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Krone zu vergeben

Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben. Offenbarung 2,10b. Sibylle Sterzik zum Taufspruch. In Leichter Sprache zum Tag von Menschen mit Behinderung am 3.12.

Foto: epd

Bibelworte fordern uns heraus. Sie öffnen das Sichtfenster, wirbeln Herz und Sinn ­herum, laufen neben uns her oder schleusen uns durch eine Lebensenge. Sie trocknen Tränen oder machen Mut. Ob zur Taufe oder Konfirmation oder einfach so – immer erinnern sie uns an eine großartige Partnerschaft – wie, davon erzählen Menschen in dieser Reihe.

Von Sibylle Sterzik

„Der Bischof Nikolaus hat so eine goldene Krone auf“, sagt Alwina im Kindergottesdienst und hält beide Hände schräg über dem Kopf nach oben zu ­einer Spitze zusammen. Stimmt, sein Bischofshut sieht fast wie eine Krone aus. Die anderen ­Kinder im Kindergottesdienst hören zu und überlegen, was ihnen zu ­Nikolaus einfällt. „Er legt heimlich ­Geschenke hin!“, ruft Frieda.  Natürlich! An diesem Montag ist es wieder soweit. Am Gedenktag für den Heiligen, den „Sieger des ­Volkes“, wie sein griechischer Name Nikolaus übersetzt heißt – Nike der Sieg und Laos das Volk – beschenkt er andere. 

Aber was hat hat der Nikolaus mit meinem Taufspruch zu tun? Trug Nikolaus eine Krone, weil er treu war? Nein, den goldenen Hut trug er, weil er im 4. Jahrhundert ­Bischof in Myra war, das liegt heute in der Türkei. Aber vielleicht wurde er das ja, weil er treu nach Gottes Wort lebte. Er verschenkte sein Vermögen an Bedürftige. Sogar den Kirchenschatz, munkelt man. Nikolaus soll heimlich drei Töchtern eines ­armen Vaters je ­einen Goldklumpen nachts durchs Fenster geworfen ­haben. So konnte der Vater sie verheiraten. Damals brauchte man dafür Geld. ­Nikolaus machte möglichst viel ­genau wie Jesus. Vor allem „half er ­armen Menschen“, wie Annelotte nach dem Kinder­gottesdienst den Erwachsenen erzählt. Die hatte gerade das Adventslied „Macht hoch die Tür“ ­gesungen. Natürlich vor der Tür. Öffnet Eure Herzen für Jesus, will das Lied sagen. Ist das also ­gemeint mit „sei getreu bis in den Tod“? Dann bekommt man eine „Krone“? So etwa. Teile mit anderen. Gib weiter, was Gott dir schenkt. Verschenke dich selbst, solang du lebst. Dann gibt Gott dir nach dem Tod Leben nah bei ihm. Für immer.

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1. „Der Schutzschirm unserer Gesellschaft ist brüchig“ Affolter solche Artikel sollte man immer wieder zu lesen bekommen
2. Der Schutzschirm unserer Gesellschaft ist brüchig Martin Wehlan Bitte keine doppelten Standards anwenden ! So wurde richtig beschrieben, dass Corona-Schutzmaßnahmen mit NS-Verbrechen gleichgesetzt wurden, was eine Verharmlosung der NS-Zeit darstellt Dann aber bitte auch nicht einen "solidarischer Patriotismus“ der AfD mit der alten Volksgemeinschaftsideologie der Nazis gleichsetzen. Das ist genauso verharmlosend für die Nazizeit.
3. Corona-Leugner und Impfgegner machen gegen Kirchen mobil Kurt Roland Schein Habe ich das richtig verstanden?

Herr Schulte-Döinghaus berichtet unter der Überschrift: „Corona-Leugner und Impfgegner machen gegen Kirchen mobil“ von einem uckermärkischen Superintendenten, der Gottes-dienstbesuche ohne Maske aus der Kirche „hinauskomplimentiert“.
Wer deutschlandweit die kirchliche Publizistik, einschließlich Leserbriefkommentaren verfolgt, kann sich des Verdachts nicht erwehren, die Evangelische Kirche ähnelt einer Hüpfburg, der langsam die Luft ausgeht. Genannter ucker-märkischer Superintendent bestätigt das für den obigen Fall. Konsterniert berichtet er von mangelnder Unterstützung für sein Handeln durch die übrige Gottesdienstgemeinde.
Zu seinem offensichtlich größten Schrecken gibt es in seinem Sprengel einen Pfarrer, der es versteht, in dieser Zeit Menschen nicht nur in einem Seniorenwohnprojekt Heimat zu geben, sondern sogar in der Lage ist, Interessierte in größere Anzahl für seine Gemeindeveran-staltungen zu gewinnen. Der uckermärkische Superintendent weiß offensichtlich davon nur aus der Zeitung und dem Internet. Persönlich in Augenschein hat er die Vorgänge um den von ihm inkriminierten Pfarrer seines Dienstbereichs wahrscheinlich nicht. Das hindert ihn indes nicht, auf ein Eingreifen des Ordnungsamtes gegen seinen Pfarrer und damit gegen dessen Kirchenvorstand, der diese Dinge abgesegnet haben muss, zu hoffen.
Der uckermärkische Superintendent soll sich laut Herrn Schulte-Dönighaus über die „Luschigkeit“ bezüglich der Coronamaßnahmen in seiner Region wundern. Nun stehen aber die nord-brandenburgischen Landkreise im deutschland-weiten Vergleich hinsichtlich Corona alles andere als schlecht da. Irgendwie können die dortigen Behörden samt Ordnungsämtern nicht allzu viel verkehrt gemacht haben.
Ob das auch für den uckermärkischen Super-intendenten gilt, vermag ich nicht zu sagen. Ich weiß von ihm nur durch den Artikel von Herr Schulte-Döinghaus. Vielleicht liegt hier ja nur ein Missverständnis des Reporters vor. Alles andere wäre sehr irritierend.
Kurt R. Schein

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