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Ein Praxislabor für werdende Hebammen

Am Donnerstag, den 5. Mai, wird das neue „Skills Lab“, eine geburtshilfliche Trainingsstation, an der Evangelischen Hochschule Berlin eröffnet. Darüber hat Karola Kallweit mit Melita Grieshop, Professorin und Studienleiterin für den Fachbereich Hebammenkunde/Hebammenwissenschaft an der Hochschule, gesprochen

Foto: epd-bild / Dethard Hilbig

Seit dem 1. Januar 2020 gilt, mit einer Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2022, dass, wer Hebamme werden möchte, ein Bachelorstudium anstelle einer Ausbildung absolvieren muss. Frau Grieshop, was spricht für die Akademisierung dieses Berufs?

Der Beruf der Hebamme setzt eine 12-jährige allgemeine Schulbildung voraus und qualifiziert für eine sehr verantwortungsvolle gesundheitsfördernde Tätigkeit. Hebammen betreuen Frauen und ihre Familien eigenverantwortlich während Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit. Sie müssen die Versorgung an wissenschaftlichen Erkenntnissen ausrichten und gesundheitliche Risiken bei Mutter und Kind möglichst frühzeitig erkennen. Für diese Arbeit müssen Hebammen bestmöglich qualifiziert sein. Mit der Novellierung des Hebammengesetzes schließt die Qualifizierung in Deutschland endlich an den europäischen Standard des Studiums an und Berufsangehör­ige erhalten einen akademischen Abschluss, der den hohen Abforderungen an die Berufsausübung und den rechtlichen Befugnissen von Hebammen gerecht wird. 

Sie eröffnen am 5. Mai an der Evangelischen Hochschule Berlin ein sogenanntes SkillsLab. Was genau erwartet die Student*innen dort?

Ein Skills-Lab ist ein sogenanntes Fertigkeiten-Labor, in dem die Studierenden die Lerninhalte aus den Lernveranstaltungen an der EHB in Übungsszenarien anwenden und trainieren können. Dabei werden Sie von den Lehrenden der EHB begleitet und unterstützt. Das Skills-Lab befindet sich also an der Schnittstelle von Theorie und Praxis. 

Die Übungen sollen dazu beitragen, dass die Studierenden bereits mit ersten Anwendungserfahrungen in die praktischen Studienphasen in der klinischen und außerklinischen Geburtshilfe gehen. Damit fühlen sie sich im direkten Patient*innen­kontakt sicherer und können in der weiteren Kompetenzentwicklung durch die Praxisanleiter*innen noch effektiver gefördert werden.

Wie genau sehen die Räume aus?

Im Skills-Lab der EHB stehen den Studierenden zwei Geburtsräume zur Verfügung, davon ist einer mit einer Geburtswanne ausgestattet. Für die Betreuung von Schwangeren oder Familien nach der Geburt sind ein häusliches und ein klinisches Zimmer eingerichtet. Darüber hinaus gehören ein Aufnahme- und ein Untersuchungsraum zum Skills-Lab der EHB. 

Die Übungsräume sind mit einem hochmodernen Audio-Video-System ausgestattet. Damit können wir Übungen, zum Beispiel mit einer digitalen Simulationspuppe, aus dem Regieraum heraus anleiten, über verschiedene Kameras und Mikrophone den Übungsverlauf aufzeichnen und anschließend in der gemeinsamen Reflektion des Übungsteams ausgewählte Sequenzen wieder abspielen, um sie im Detail zu besprechen. Diese Lernmethode trägt sehr zur Kompetenzentwicklung der Studierenden bei. 

Könnten Sie an einem Praxis­beispiel erläutern, wie eine angehende Hebamme dort auf ihren Beruf vorbereitet wird?

Die Studierenden lernen beispielsweise in der Theorie, welche Bedeutung Bewegung und eine aufrechte Haltung der Gebärenden während der Geburt für die Förderung einer normalen Geburt haben. Zu Beginn des Studiums können die Studierenden im Anschluss an die Seminare und Vorlesungen im SkillsLab unter Anleitung einer Lehrenden aufrechte Geburtspositionen in der Rolle der betreuenden Hebamme aber auch aus der Perspektive der Gebärenden erfahren und die Anleitung der Gebärenden üben. 

In der zweiten Hälfte des Studiums können demgegenüber sehr komplexe Notfallsituationen trainiert werden. Das Repertoire der möglichen Übungsszenarien ist sehr groß. 

In den letzten Jahren wurde medial öfter das Erleben von Gewalt im Kreissaal thematisiert. Inwiefern spielt das im Studium eine Rolle?

Für uns ist es wichtig, die Studierenden von Anfang an für Phänomene der Gewalt im Kontext von Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit sowie allgemein in der Frauen- und Familiengesundheitsversorgung zu sensibilisieren. Diese Anforderungen an das Studium hat der Gesetzgeber in die „Kompetenzen für die staatliche Prüfung zur Hebamme“ aufgenommen. Mit Beginn des Studiums erarbeiten und diskutieren wir die Paradigmen der Hebammenarbeit. Dazu gehören die Ausrichtung an einer gesundheitsfördernden und respektvollen Geburtshilfe, die Förderung der Selbstbestimmung der Frau und die Schulung der Reflexionsfähigkeit der Hebamme.  Dementsprechend vermitteln wir Konzepte für die Gestaltung einer gewaltfreien Geburtshilfe, wie zum Beispiel die gewaltfreie Kommunikation. Im Skills-Lab können diese Kompetenzen zudem in Rollenspielen hervorragend geübt werden. 

Die rechtliche Situation ist für Hebammen oft nicht leicht. Im klinischen Betrieb kann es zu Konflikten mit ärztlichen Entscheidungen kommen. Welche Strategien geben sie den künftigen Hebammen an die Hand?

Hier sind insbesondere die kommunikativen Kompetenzen der werdenden Hebammen bedeutsam, um Konflikte konstruktiv zu lösen und interdisziplinär im Sinne der Bedürfnisse der Eltern zu handeln. Daneben benötigen die Studierenden gute berufsrechtliche Kenntnisse, um mit einem klaren Rollenverständnis in die interdisziplinäre Arbeit zu gehen. Eine partnerschaftliche interdisziplinäre Zusammenarbeit von Hebammen und Ärzt*innen ist eine wichtige Voraussetzung für eine qualitativ hochwertige Geburtshilfe. Um dies schon während des Studiums anzubahnen, sind pers­pektivisch auch interdisziplinäre Lehrveranstaltungen und Skills-Lab-Trainings an der EHB angedacht. Gemeinsame Lernerfahrungen im Studium können die spätere konstruktive berufliche Zusammenarbeit sehr gut anbahnen und spätere unnötige Konflikte vermeiden. 

Die Evangelische Hochschule Berlin und der Studiengang Hebammenwissenschaft/Hebammenkunde feiern am Donnerstag, 5. Mai um 14 Uhr, die offizielle Einweihung der neuen geburtshilflichen Trainingsstation – das SkillsLab für das Hebammenstudium. Der Festakt findet in der Kirche „Zur Heimat“ in Berlin-Zehlendorf statt. Der Gottesdienst wird im Internet live übertragen unter: www.youtube.com/watch?v=zWjqqzMSJhU

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1. Was ist Gottes Auftrag an uns Wolfgang Banse Klare unmissverständliche Worte fand Bundespräsident Steinmeier zum Auftakt der 11
Vollversammlung des Ökumeischen Rates, der alle 8Jahre stattfindet, diesmal in der Landeshauptstadt Stuttgart,.Er verurteilte scharf, zurecht die russisch orthodoxe Kirche Russlands, was das Kriegstreiben in der Ukraine betrifft.Keine Diskriminierung wäre es gewesen ,wenn die rusisch orthodoxe Kirche Russlands als Teilnehmer der 11 Vollversammlung ausgeschlossen worden wäre.So eine Veranstaltung kostet Geld.Wie hoch belaufen sich die Kosten der Pröpstin Bammel der Evangelisch-lutherischen Kirche berlin, Brandenburg, schlesische Oberlausitz, di3e an der 11. Vollversammlung des ökumenischen Rates teil nahm.Was hat dass einzelne Glied,(Kirchenglied) davon, wenn leitende Geistliche zusammen kommen, diskutieren, debattieren?In welchen Verhältnis stehen die Kosten und die Nutzen, im Bezug auf die Kosten/Nutzenrechnung, hier EKBO?
2. Auf die Straße! Martin Wehlan Der Artikel kommt einem vor als hätte es die Aufklärung nie gegeben. Wenn man eine Gefahr beschwört und Handlungen vorschlägt, dann hat man Risiko-Abwägungen zu treffen. Immer falsch war es, die Gefahr als "absolut" darzustellen wie Frau Büttner es tut. Aufklärung ist der Weg aus der selbst-verschuldeten Unmündigkeit und verlangt, dass man den Mut hat, sich seines eigenen Verstands zu bedienen und nicht ohne Prüfung einem Zeitgeist hinterherläuft, der quasi-religiöse Zuge trägt. Was die Klima-Aktivisten fordern ist nichts weniger, als Selbstmord aus Angst vor dem Tod zu begehen. Die Folgen der deutschen Klima-Maßnahmen sieht man bereits jetzt, nämlich in den höchsten Energiepreisen der Welt, also unbezahlbaren Energiekosten, die unserer mittelständischen Industrie das Rückgrat brechen können. Und diese Folgen spüren wir nicht in 50 Jahren, sondern sehr bald. Kein Land der Welt folgt unserer "Energiewende". Die Forderungen von FFF zielen auf die Abschaffung der Marktwirtschaft durch Klima-Notstands-Maßnahmen. Dabei ist - aus naturwissenschaftlicher Sicht - nicht einmal bewiesen, dass CO2 irgend eine Temperatur erhöht, auch dann nicht, wenn es täglich propagiert wird. Ein Blick in die Eisbohrkerne reicht, um zu erkennen, dass noch nie in der Erdgeschichte der CO2-Gehalt eine Temperatur gesteuert hat. Folglich kann das kein Naturgesetz sein, denn als solches müsste es immer wirken. Außerdem hat die Anzahl der Sonnenstunden in Deutschland (im Frühling und Sommer) seit 50 Jahren um etwa 25% zugenommen. Logisch, dass es dann wärmer wird. Gegen den Klimawandel anzukämpfen ist Machbarkeitswahnsinn. Jede menschliche Kultur hat sich bisher dem Klima angepasst. Wir sollten mehr Demut vor Gottes Schöpfung haben und die Natur ist stärker als all unsere Anstrengungen, einen Klimawandel zu stoppen. Den Wind können wir nicht ändern, nur die Segel anders setzen.
3. Gottes Auftrag - Apartheid in ÖRK-Abschlusserklärung [die Kirche vom 18.9.2022 Seite 3] Dirk Stratmann Dirk Stratmann, Berlin

An der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche erinnert man an das Attentat vom 19. Dezember 2016. Doch die evangelische Kirche war zu feige, den Auftraggeber Islamischen Staat beim Namen zu
nennen. An dies Verschweigen erinnert mich teilweises Drumrumreden von Pröpstin Christina-Maria Bammel. Offensichtlich hatte sie den Appell zweier ehemaliger Botschafter Israels in Südafrika an den Weltkirchenrat gar nicht zur Kenntnis genommen. Die beiden ehemaligen israelischen Botschafter (Ilan Baruch und Alon Liel) schrieben : „ Vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen (nämlich von Apartheid in Südafrika) steigt unsere Beunruhigung über die Realität im Westjordanland sowie in Ostjerusalem, wo wir die Aprtheid, wie wir aus Südafrika kannten, heute im sprichwörtlichen eigenen Hinterhof wiederfinden. Als zwei Israelis, die im ganzen Berufsleben der Vertre-tung von Israels Interessen gewidmet haben, ist es für uns schmerzlich mitanzusehen, wie unser Land diese Ungerechtigkeiten heute in den besetz-ten palästinensischen Gebieten weiter-führt. ….. ...
Es muss außerdem betont werden, dass es nicht antisemitisch ist, Israels Behandlung der Palästinenser als Apartheid zu bezeichnen. Als jüdische Israelis sind wir der Auffassung, dass die Instrumentalisierung des Antisemitismus zur Erreichung eines politischen Ziels eine glasklare Missachtung des Begriffs darstellt. Wir sind zudem besorgt über den Versuch der deutschen Regierung, den ÖRK unter Druck zu setzen, eine Resolution zur israelischen Apartheid zu verhindern. „
Am ersten und zweiten Tag nach dem Tod von Königin Elisabeth berichteten die deutschen Medien nicht nur hierüber, sondern über Vieles und auch über den Synodalen Weg, über den
Schlussappell der 11. Vollversammlung des Weltkirchenrats meist nichts oder Windschiefes und Zensiertes, mit löblichen Ausnahmen. Die Vorgaben von Bundespräsident Steinmeier vor der ÖRK-Vollversammlung hatten ihre Wirkung getan.
Früher wohnte in einem Nachbarhaus von uns Moshe Langer, der als Jude im KL Auschwitz war und bei dem Rückzug der Deutschen auch noch andere Konzentrationslager erlebt hatte. Als Zeitzeuge ging er in die Schulklassen und berichtete über seine Erlebnisse in der NS-Zeit; gleichzeitig distanzierte er sich als Jude Moshe Langer eindeutig vom Unrecht der israelischen Siedlungs-politik. Weil ich selber auch privat Veranstaltungen zu NS-Verbrechen machte, erhielt ich jahrelang Morddro-hungen. Es ist infam, mit dem Knüppel Antisemitismus pauschal Benennung von Unrecht delegitimieren zu wollen. Das existenzielI gefährdete Israel hat ein Existenzrecht und Verteidigungsrecht. Aber wenn man signalisiert: Ihr könnt auch nach der Wahl im Herbst 2022 weitermachen wie bisher seit 1967, wird dies wie die berüchtigte Nibelungen-treue vor dem I. Weltkrieg verstanden und wohl ebenfalls schlimme Folgen haben.

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