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Mehrheit stimmt laut Umfrage Gottesdienst-Verboten zu

04.04.2020

Mehr als ein Viertel hält Kirchen für systemrelevant

Erfurt/epd Jeder vierte Deutsche (25 Prozent) ist in der Corona-Krise für die Gleichstellung von Kirchen mit systemrelevanten Einrichtungen wie Supermärkten. 58 Prozent fänden es dagegen richtig, dass die Gotteshäuser nur für individuelle Gebete offenstünden, ergab eine am Freitag in Erfurt veröffentliche repräsentative Erhebung des Meinungsforschungsinstitutes Insa. Dabei hätten mit 61 Prozent die Männer das Verbot öffentlicher Gottesdienste häufiger als angemessen erachtet als die befragten Frauen mit 55 Prozent.

Geordnet nach der Konfession beziehungsweise der Zugehörigkeit zu einer Landeskirche zeigten sich den Angaben zufolge deutlichere Unterschiede. So sei die aktuelle Praxis mit 67 Prozent vor allem bei den konfessionslosen Deutschen auf die größte Zustimmung gestoßen. Dagegen hätten sich die Mitglieder einer Freikirche fast zur Hälfte (48 Prozent) für eine Gleichbehandlung von Kirchen etwa mit Arztpraxen ausgesprochen.

Unter den Katholiken teilten 26 Prozent und bei den landeskirchlichen Protestanten 27 Prozent der Befragten die Auffassung, dass Kirchen auch systemrelevant sind, ermittelte Insa. Nur wenig Einfluss habe die Parteienpräferenz. Hier lägen die Werte zwischen dem Spitzenreiter, den AfD-Anhängern mit 29 Prozent, und dem Schlusslicht, den Wählern der Union mit 24 Prozent, nur wenig auseinander.

Die Zahlen könnten klein erscheinen, räumte Insa-Geschäftsführer Hermann Binkert ein. Vor dem Hintergrund, dass nicht einmal jeder zehnte Katholik und weniger als drei Prozent der Protestanten regelmäßig zum Sonntagsgottesdienst gehen, erschienen sie aber in anderen Licht.

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(3) Artikel Name Ihr Kommentar
1. Er kommt, sieht und hört zu Wolfgang Banse Eine Einarbeitungsszeit wird jede/jeden Neue/ Neuen wird zu gestanden.Kommen, sehen. zu hören ist aber auf Dauer nicht angebracht. Pragmatismus ist gefragt. Suchet der Kirche und deren Glieder Bestes.
2. was meinen Sie damit? Dr. Gertrud Gumlich ich gebe Uli Frey vollkommen recht. Nur:
wie (wieder-)belebt man eine Friedensbewegung?
3. Obdachlose Wolfgang Banse Menschen ohne Obdach haben es schwer, jetzt besonders wo die Corona Pandemie ausgebrochen ist. Menschen ohne Obdach bedürfen der Hilfe, nicht nur während der kalten Jahreszeit.Leistungen die von den Kirchen erbracht werden im Bezug Versorgung von Obdachlosen sind überwiegend Fremdfinanzierungen, auch was die Lebensmittel betrifft, hier die Tafel. Aus eigenen Mitteln, hier Etat wird kaum etwas finanziert.

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