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RSSPrint

Mit Stäblein hingeguckt – auf das, was aus dem Blick gerät

21.10.2020

Was wird alles zur Randnotiz in Corona-Zeiten?

Von Bischof Christian Stäblein

Corona ist zurück – dieser Satz stimmt so natürlich nicht, das Virus war nie ganz weg über den Sommer. Aber im Alltag und auch medial war es ein paar Wochen lang nicht so bestimmend, ja manchmal konnte es einem fast so vorkommen, als hätten wir es mit Hygieneplänen, Abstandsregeln und viel Draußensein halbwegs in den Griff bekommen. Wir haben es gehofft, aber wohl geahnt, dass es nicht so ist. Jetzt ist Corona mit den steigenden Infektionszahlen als mediales Hauptthema zurück. Wie kommen wir durch den Winter? Wie schützen wir andere und uns? Wie feiern wir Weihnachten? Diese Fragen traktieren wir rauf und runter, das wird auch die nächsten Wochen und Monate so sein, zu Recht. 

Allein, geht es Ihnen auch so, dass einen bisweilen der Schrecken ereilt, wie eingeengt das eigene Blickfeld dabei wird? Was wir alles übersehen? Was alles zur Randnotiz wird, obwohl es in den Fokus gehört? 

Am vergangenen Wochenende hat es ein furchtbares Attentat in der Nähe von Paris gegeben. Ein Lehrer ist getötet, ja wohl enthauptet worden, mutmaßlich, weil er im Unterricht die Mohammed-Karikaturen aus dem Magazin „Charlie Hebdo“ gezeigt hat. Er wollte mit seinen Schülerinnen und Schülern über freie Meinungsäußerung diskutieren. Das Attentat ist ein furchtbarer Anschlag auf unsere Freiheit des Denkens und Redens, jeder Lehrerin und jedem Lehrer fährt dieser Terror, dieser Schrecken doppelt und dreifach in die Glieder. Wir dürfen nicht aufhören, hier hinzugucken, wir dürfen nicht müde werden, uns für Liberalität und Meinungsfreiheit – gerade auch in Religionsfragen – einzusetzen und dafür aufzustehen. Das darf nicht zur Randnotiz werden in Corona-Zeiten. 

Ebenso wenig die mutigen Frauen und Männer in Belarus. 30 Jahre Friedliche Revolution und deutsche Einheit haben wir gerade gefeiert. Immer wieder gehört unser Blick dahin, wo Menschen für Demokratie und Freiheit auf die Straße gehen – mutig, beharrlich und unter Einsatz ihres Lebens. 

Es ist ja so: Schnell setzt sich die Gewöhnung in unseren Köpfen fest. Auch in meinem. Wenn Probleme nicht gleich gelöst werden, verschwinden sie rasch wieder aus dem Blickfeld, sie werden hingenommen, man empört sich nicht mehr wirklich darüber. Die Situation der Geflüchteten auf Lesbos, das Sterben auf dem Mittelmeer, es gibt keine Lösung bisher, doch das Thema gerät aus dem Blick. 

Wir dürfen über die eigene Sorge vor der Pandemie nicht gleichgültig werden gegenüber der Not der anderen. In der Theologie ist immer mal wieder von der Sünde der Trägheit gesprochen worden. In diesen Tagen denke ich manchmal, es gibt auch die Sünde des eingeengten Blickfeldes. 

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1. Eine Woche Zeit für sparsames Heizen Wolfgang Banse Nicht nur in öffentlichen Gebäuden, so auch was Kapellen und Kirchen betrifft, sondern auch daheim sollte sparsames Heizen erleb und erfahrbar werden.Seit Jahren praktiziere ich dies privat.
2. Passion in Zeiten der Pandemie Wolfgang Banse Weniger wäre mehr, was die Person Christian Stäblein, als Bischof, Mitherausgeber der Evangelischen Wochenzeitung:die Kirche anbelangt. Die Bischofskolumne ist nicht gerade ein Highlight. Wenn man sie nicht liest, hat man nichts versäumt.
3. Kein weiter so Wolfgang Banse Chance vertan! Die EKBO hätte einen großen Wurf einfahren können, wenn sie ein Präses, ein Präses mit Handicap gewählt hätten.Aufrichtigkeit und Glaubwürdigkeit im Bezug auf die viel gepriesene Inklusion lassen zu wünschen übrig.Ebenfalls erstaunt es einen, dass man Politiker in die Synode wählt.Möchte man mit ihnen glänzen. Ein kirchenfeindliches FDP Papier besteht, trotz allem werden FDP Politiker in die Synode gewählt, beziehungsweise berufen. Quo vadis EKBO Synode, was das Erscheinungsbild betrifft. Kirche hat kein gro0es ansehen mehr, wie noch vor 30-40Jahren.

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