Zur Hauptnavigation springen Zur Suche springen Zum Inhalt springen
RSSPrint

EKBO verurteilt antijüdischen Weihnachtsaufruf

14.01.2021

Kritik an Verlinkung des Berliner Jerusalemsvereins zur Kairos-Kampagne

Berlin/epd/dk Die EKBO und das Berliner Missionswerk haben die Veröffentlichung israelkritischer Aussagen der sogenannten Kairos-Kampagne auf kirchlichen Webseiten kritisiert. „Wir verurteilen jede Form von Antisemitismus aufs Schärfste“, heißt es in der vergangenen Woche in einem auf Twitter veröffentlichten Beitrag. Anlass ist ein auf den Seiten des Jerusalemsvereins des Berliner Missionswerks Ende 2020 veröffentlichter „Weihnachtsaufruf aus Bethlehem 2020“ der Kairos-Kampagne. Dieser sei unmittelbar nach der Veröffent­lichung entfernt worden, hieß es weiter. Man bedauere, dass es überhaupt zu dieser Veröffentlichung kommen konnte.

„Antisemitismus ist Gotteslästerung“, heißt es in der Erklärung der EKBO. Sie wird getragen vom Berliner Bischof Christian Stäblein, Pröpstin Christina-Maria Bammel und dem Direktor des Missionswerks, Christof Theilemann. Sie reagieren damit auf Kritik des früheren Bundestagsabgeordneten Volker Beck (Bündnis 90/Die Grünen). Dieser hatte in einem Artikel für die „Welt“ (online) auf den Aufruf des Jerusalemsvereins hingewiesen, in dem neben „Klassikern christlicher antijüdischer Predigt“ auch eine klare Unterstützung der antisraelischen Boykott-Kampagne BDS zu finden sei. Beck ist Lehrbeauftragter am Centrum für Religionswissenschaftliche Studien der Ruhr-Universität Bochum.

Das 2009 in Bethlehem veröffentlichte Kairos-Palästina-Dokument sorgt seit Jahren für Empörung und löste vor allem bei christlich-jüdischen Gesellschaften heftigen Protest aus. Das Papier sehe die Schuld im Nahostkonflikt einseitig bei den Israelis, heißt es. Die Unterzeichner des sogenannten Kairos-Palästina-Dokuments  bezeichnen darin die Besetzung der Palästinensergebiete „als Sünde gegen Gott und die Menschen“. Der Appell wurde auch vom Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) in Genf verbreitet.

Artikelkommentar

Artikelkommentar
captcha
Bitte tragen Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe in das Feld ein.
Hinweis: Die von Ihnen ausgefüllten Formulardaten werden lediglich für die Zwecke des Formulars genutzt. Eine andere Verwendung oder Weitergabe an Dritte erfolgt nicht.

Artikelkommentare

(3) Artikel Name Ihr Kommentar
1. Tierwohl in der Kirche Thomas Berg Meine Hühner schlachte ich selbst, auch wenn sie nicht auf das Wurstbrot kommen. Das ist der schmerzliche unvermeidliche Schritt auf dem Weg vom Kücken zum Braten. Meine Hühner werden natürlich auch nicht schon nach vier bis sechs Wochen geschlachtet wie das inzwischen leider normale Industriehuhn.

Trotzdem: Ganz rund ist die Argumentation wohl nicht, die hier die vegetarische Ernährung aus der Bibel begründen will. Schon im 3. Kapitel der Bibel - noch im Garten Eden - bekommen Adam und Eva von Gott selbst Röcke aus Fellen geschneidert. Wenige Verse später lesen wir, daß ihr zweitgeborener Sohn Abel Schäfer wurde. Ganz sicher hat er Schafe auch zum Schlachten gehalten. Er opfert jedenfalls vom Fett der Erstlinge der Herde auf dem Altar, was Gott wohlgefällig anschaut.

Ganz nebenbei und völlig unbiblisch brauchen wir mehr Tiere auf der Weide der Artenvielfalt wegen. Ohne Weidetiere verarmt die biologische Ausstattung unserer Landschaft was man in unseren Breiten heute schon beobachten kann. Insekten fehlen, die der Tierhaltung folgen. Daher fehlen die Insektenfressenden Vögel, Fledermäuse usw. Genau deswegen hält der Naturschutzverein dem ich vorstehe auch mehrere Rinder- bzw. Wasserbüffelherden (derzeit ca. 360 Tiere).

Was weniger werden muß ist die Massentierhaltung in optimierten HiTec-Ställen, die klimaschädlich ist, die Tiere zur Ware degradiert und in den Schlachtfabriken und dem Transport dahin das oft beklagte Tierleid zur Folge hat.

Unsere Tiere werden jedenfalls zur Schlachtung auf der Weidefläche geschossen und erst dann zum Fleischer gefahren.

Ethische Entscheidungen kennen eben nicht nur das Entweder-Oder sondern auch manche Möglichkeit dazwischen.
2. Proberaumsuche Chrissi Suche Proberaum, um christlichen worship zu machen. Spiele seit 11 Jahren Schlagzeug und möchte gerne weitermachen. Gibt es Hilfe und Unterstützung von ihrer Seite aus? Über Ratschläge und gute Nachrichten, würde ich mich freuen! Lg, Chrissi
3. Idenschmiede der Nordkirche Wolfgang Banse Nicht alles was man auf gibt, ist gut so heißen. Glieder der Kirche, hier Nordkirche wurden in den Entscheidungsprozess nicht einbezogen.Demokratie, hier Basiskirche lässt nach wie vor zu wünschen in den Gliedkirchen der EKD.

Hier gelangen Sie zur Übersicht über alle Kommentare.