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RSSPrint

Noch lauter werden

Vom 10. bis 12. Juni findet in Bad Wilsnack das Landesjugendcamp statt.

Erstmalig gibt es auf dem Landesjugendcamp für Konfi-Gruppen ein spezielles Angebot am Samstag, dem 11. Juni, in der Konfi-Oase mit Tape-Art- (Kunst mit Klebeband) und ­Graffiti-Workshops. Grafik: ejbo

In dem Motto „Strahlend in die ­Zukunft“ steckt Hoffnung und Optimismus ebenso wie die Frage nach Klima-, Umwelt- und Naturschutz. Ein schönes Ziel, aber „Strahlend in die Zukunft“ – wie kann das gehen?

Von Henrike Spann

Strahlend in die Zukunft. Das wollen wir alle. Dennoch geben nicht alle alles dafür, dass wir dorthin gelangen. Dabei sollte doch unser aller Priorität sein, den Planeten zu schützen, auf dem wir leben. Für uns als evangelische Jugend ist es das.

Gott* hat uns die Erde mit all den dazugehörigen wunderbaren Schöpfungen anvertraut und es ist an uns, diese zu bewahren. Und ­dafür gibt es viele verschiedene und total einfache Möglichkeiten für jede Alltagssituation.

1. Müll: Die Verschmutzung der Natur und die damit einhergehende Gefährdung von vielen Tierarten ist eines der größten Probleme, das sich jedoch mit am einfachsten ­bekämpfen lässt. Angefangen beim Einkauf ist es eine gute Möglichkeit darauf zu achten, welche Produkte wenig bis gar keine oder eine recycelte Verpackung haben, und auf die, die viel Müll produzieren, auch mal zu verzichten. Wem das zu schwierig ist, für den ist der nächste Schritt einfacher: Müll sorgfältig trennen und niemals in die Umwelt werfen! 

2. Ernährung: Auch hier kann ein:e einzelne:r schon viel bewirken. Beim Kauf von Bioprodukten ist ein Schritt in Richtung klimafreundliche Ernährung schon getan. Da beim Anbau dieser auf Pestizide, die gefährlich für Grundwasser, ­Insekten und unseren Körper sind, verzichtet wird, macht dies schon einen gravierenden Unterschied. Verkauft werden sie meist in kleineren Mengen als gewöhnliche Discounter-Produkte. Das reduziert  die Gefahr Lebensmittel zu verschwenden. Außerdem sind Bio­produkte in den meisten Fällen regional und ­saisonal, was in Hinblick auf den Co2-Ausstoß beim Transport auch ein wichtiges Kriterium ist. Einen ­zusätzlich positiven Effekt hat die Reduzierung von oder gar der Verzicht auf Fleisch- und Milchprodukte. Dabei wird viel Wasser eingespart, die Treibhausgasemission gesenkt und Tierleid vermieden. Denn auch sie gehören zur Schöpfung und müssen entsprechend behandelt werden.

3. Kaufverhalten: In den ersten beiden Punkten sind bereits Tipps für nachhaltiges Kaufen zu finden, aber es gibt noch viel mehr! Die beste ­Option, den eigenen Konsum so ­umweltfreundlich wie möglich zu gestalten, ist Dinge gebraucht zu kaufen. Ob Kleidung, Möbel oder elektrische Geräte: Alles, was nicht neu gekauft wird, spart Ressourcen. Die jetzt schon aufkommende Knappheit dieser und die damit immer öfter einhergehenden Lieferengpässe sollten Grund genug sein, dies beim nächsten Shoppingtrip zu berücksichtigen. Bei Dingen, die nicht gebraucht gekauft werden können, kann darauf geachtet ­werden, wiederverwendbare, mikroplastikfreie oder Mehrweg-­Produkte zu kaufen.

Das alles sind Anfänger:innentipps, mit denen das private Leben nachhaltiger gestaltet werden kann. Dennoch braucht es mehr, damit eine Regeneration der Erde noch schneller beginnen kann: politische Maßnahmen. Dafür müssen wir als Jugend scheinbar noch lauter werden. Wir und alle folgenden Generationen haben das Recht, Gottes* Schöpfung so genießen und erfahren zu können, wie es für uns vorgesehen war. Die Frische des Frühlings erleben, ohne dass sofort alles trocken und sommerlich ist. Wenn dann Sommer ist, das schöne Wetter genießen, ohne dass wir uns um den fehlenden Niederschlag sorgen. Im Herbst keine Gedanken dazu machen, wie lange es noch warm ist. Und im Winter wollen wir uns über Schnee freuen und nicht Heiligabend im Niesel bei Plusgraden verbringen. 

Es gibt viele Gründe, sofort zu handeln. Doch wie viele sind genug? Wenn wir eine strahlende Zukunft erwarten, müssen wir gemeinsam dafür kämpfen. Die Zeit ist jetzt.

Henrike Spann studiert an der Humboldt Universität zu Berlin Lehramt auf Englisch und Theologie. Beim ­Landesjugendcamp gestaltet sie den Mitternachts-Gottesdienst mit. 

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(3) Artikel Name Ihr Kommentar
1. Gratwanderun:eigene Freiheit und Einsatz für andere Wolfgang Banse Nicht nur alles nehmen, sondern auch was geben, hier die Einführung eines Pflichtdienstes
Ich stimme Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier uneingeschränkt zu, was seine Anregung im Bezug auf die Einführung eines sozialen Pflichtdienstes betrifft., beiderlei Geschlechts.Unserre gesellschaft wird immer kälter, hier sollte entgegen gewirkt werden, was ein sozialer Pflichtdienst betrifft.Dem Ego entgegen wirken, für andere da sein, Menschen mit einem handicap, Kranke, Ältere, Obdachlose...Dieser soziale Pflichtdienst sollte mindestens ein halbes, längstens ein ganzes Jahr dauer. Die diensttuenten sollten eine monatliche finanzielle Pauschale dafür erhalten, in etwa 38O Euro, zusätzlich sollte die, der jenige krankenversichert, Rentenversichert sein."Wir Junge, geben euch der Gesellschaft etwas zurück, was wir empfangen haben".Vwerbände, Organisationen, Kirchen sollten der Anregung des Bundespräsidenten Steinmeier offen und aufgeschlossen gegenüber stehen, sowie die Parteien, die im Deutschen Bundestag vertreten sind.
2. Aktive Gewaltfreiheit Kees Nieuwerth Ausgezeichnet. bin ganz einverstanden!
3. Wir stehen zusammen Martin Wehlan Sehr geehrter Herr Bischof, Sie schreiben: "es geht ja nicht darum, 100 Millionen Menschen in Europa aufzunehmen." Aber bei welcher Zahl wollen Sie denn die Aufnahme in Europa stoppen ? Egal, welche Zahl dann genannt wird, man steht dann prinzipiell genauso vor demselben moralischen Dilemma wie jetzt. Was mich stört, sind die Vergleiche von afrikanischen Flüchtlingen mit ukrainischen. Wer in Afrika vor einem Krieg flieht, ist normalerweise in einem Nachbarland sicher. genauso ist es mit Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine. Ein Krieg in Afrika kann also eigentlich keine Fluchtursache nach Europa sein. Dennoch gibt es eine wesentliche Fluchturasche in Afrika - und das sind die nicht vorhandenen Lebenschancen für junge Menschen aufgrund der hohen Geburtenrate. Etwa 100 Millionen Afrikaner wollen deshalb in den nächsten 10 Jahren ihre Heimat Richtung Europa verlassen - fast alles junge Männer. Ehrlichkeit beim Thema "Geflüchtete" ist die Voraussetzung dafür, dass die Geflüchteten von den Menschen der Aufnahmeländer akzeptiert werden. Ein Allgemeines Verweisen auf "Flucht als solche" bzw. die Bibel wird von der schweigenden Mehrheit als Gesinnungs-Ethik erkannt und im Stillen nicht akzeptiert, trotz des moralischen Dauerfeuers.

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