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Die Neuen

10.03.2021

In den kommenden Wochen finden wieder Ordinationsgottesdienste in der EKBO statt. In dieser Ausgabe stellen wir die ersten 9 von insgesamt 20 Pfarrer*innen vor

Daniela Marquardt, Diakonisches Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (DWBO)

Ihr Mittel gegen Lampenfieber?

Sich vorstellen, was maximal passieren kann, wenn jetzt etwas schief geht – meist sind die Folgen nicht besonders schwerwiegend. 

Und man hat nur das Gefühl es müsste etwas Furchtbares passieren, weil die meisten Menschen ihren Rang in der Welt überschätzen.

Welches Buch spielt neben der Bibel eine bedeutende Rolle in Ihrem Leben?

„Ehrfurcht vor dem Leben“ von Albert Schweizer. Die Ethik Schweitzers hat mich von der Oberstufe bis in meine Examen hinein begleitet und mir immer wieder neue Denkanstöße gegeben.

Ihr liebstes Bibelwort?

Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! (Jesaja 43, 1b). Dieser Satz berührt jedesmal und ich lasse mich gern von ihm begleiten.

Auf wen würden Sie gern mal eine Laudatio (Lobrede) halten?

Auf meinen Mann und die vielen Tiere, die uns treu zur Seite stehen oder mit ihrem Leben dienen. 

Wem möchten Sie lieber nicht begegnen?

Dem Friseur, der mir 1990 einen Igel-Haarschnitt verpasst hat.

Und wo haben Sie zuletzt Gott angetroffen?

Bei der letzten Beerdigung, wo ich noch einmal neu erfahren durfte, wie viel Halt und Trost das Wort spenden kann.

Oliver Wegscheider, Humboldt Universität zu Berlin

Ihr Mittel gegen Lampenfieber?

Übung und freundliche Gesichter.

Welches Buch spielt neben der Bibel eine bedeutende Rolle in Ihrem Leben?  

„Der Herr der Ringe“ von J.R.R. Tolkien.

Ihr liebstes Bibelwort?

„Ich will dich trösten, wie einen seine Mutter tröstet.“ Mein Konfirmationsspruch: Jesaja 60,13

Auf wen würden Sie gern mal eine Laudatio halten? 

Jean-Luc Picard, den Captain der Enterprise.

Wem möchten Sie lieber nicht begegnen? 

Auf ein Kaffeetrinken mit Donald Trump könnte ich verzichten.

Und wo haben Sie zuletzt Gott angetroffen?

Gott kommt in meinem Terminkalender leider nicht vor. Aber ich lebe aus der Gewissheit, dass ich in seinem stehe.

Simone Lippmann-Marsch, Jugendarbeit im Kirchenkreis Mittelmark-Brandenburg

Ihr Mittel gegen Lampenfieber?

Schwer zu sagen. Ich finde Lampenfieber eigentlich ganz gut. Es treibt mich an, fördert meine Konzentration und bringt mich in meine Mitte. Falls es jedoch allzu schlimm wird, dann helfen mir ausreichend Schlaf, tanzen, laute Musik und Pfefferminzpastillen kauen. 

Welches Buch spielt neben der Bibel eine bedeutende Rolle in Ihrem Leben?

„Der Tod in ihren Händen“ von Ottessa Moshfegh. 

Ihr liebstes Bibelwort?

Psalm 139,5-7, mein Taufspruch: „Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch, ich kann sie nicht begreifen. Wohin soll ich gehen vor deinem Geist, und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht?“

Auf wen würden Sie gern mal eine Laudatio halten?

Pfarrer Gerhard Begrich. Ich habe nie jemanden erlebt, der so wunderbar über Liebe und Schönheit mit so viel Liebe und Schönheit predigen kann. Und zwar nur mit einem Notizzettel und einer Bibel in der Hand. 

Wem möchten Sie lieber nicht begegnen?

Mir selbst, wenn ich hungrig oder müde bin. 

Und wo haben Sie zuletzt Gott angetroffen?

In meiner Jungen Gemeinde. Die Jugendlichen haben die Frustration der Corona-Pandemie in eine Vorwärtsbewegung übersetzt, indem sie ein Projekt selbstständig initiiert haben, um bewusst ein Zeichen für Gerechtigkeit, Trost und Hoffnung zu setzen. Sie konnten andere Menschen für ihr Projekt begeistern und sie motivieren mitzumachen. In all den Ideen, in der Gestaltung, in dem Mit- und Füreinander habe ich Gott gesehen und vor allem gespürt.

Jonathan Schmidt, Angermünde (Kirchenkreis Uckermark)

Ihr Mittel gegen Lampenfieber? 

Augen zu, dreimal tief durchatmen, Psalm 31,9 „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“. 

Welches Buch spielt neben der Bibel eine bedeutende Rolle in Ihrem Leben?

Neben den 66 Büchern der Bibel und dem täglichen Begleiter, dem Evangelischen Gesangbuch, spielt neuerdings das Buch „Die Heiden von Kummerow“ von Ehm Welk für mich eine große Rolle. Kummerow, eigentlich Biesenbrow, ist eines der Dörfer, in denen ich nun Pfarrer sein darf. 

Ihr liebstes Bibelwort?

„Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit“ (Hebräer 13,8).

Auf wen würden Sie gern mal eine Laudatio halten?

Auf den Fußballspieler Alphonso Davies.

Wem möchten Sie lieber nicht begegnen? 

Martin Luther mit Magenschmerzen.

Und wo haben Sie zuletzt Gott angetroffen?

Eben komme ich von einem Geburtstags­besuch auf einem der vielen Dörfer um Angermünde – eine junge Frau ist 18 geworden. Auf dem Rückweg fahre ich über das weite Land mit Hügeln, Wäldern, Feldern und Äckern. Ich sehe Wild– und Nutztiere und in jedem Dorf schon von weitem den Kirchturm – und jeder ist anders! Die Begegnungen, die Schönheit der Natur und das für Jahrhunderte in Stein gehauene Gotteslob sind für mich ein Zeichen dafür, dass Gott allezeit mit uns ist – wenn das kein Grund zur Freude ist: Lätare! 

Martin Johannes Wolf, Seelsorge in der JVA Berlin-Moabit

Ihr Mittel gegen Lampenfieber?

Die Stille im Gottesdienstraum vor dem ersten Orgelklang. Dann setzt in mir eine Ruhe ein, die sich mit dem Präludium verstärkt.

Welches Buch spielt neben der Bibel eine bedeutende Rolle in Ihrem Leben?

Da ich eher kein großer Leser war, haben vor allem Liederbücher eine wichtige Rolle in meinem Leben gespielt. Ein Buch, was ich jedem Menschen ans Herz lege, ist trotzdem „Die Brüder Löwenherz“ von Astrid Lindgren.

Ihr liebstes Bibelwort? 

„Selig sind, die da Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen“ (Matthäus 5,9).

Auf wen würden Sie gern mal eine Laudatio halten?

In der aktuellen Situation wäre eine Lobrede auf die vielen im verborgenen handelnden Menschen angebracht, die mit ihrer Liebe und ihrem Leben helfen, die Welt Lichtblicke sehen zu lassen.

Wem möchten Sie lieber nicht begegnen?

Einem frauenfeindlichen, homophoben, menschenverachtenden, antisemitischen Menschen aus meiner Vergangenheit, der bis jetzt nicht mit sich reden lässt.

Und wo haben Sie zuletzt Gott angetroffen?

Ich stehe an einem Freitagabend in der Kirche und die Sonne lacht durch die Fenster und streichelt meine Seele, verweilt auf meiner Stirn. Wärme ist im ganzen Körper. 

Franziska Matzdorf, Luisenkirchen-Gemeinde Berlin-Charlottenburg (Kirchenkreis Charlottenburg-Wilmersdorf)

Ihr Mittel gegen Lampenfieber?

Atmen! Und dann Augen zu und durch!

Welches Buch spielt neben der Bibel eine bedeutende Rolle in Ihrem Leben?

Ein handgeschriebener Gedichtband mit Lieblingsgedichten.

Ihr liebstes Bibelwort? 

„Jetzt sehen wir alles in einem Spiegel, in rätselhafter Gestalt, dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt ist mein Erkennen Stückwerk, dann aber werde ich ganz erkennen, wie ich auch ganz erkannt worden bin“ (1. Korinther 13,12).

Auf wen würden Sie gern mal eine Laudatio halten? 

Auf die Schriftstellerin und Aktivistin Amanda Gorman.

Wem möchten Sie lieber nicht begegnen? 

Donald Trump.

Und wo haben Sie zuletzt Gott angetroffen?

Beim Hören von Taeguk Muns Version von „An die Musik“ von Franz Schubert.

Birgitte Koppehl, Joachimsthal (Kirchenkreis Barnim)

Ihr Mittel gegen Lampenfieber?

Gebet – Augen zu, Hände falten, um Ruhe, Kraft und Beistand bitten und los geht’s!

Welches Buch spielt neben der Bibel eine bedeutende Rolle in Ihrem Leben?

In den letzten Jahren: „Wir sind das Klima!“ von Jonathan Safran Foer. Nicht weil es große Literatur ist, sondern weil es mich grundlegend dazu gebracht hat, meine Lebensweise zu ändern.

Ihr liebstes Bibelwort?

 „Bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht“ (Psalm 36,10).

Auf wen würden Sie gern mal eine Laudatio halten?

Meine Großmutter. Oder Desmond Tutu. Für beide habe ich den größten Respekt. 

Wem möchten Sie lieber nicht begegnen?

Das behalte ich lieber für mich.

Und wo haben Sie zuletzt Gott angetroffen?

„Im stillen sanften Sausen“ – meinen Morgen fange ich am liebsten sehr früh an. Wenn es noch ganz Stille um mich herum ist. Dann lese ich, bete ich, beobachte den Sonnenaufgang.

Daniel Koppehl, Joachimsthal (Kirchenkreis Barnim)

Ihr Mittel gegen Lampenfieber?

Ein Gebet.

Welches Buch spielt neben der Bibel eine bedeutende Rolle in Ihrem Leben?

Da gibt es einige. Am meisten hat mich wohl geprägt: „Der Idiot“ von Fjodor Dostojewski.

Ihr liebstes Bibelwort?

Zurzeit: „Wach auf, der du schläfst, und steh auf von den Toten, so wird dich Christus 

erleuchten“ (Epheser 5,14).

Auf wen würden Sie gern mal eine Laudatio halten?

Auf die Ehrenamtliche, die in unserem Gemeindebüro arbeitet.

Wem möchten Sie lieber nicht begegnen?

Den Versucher im Anderen und in mir selbst, der nur als Nichtsein das Sein bedrängt.

Und wo haben Sie zuletzt Gott angetroffen?

Im Wort eines Angehörigen bei einem Beerdigungsgespräch, als er sagte, der Moment, als sich die Augen der Sterbenden weiteten, habe ihm seltsamerweise Kraft gegeben.

Günter Hänsel, Berlin-Schlachtensee (Kirchenkreis Teltow-Zehlendorf)

Ihr Mittel gegen Lampenfieber?

Ich nehme meinen Atem wahr, wie er kommt und geht und werde mir bewusst im Atem mit Gott, Mitte und Grund allen Seins, verbunden zu sein.

Welches Buch spielt neben der Bibel eine bedeutende Rolle in Ihrem Leben?

Dorothee Sölles Werk „Mystik und Widerstand“ ist ein unverzichtbares Kompendium von Mystik und einer befreiten Welt.

Ihr liebstes Bibelwort?

Mein liebstes zugleich zugesprochenes Bibelwort bei der Ordination: „Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen“ (Matthäus 5,8).

Auf wen würden Sie gern mal eine Lobrede (Laudatio) halten?

Auf all die Menschen, die mich auf meinem Lebensweg bisher und bis heute begleiten.

Wem möchten Sie lieber nicht begegnen?

Im Ordinationsvorhalt heißt es: „Gebt keinen verloren.“ Das bleibt für mich Anspruch. 

Und wo haben Sie zuletzt Gott angetroffen?

Im Schauen und im Staunen der Natur – „sunder warumbe“ (Meister Eckhart).

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1. Mehr Gotteshäuser für die Kaiserstadt Dirk Stratmann, Berlin Die Verdienste der fürsorglichen Kirchen-Juste sind unbestritten und anerkennenswert. Doch die
Grundlage ihrer Tätigkeit war der verhängnisvolle Summepiskopat in den evangelischen Landeskirchen bis 1918. Das landesherrliche Kirchenregiment war eigentlich nur für eine vorüber-gehende Notzeit gedacht. Doch das gefiel dann Fürsten und Kirchenver-antwortlichen so gut, dass die Notzeit fast vierhundert Jahre überstand bis 1918. Und aus Protest gegen die Wende 1919 und gegen die demokratische Fahne „Schwarz-Rot-Mostrich“ (so hieß es verächtlich) legte sich die evange-lische Kirche eine lilafarbene Kirchen-fahne zu. Und bezeichnend, dass - ganz anders als in den katholischen Gebieten - in den evangelischen Gebieten fast überall 1933 die Nazis bei den Wahlen die Nase vorne hatten. „Tempora mutantur, sed ecclesia saepe non mutatur.“ So sieht der frühere grüne Abgeordnete Frieder Otto Wolf weiterhin eine komplizenhafte Verstrickung der Kirche mit der Staatsmacht. Zwar sind inzwischen die evangelischen Christen in Berlin und in Brandenburg nur noch eine Randgruppe mit weniger als 15% der Bevölkerung – weiterhin abnehmend. Doch was erleben die nichtreligiösen Berliner, die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung? Sie erlebten, wie kirchliche Lobbyisten für das sogenannte kultische „HOUSE of ONE“ [ Spitzname „Wohngemeinschaft Gottes“ – Kultge-bäude für Juden, Christen, Muslime ] sich schamlos 25 Millionen Euro und kosten-los einen Bauplatz im Zentrum Berlins verfassungswidrig sicherten. Und ein Pfarrer, ein Imam und ein Rabbiner, jeweils in auffallend langen Gewändern, posierten dafür gemeinsam mit dem Regierenden Bürgermeister Müller für die Presse . Was Jesus von solchen auffälligen langen Gewändern in der Öffentlichkeit hält, lese man in der Bibel nach ( Mk. 12, 38ff; Lk. 20, 45f; Mt. 23, 5-7).
Das Projekt des sogenannte „HOUSE of ONE „ war ursprünglich von der Politik angedacht worden. Der Staat wird hier als parteilich erlebt. Und das untergräbt den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Und es kommen Befürchtungen auf, dass der Staat das Religiöse wieder für eigene Zwecke kanalisieren und instru- mentalisieren und eine synkretistische Fernwirkung anpeilen könnte. Und die evangelische Kirche hatte sich sofort wieder einmal an die Rockschöße des Staats geklemmt, um an die „ Fleisch-töpfe Ägyptens „ (2. Mose 16,3) ranzukommen – dazu der frühere evangelische Bischof eigens zu Verhandlungen auf dem Roten Rathaus. Nicht einmal 0,5 Prozent der Berliner besuchen sonntags einen evangelischen Gottesdienst. (Es ist absehbar, dass es in Berlin später mehr Muslime als evan-gelische Christen gibt.) Bestehende Kirchen stehen oft großenteils leer, viele Kirchengebäude werden entweiht, verkauft oder gar abgerissen. Aber die Kirche lässt sich einen neuen Prestige-bau mit 25 Millionen großenteils vom Staat finanzieren und kostenlos dazu das Grundstück stellen. Schämt sich die Kirche denn gar nicht? Diese Vorteil-nahme riecht nach Korruption. Bei diesem Kultgebäude, welches verfas-sungswidrig vom Staat (er muss religiös und weltanschaulich neutral sein) finanziert wird, sehen Berliner Steuer-zahler (diese in überwältigender Mehrheit nicht religiös) ihre Steuer-gelder missbraucht. In Berlin fehlen 26.000 Kitaplätze. Für das Geld des kultischen Prestigebaus „HOUSE of ONE“ hätte man sechs neue Kitas bauen können. Die fürsorgliche Kirchen-Juste hätte hier heute vermutlich anders geplant, da doch so viele evangelische Kirchen wegen mangelnder Nachfrage abgewickelt werden.
ABER ES KAM N O C H V I E L
S C H L I MM E R :
Gegen den ausdrücklichen Willen der überwältigenden Mehrheit der Muslime wählte man einen Mini-Verein der Gülen-Bewegung als Vertreter der Muslime aus (nur 6.000 der ca. 300.000 Muslime in Berlin – so die eigenen Angaben der Gülen-Bewegung). Das wäre etwa so, als würde man in Peking staatlicherseits für die Christen beispielsweise die pflegeleichten „Christen für den Sozialismus“ auswählen. Hier betätigt sich der Staat wieder einmal wie in früheren Zeiten von „Thron und Altar“ ungeniert als Religionsingenieur und privilegiert g r u n d g e s e t z w i d r i g (Staat muss religiös und weltanschaulich neutral sein) ausgewählte MINDER-HEITENgruppen. Ursprünglich war das Projekt als Graswurzelprojekt vorgestellt worden. Doch für ein Graswurzelprojekt interreligiösen Dialoges braucht man keinen teuren kultischen Prestigebau und dafür grenzt man auch nicht willkürlich diskriminierend viele Religionen aus. Sinnvoll ist es dagegen, wenn der Staat über schulische Lehrpläne und mit entsprechenden Angeboten bei Volkshochschulen, Akademien, politischen Landeszentralen, usw., usf. den interreligiösen Dialog fördert. Und die Religionsgemein-schaften können ihrerseits im Sinn eines Graswurzelprojekts interreligiösen Dialog und Trialog usw. institutio-nalisieren auch ohne teuren kultischen Vorzeigebau – reihum in bestehenden Gemeindezentren, mal in christlichen, mal jüdischen, mal muslimischen, usw. oder auch auf neutralem Boden in öffentlichen Räumen.
Oder damit man nicht diskriminierend kleinere Religionsgemeinschaften ausgrenzt, könnte man ein gemeinsa-mes, nichtkultisches Haus der Religionen für Gespräche und gemeinsame Aktionen der unterschiedlichen Religionsgemeinschaften bereitstellen. Schon jetzt gibt es auch ohne das teure „HOUSE of ONE „, das diskriminierend ausgrenzt, pro Woche in Berlin sehr viele Angebote. Das „HOUSE of ONE“ wird auch in Berlin ständig weitere Sicher-heitskräfte binden, wie wir das von „Brennpunkten" aus dem Ausland kennen. Es wird eher Sprengsatz statt Kitt der Gesellschaft sein, da für ihre kultischen Gebäude Religionsgemein-schaften schon selber gezahlt haben sollten.
Es bleibt zusätzlich noch eine kleine Frage unbeantwortet: Bei dem Dialoggottesdienst zum Purimfest in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am 25.2.2021 hatte sich Esther Hirsch gleich zu Anfang als Vertreterin des „HOUSE of ONE“ vorgestellt und angekündigt, dass in diesem Haus alle Religionen (es war ausdrücklich von allen Religionen die Rede, nicht nur von den abrahamischen) beten sollten. Meine Frage war bisher nicht beantwortet worden, ob die Hindus, die Isisanbeter, die Anhänger der Druiden- und germanischen Kulte, usw., usf. nun in der Synagoge oder Moschee oder christlichen Kirche ihre Andacht verrichten dürfen. In einem echten dialogischen Gottesdienst hätte ein Pfarrer eine solch grundlegende Frage gleich aufgreifen können. Die Frage ist bis heute nicht beantwortet.
Dirk Stratmann, Berlin

2. Solidarische Sympathie Wolfgang Banse Ökumene, sollte, darf nicht daran gemessen werden im Bezug auf ein gemeinsames gefeiertes Heiliges Abendmahl.Ökumene, hier gemeinsam gefeiertes Heiliges Abendmahl besteht nicht bei allen evangelischen christlichen Kirchengemeinschaften, hier SELK und Amtskirchen.Es wurde in den letzten Jahrzehnten viel erreicht, dies sollte nicht vergessen werden.Die Evangelischen Kirchen sollten nicht weiter als Kirchen guten Willens betrachtet und gesehen werden, sondern als gleichwertige, vollwertige Kirchen.
3. Gelassen Ostern zulassen Wolfgang Banse "Wir sind präsent" m-diese Worte greife ich auf und frage mich ob es eine Freudsche Fehlleistung, ein Black out von Herrn Stäblein war, was seine Gedanken zum Osterfest zum Osterfest 2021 anbelangt. Ein ruhiges, gelassenes Leben führen hier die Hauptamtlichen, Pastorinnen und Pastoren während der seit über einem Jahr existierenden Corona Pandemie. Monatelang fallen Andachten und Gottesdienste aus,nicht jede und jeder Gläubige ist im Besitz eines PC, Notebook,..Wenn die Menschen nicht zur Kirche kommen-dann sollten die Hauptamtlichen zu den Menschen kommen.Geschieht dies?!(Ausnahmen bestä-
tigen die Regel) Effizient und Qualität ist in jeder Hinsicht gefragt, was die Institution Kirche, hier EKBO betrifft.Gesegnete Ostern Frau Bammel/Herr Stäblein.

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