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RSSPrint

Eine Landschaft voller Kirchenruinen

06.05.2020

Das Kriegsende im Oderbruch, die Schicksale der Kirchen und das Leid der Menschen.

Von Reinhard Schmook

Als am 31. Januar 1945 sowjetische Vorausabteilungen bei Kienitz das Westufer der Oder erreicht hatten und von dort nicht wieder vertrieben werden konnten, begann für die Menschen im Oderbruch und den angrenzenden Gegenden des Kreises Lebus eine Leidenszeit sondergleichen. Das sonst so beschauliche Oderbruch wurde Kampfgebiet, erlebte tausendfachen Tod und Verderben und zeigte sich nach den schweren Kämpfen als Landschaft voller Kriegsruinen, in denen die von der Flucht zurückkehrenden Bewohner hausten. 

,,Es war der 7. Mai 1945, als wir unser Dorf wiedersahen. Schon von Weitem fiel uns auf, dass der Kirchturm nicht mehr zu sehen war“, schrieb eine Augenzeugin aus Schönfließ. „Der Ort, wo ich meine Kindheit verlebte, bot einen Anblick, den ich nie vergessen werde. Der Kirchturm war wie abgerissen, seine Trümmer waren in das Kirchenschiff gestürzt, wo wir Weihnachten noch alle zum Gottesdienst gewesen waren.“

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1. Das muss aufhören! von Mirna Funk Winfried Böttler Das muss aufhören. Zum Leitartikel von Mirna Fink (die Kirche 3/2021)a
Nun wissen wir Bescheid, Christen werden es nie kapieren, wie Juden sich fühlen. Warum maßen wir uns auch an, ihnen frohe Feste zu wünschen? Schade, dass der Leitartikel sich in billiger Polemik erschöpft. Wer soll da womit endlich aufhören? Sofort!? Für immer!?
Es ist leider schreckliche Wahrheit, dass die christlichen Kirchen durch den Antijudaismus, der ja nicht selten in Judenhass ausartete, große Mitverantwortung am Programm der Nazis zur Ausrottung des europäischen Judentums tragen. Das hat die Kirche erkannt und wiederholt öffentlich bekannt und es wird dennoch auf Dauer ihre Schuld bleiben. Es bleibt aber trotzdem wahr, dass Jesus ein Jude und die christliche Gemeinde am Anfang eine innerjüdische Gruppe war, die sich im Konflikt mit den jüdischen Autoritäten befand. Darin haben die judenkritischen Passagen in der Bibel ihren Ursprung.
Ich möchte schon darauf bestehen, dass Abraham und seine Verheißungen zu meinem Glauben dazu gehören, die Botschaft der Propheten auch mich angeht und ich jüdische Psalmen mitbeten darf. Dass die Autorin mich deswegen bei den Corona-Leugnern und Verschwörungstheoretikern einordnet, gar in diesem Zusammenhang die üble Verleumdung erwähnt, wonach das Blut von geschändeten Kindern getrunken werde, finde ich geschmacklos und demagogisch.
Ja es ist wichtig und in Ordnung, dass die Einzigartigkeit und Andersartigkeit des Judentums betont werden. Bei meinen christlichen Glauben ist mir trotzdem wichtig, dass davon vieles in der jüdischen Überlieferung verwurzelt ist. Das zu bekennen werde ich nicht aufhören. Niemals.
Dankenswerterweise gibt es seit vielen Jahren den Versuch, im christlich-jüdischen Dialog das Gespräch miteinander zu suchen. Damit wird nicht die schreckliche Vergangenheit ausgelöscht, aber es macht Hoffnung für ein gutes Miteinander in der Gegenwart und für die Zukunft. Der Artikel erweckt jedoch den Anschein, als gäbe es diesen Dialog, bei dem sich beide Seiten um gegenseitiges Verstehen mühen, gar nicht.
Pfarrer i.R. Winfried Böttler,
Berlin-Steglitz
2. Das muss aufhören! Rolf Westermann Da hat sich Frau Funk aber ganz schön vergaloppiert:

1. „Was soll das sein, eine deutsche Jüdin? Sollte es nicht vielmehr „Deutsche jüdischen Glaubens“ heißen?“

Soweit, so gut; aber dann:

2.“ Und Juden sind im Gegensatz zu Christen so viel mehr als eine Religion. Weniger als die Hälfte der 15 Millionen Juden weltweit würde sich vermutlich als religiös bezeichnen.“


Na wat denn nu??????


3. Nutztier und Mitgeschöpf Wolfgang Banse Tiere sind auch Geschöpfe, besitzen eine würde, die sie auch erleben und erfahren sollten.Massentierhaltung und Käfighaltung sollte eine klare absage erteilt werden.Hin zu einer Bio dynamischen Landwirtschaft dies sollte zum tragen kommen

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