Silvia Böttcher und Martina Henke hält sie den Laden nun weiter am Laufen. 

In der Gemeindevertretung von Tröbitz war die Schließung des Einkaufsmarktes schon im Oktober ein Thema. „Es gab viel Unruhe im Dorf. Vor allem für die Älteren drohte damit eine gut erreichbare und auch die einzige Einkaufsmöglichkeit wegzubrechen“, sagt Pfarrer Stefan Branig, der auch im Gemeinderat des kleinen Ortes im Landkreis Elbe-Elster sitzt. Zudem erfülle der Markt eine wichtige soziale Funktion. „Hier gehen die Menschen nicht nur einkaufen, sie treffen sich, reden mit­einander, tauschen sich über die Neuigkeiten aus. Es ist ein Stück ­Lebensqualität und gerade im ländlichen Raum sehr wichtig.“ (...)

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(3) Artikel Name Ihr Kommentar
1. Das glauben wir - das lehnen wir ab Jürgen Rhode Vielen Dank für diese klarstellenden Sätze, sie waren und sind lange überfällig. In der Form erinnern sie mich etwas an die Barmer Erklärung 1934, die auch in entscheidungsschwerer Zeit geschrieben wurde. Der jetzige Artikel spricht die überlebenswichtigen Themen dringlich an fern von jeglicher Kleinkariertheit. Verkündigung, wie ich sie mir wünsche!
2. Das glauben wir - das lehnen wir ab Jürgen Rhode Vielen Dank für diese klarstellenden Sätze, sie waren und sind lange überfällig. In der Form erinnern sie mich etwas an die Barmer Erklärung 1934, die auch in entscheidungsschwerer Zeit geschrieben wurde. Der jetzige Artikel spricht die überlebenswichtigen Themen dringlich an fern von jeglicher Kleinkariertheit. Verkündigung, wie ich sie mir wünsche!
3. Das glauben wir. Das lehnen wir ab. Carola Vonhof Guten Morgen,
wie ich sehe, haben wir für unser kommendes Gemeindeinfo genau das richtige Thema gewählt. Vielen Dank den beiden Autoren für diesen Beitrag und herzliche Grü´ße
Carola Vonhof

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