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„Hier findet wieder jüdisches Leben statt“

29.04.2020

Am 7. Mai 1995 wurde das Centrum Judaicum der Stiftung Neue Synagoge Berlin feierlich eröffnet. Mehr als vier Millionen Menschen besuchten seitdem die Dauer- und Wechselausstellungen in dem Museum zum jüdischen Berlin. Ein Rück- und Ausblick mit der Direktorin Anja Siegemund zum 25-jährigen Jubiläum

Von Almut Lüder

Frau Siegemund, die Stiftung Neue Synagoge ­Berlin – Centrum Judaicum wurde noch vor der „Wende“, der Fried­lichen Revolution 1989, gegründet mit dem Ziel, die erhaltenen Teile der Neuen Synagoge zu rekons­truieren und ein Zentrum für die Pflege und Bewahrung jüdischer Kultur zu schaffen. 1995 konnte dann das Centrum Judaicum er­öffnet werden. Im Mai begeht die Einrichtung ihr 25-jähriges Jubiläum. Ein ­Anlass zur Freude? 

Auf jeden Fall – ein Vierteljahrhundert Geschichte!

Wie sieht Ihr Rückblick aus – auch wenn Sie selbst erst seit 2015 im Haus sind?

Die Stiftung hat viel erreicht. Sie ist eine in Berlin und weit darüber hinaus etablierte Institution für Berliner*innen und auch deutsch-jüdische Geschichte als Gedächtnis des jüdischen Berlin. Allein in Zahlen: mehr als vier Millionen Besu­cher*innen, 78 Wechselausstellungen. Gleichzeitig hat sich in 25 Jahren viel verändert, was die Berliner Museums-, Kultur-, Gedenkstätten, Forschungs- und jüdische Landschaft betrifft, viele Institutionen sind hinzugekommen. Wir mussten – und müssen – also noch einmal neu bestimmen, was unsere Aufgabe ist. Da sind wir dabei. Eine Aufgabe war zunächst auch, dass wir unsere Dauerausstellung, die im Jahr 1995 mit dem Centrum Judaicum eröffnet wurde, neu konzipieren. Im Juli 2018 wurde sie neu ­eröffnet. Mit unserem Archiv, das bedeutendste, das es in Deutschland über das deutsche Judentum gibt, haben wir ein anderes Projekt begonnen, nämlich das Onlinestellen seiner Findbücher (Anmerkung der Redaktion: schriftliche Verzeichnisse der Dokumente des Archivs). So gewinnt das Archiv an Sichtbarkeit und es ist transparenter, was für Schätze wir haben.  (...)

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Artikelkommentare

(3) Artikel Name Ihr Kommentar
1. Er kommt, sieht und hört zu Wolfgang Banse Eine Einarbeitungsszeit wird jede/jeden Neue/ Neuen wird zu gestanden.Kommen, sehen. zu hören ist aber auf Dauer nicht angebracht. Pragmatismus ist gefragt. Suchet der Kirche und deren Glieder Bestes.
2. was meinen Sie damit? Dr. Gertrud Gumlich ich gebe Uli Frey vollkommen recht. Nur:
wie (wieder-)belebt man eine Friedensbewegung?
3. Obdachlose Wolfgang Banse Menschen ohne Obdach haben es schwer, jetzt besonders wo die Corona Pandemie ausgebrochen ist. Menschen ohne Obdach bedürfen der Hilfe, nicht nur während der kalten Jahreszeit.Leistungen die von den Kirchen erbracht werden im Bezug Versorgung von Obdachlosen sind überwiegend Fremdfinanzierungen, auch was die Lebensmittel betrifft, hier die Tafel. Aus eigenen Mitteln, hier Etat wird kaum etwas finanziert.

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