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RSSPrint

Kirche im Ohr

05.08.2020

Radiogottesdienste und Podcasts sind das Handwerkszeug von Michael Dürschlag aus Michendorf, Medienpfarrer in Ausbildung

Von Susanne Atzenroth

Die vergangenen Monate haben klargemacht: Wenn scheinbar nichts mehr geht, geht dennoch vieles – so fanden GKR-Sitzungen als digitale Konferenzen statt oder Gottesdienste auf dem Videokanal Youtube. „Dinge wurden möglich, die vorher nicht vorstellbar waren“, so Michael Dürschlag. Der Pfarrer aus Michendorf-Wildenbruch (Kirchenkreis Mittelmark-Brandenburg) durchläuft derzeit eine zweijährige Zusatzausbildung zum Medienpfarrer, die von Pastoralkolleg und Medienhaus der EKBO angeboten wird. 

Die deutschlandweiten kirchlich-digitalen Gehversuche während der Corona-Zeit hätten aber auch gezeigt, dass manches, was mit gutem Willen und ganzem Herzen produziert wurde, die gewünschte Zielgruppe nicht erreichte oder gar an der falschen Stelle für Erheiterung sorgte, erklärt Michael Dürschlag. „So funktioniert es nicht, einfach einen analogen Gottesdienst abzufilmen“, erläutert er. „Wenn wir Kirche ins Netz bringen wollen, sollte es gleichermaßen spirituell, reflektiert und professionell sein.“ Bei einem klassischen Rundfunkgottesdienst werde im Vorfeld jedes Wort aufgeschrieben und gewogen. „Das bedeutet mehrere Wochen harte Arbeit“, weiß er aus Erfahrung. Schon zehn Radiogottesdienste hat er als Pfarrer gestaltet. Die ersten vier zwischen 2003 und 2013 im Rahmen seiner früheren Pfarrstelle in Pritzwalk im Kirchenkreis Prignitz. Inzwischen ist die Dorfkirche Wildenbruch eine von fünf offiziellen „Radiokirchen“ der EKBO. Mindestens einmal im Jahr wird von dort gesendet. 

Das Motto: Immer und anders für die Menschen da sein

„Den oder die Medienpfarrer*in gibt es allerdings nicht“, so Dürschlag. In der noch bis zum Januar 2021 laufenden Ausbildung gelte es vielmehr, das jeweils passende Medium zu finden und es dann in Einzelcoachings zu vertiefen.“ So produziert der Michendorfer Pfarrer neben den Radiogottesdiensten und Sendungen wie dem Abendsegen im RBB, die in Zusammenarbeit mit dem Rundfunkdienst der Landeskirche entstehen, vor allem Podcasts für den neuen Internetauftritt seiner Gemeinde. „Im Netz kann ich unabhängig von Zeit und Raum bei den Menschen sein“, so Dürschlag.

Mit dem Slogan „Wir sind immer und anders für euch da“ wirbt die Gemeinde für ihre neue Website. Sie ging pünktlich zu Ostern zeitgleich mit dem ersten Podcast des angehenden Medienpfarrers ins Netz. Dort ist eine bunte Mischung aus Kirchenmusik, Gebeten, Bildern und Angeboten für Kinder zu finden.  Vom Aufbau orientiert sie sich an der Social-Media-Plattform Insta­gram und will damit jüngere Nutzer*innen ins digitale Gemeindeboot holen. 

Doch auch eine digitale Kirche brauche zwingend die gelebte Gemeinschaft, das ist Michael Dürschlag wichtig. Während der Monate, in denen seine Gemeinde nicht zusammenkommen durfte, zündete er jeden Abend um 18 Uhr allein in der Michendorfer Kirche eine Kerze an und sprach dazu ein Glocken­gebet, dass er vorher an alle Gemeindeglieder verschickt und auf der Internetseite veröffentlicht hatte. Wer mochte, konnte es aus der Ferne mitbeten und war zum Geläut der Glocken mit anderen verbunden. Kreative Angebote wie dieses seien während der Corona-Zeit an vielen Orten entstanden, betont der 

Pfarrer: „Jetzt gilt es, sie weiter­zuentwickeln und damit neue Wege der Gemeinschaft zu finden, die dem modernen Leben angemessen sind.“

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1. Wissen, wo sie herkommen Wolfgang Banse Jüdische Religionslegerinnen und Religionslehrer sollten verstärkt an staatlichen, wie an privaten Schulen eingesetzt werden.
2. Wer zuerst Wolfgang Banse Zuerst sollten alle als gefährdete Personen, hier Kranke, Menschen mit einem Handicap, Ältere geimpft werden. Pfarrerinnen und Pfarrer sollten Interims sein, eine, einer unter gleichen-deshalb keine vorrangige Impfung dieser Berufssparte
3. Pfarrerberuf kommt nicht in Frage Wolfgang Banse Warum ergreift man den Beruf einer Pfarrerin, eines Pfarrers?!Häufig spricht man , dass man sich von Gott berufen fühlt zu diesem Beruf. Nur jede, jeder wei0, dass man dies nicht beweisen kann. Oft fühlt man sich selbst berufen, aber auf Gott zu verweisen ist sehr bedenklich.

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