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Für Fans und Aktive

Bernhard Felmberg ist seit 20 Jahren ehrenamtlicher Sportbeauftragter der Landeskirche. Tilman Asmus Fischer schreibt über ihn.

<span style="font-size: 11px;">Bernhard Felmberg predigt regelmäßig in der Kapelle des Olympiastadions in Berlin. Foto: Tilman Asmus Fischer</span>



Bernhard Felmberg ist seit 20 Jahren ehrenamtlicher Sportbeauftragter der Landeskirche

Von Tilman Asmus Fischer

Es ist der 32. Spieltag der ersten Fußball-Bundesliga, eine Stunde bevor im Olympiastadion Hertha BSC gegen den VfB Stuttgart antritt und nach einer langen Durststrecke wieder einen Sieg erringen wird. Pfarrer Bernhard Felmberg und sein katholischer Amtsbruder Gregor Bellin begrüßen die Gottesdienstteilnehmerinnen und -teilnehmer, die sich wie vor jedem Heimspiel von Hertha zu einer Andacht in der stadioneigenen Kapelle einfinden.

20 Minuten kommen Fans, Spieler, Funktionäre von Hertha, aber auch der gegnerischen Mannschaft zusammen, um zu beten, zu singen und auf das Evangelium zu hören. Diesmal wird Bernhard Felmberg über die Emmaus-Jünger predigen, die sich auf dem Weg befinden – so wie die Fußballfans auf dem Heimweg nach einer Niederlage. Und ermutigt die Zuhörerenden: „Wie die Jünger sollen auch wir uns heute von Gott finden lassen.“

Verkündigung im Stadion – dies ist eine der Aufgaben, die der Theologe Bernhard Felmberg als Sportbeauftragter der EKBO versieht. Dieses Ehrenamt hat er seit 20 Jahren inne – 20 Jahre, in denen er hauptberuflich zunächst in verschiedenen kirchlichen Funktionen und seit 2014 als Ministerialdirigent im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung tätig ist.

Warum ist ihm Sport überhaupt als Thema für die Kirche wichtig? „Kirche“, so Felmberg, „ist immer in Gefahr, milieuverengt zu existieren.“ Die evangelische Kirche habe sich aus vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens zurückgezogen – jedoch: „Der Sport ist ein vitaler Bereich, wo Menschen unterwegs sind, die noch neugierig auf unsere Kirche sind.“ Kirche am anderen Ort etwa im Stadion zu sein, heiße, offen zu sein für Menschen, die Fragen nach Gott haben. Menschen an den Orten zu begegnen, die für sie prägend sind.

Daher sieht es Felmberg kritisch, dass die Situation des Kirchensports in einzelnen Gemeinden inzwischen schwierig sei: „Früher gab es etwa viele Tischtennisgruppen in Gemeindesälen.“ Heute vermieteten Gemeinden ihre Gebäude viel stärker und es würden teils von kirchlichen Sportgruppen Mieten gefordert, die diese nicht zahlen könnten.

„Diese Entwicklung kann ich als Sportbeauftragter nicht gutheißen“, so Felmberg. Anders als bei anderen Gruppen innerhalb der Gemeinden werde bei den Kirchensportlern zudem – fälschlicherweise – der Beitrag zum Gemeindewachstum in Frage gestellt.

Dabei kann die Sportarbeit der EKBO auf eine lange Tradition zurückblicken, die vor allem im alten West-Berlin eine starke Ausprägung hatte. Dies findet noch heute seinen Niederschlag darin, dass die „Evangelische Sportarbeit Berlin-Brandenburg“ als eingetragener Verein Mitglied des Landessportbunds Berlin ist.

Dementsprechend vielfältig sind die Aufgaben des Sportbeauftragten. „Der Sportbeauftragte ist zunächst als Geistlicher zuständig für Andachten, Gottesdienste und Gespräche mit denjenigen, die in der verfassten Kirche Sport treiben.“ Zudem ist er – vor allem innerhalb des Berliner Arbeitskreises Kirche und Sport – mit unterschiedlichen sportethischen Fragen befasst.

Als dann in Vorbereitung der Fußballweltmeisterschaft 2006 der Umbau des Olympiastadions anstand, setzte sich Felmberg gemeinsam mit Bischof Wolfgang Huber für die Einrichtung einer Kapelle im Olympiastadion ein – und sie hatten hiermit Erfolg. Wie aber steht es um Kapelle und Andachten vor Heimspielen, sollten die Pläne für ein neues eigenes Hertha-Stadion Wirklichkeit werden?

Hier ist Felmberg zuversichtlich: „Hertha BSC weiß, dass ein neues Stadion ohne Kapelle nicht geht. Das haben wir mit der Vereinsspitze so besprochen. Der Präsident Werner Gegenbauer sieht, was wir seit nunmehr 13 Jahren hier leisten. Er unterstützt unsere Arbeit.“

Pfarrerinnen und Pfarrer, die Interesse haben, mit ihren Konfirmandengruppen an einer Stadionandacht
teilzunehmen und das anschließende Heimspiel von Hertha BSC zu sehen, können mit Bernhard Felmberg
Kontakt aufnehmen, E-Mail: bernhard.felmberg@gmail.com

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(3) Artikel Name Ihr Kommentar
1. „Der Schutzschirm unserer Gesellschaft ist brüchig“ Affolter solche Artikel sollte man immer wieder zu lesen bekommen
2. Der Schutzschirm unserer Gesellschaft ist brüchig Martin Wehlan Bitte keine doppelten Standards anwenden ! So wurde richtig beschrieben, dass Corona-Schutzmaßnahmen mit NS-Verbrechen gleichgesetzt wurden, was eine Verharmlosung der NS-Zeit darstellt Dann aber bitte auch nicht einen "solidarischer Patriotismus“ der AfD mit der alten Volksgemeinschaftsideologie der Nazis gleichsetzen. Das ist genauso verharmlosend für die Nazizeit.
3. Corona-Leugner und Impfgegner machen gegen Kirchen mobil Kurt Roland Schein Habe ich das richtig verstanden?

Herr Schulte-Döinghaus berichtet unter der Überschrift: „Corona-Leugner und Impfgegner machen gegen Kirchen mobil“ von einem uckermärkischen Superintendenten, der Gottes-dienstbesuche ohne Maske aus der Kirche „hinauskomplimentiert“.
Wer deutschlandweit die kirchliche Publizistik, einschließlich Leserbriefkommentaren verfolgt, kann sich des Verdachts nicht erwehren, die Evangelische Kirche ähnelt einer Hüpfburg, der langsam die Luft ausgeht. Genannter ucker-märkischer Superintendent bestätigt das für den obigen Fall. Konsterniert berichtet er von mangelnder Unterstützung für sein Handeln durch die übrige Gottesdienstgemeinde.
Zu seinem offensichtlich größten Schrecken gibt es in seinem Sprengel einen Pfarrer, der es versteht, in dieser Zeit Menschen nicht nur in einem Seniorenwohnprojekt Heimat zu geben, sondern sogar in der Lage ist, Interessierte in größere Anzahl für seine Gemeindeveran-staltungen zu gewinnen. Der uckermärkische Superintendent weiß offensichtlich davon nur aus der Zeitung und dem Internet. Persönlich in Augenschein hat er die Vorgänge um den von ihm inkriminierten Pfarrer seines Dienstbereichs wahrscheinlich nicht. Das hindert ihn indes nicht, auf ein Eingreifen des Ordnungsamtes gegen seinen Pfarrer und damit gegen dessen Kirchenvorstand, der diese Dinge abgesegnet haben muss, zu hoffen.
Der uckermärkische Superintendent soll sich laut Herrn Schulte-Dönighaus über die „Luschigkeit“ bezüglich der Coronamaßnahmen in seiner Region wundern. Nun stehen aber die nord-brandenburgischen Landkreise im deutschland-weiten Vergleich hinsichtlich Corona alles andere als schlecht da. Irgendwie können die dortigen Behörden samt Ordnungsämtern nicht allzu viel verkehrt gemacht haben.
Ob das auch für den uckermärkischen Super-intendenten gilt, vermag ich nicht zu sagen. Ich weiß von ihm nur durch den Artikel von Herr Schulte-Döinghaus. Vielleicht liegt hier ja nur ein Missverständnis des Reporters vor. Alles andere wäre sehr irritierend.
Kurt R. Schein

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