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Papa, wie lange dauert die Ewigkeit

„Als ich den Herrn suchte, antwortete er mir und errettete mich aus aller meiner Furcht.“ Psalm 34,5

Der Berg als Teil einer Ewigkeitssymbolik. Foto: epd

Ortrud Nowak über ihren Konfirmationsspruch

Vater erzählte mir die Geschichte von ­einem Vogel, der alle hundert Jahre ­seinen Schnabel an einem hohen Berg wetze. Wenn der Berg abgetragen sei, dann sei die erste Sekunde der Ewigkeit vergangen. Dieses Bild einer unvorstellbar langen Zeit wühlte meine junge Seele auf. Meine kindliche Vorstellung, in einer dunklen Ewigkeit abwarten zu müssen, bis alle Berge der Welt auf diese Weise abgetragen sein würden, machte mir Angst. Doch das jugendliche Leben drehte sich um Berufliches, Materielles. Nur in besonders stillen Momenten schlich sich die enge Frage ein: „Wie ist das mit der unendlichen Ewigkeit?“ 

Der plötzliche Unfalltod meines Bruders gab mir schließlich den Anstoß, den Weg zu probieren, den mir mein Konfirma­tionsspruch versprach. Diese sich nun wieder einschleichende Angst vor der Endlichkeit und der ungewissen Ewigkeit musste ich loswerden. Trotzig sprach ich immer das gleiche Gebet: „Gott, nimm diese Furcht weg.“ 

Eines Tages während meiner ­Suche nach innerer Befreiung ging ich in die Kirche und hörte dort den Segensspruch: „Es sollen wohl Berge ­weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen und der Bund meines Friedens soll nicht hin­fallen, spricht der Herr, dein Erbarmer.“ Das wars. Dieser Vers wurde mein Befreiungswort. ­Lebensangst und Menschenfurcht waren wie weggeblasen, bis heute. Im Rückblick hat Gott sein Konfirmationsversprechen erfüllt. 

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1. Wir sind Pfarrerinnen Wolfgang Banse Was lange jährt, wird endlich gut, hier die Ordination von Frauen als Pfarrerinnen in der Evangelischen Kirche in Polen.Gleichberechtigung im Berufsleben von Mann und Frau ist im Pfarralltag erleb-erfahrbar.In der lettischen Evangelischen Kirche, in der Selbstständig Evangelisch lutherischen Kirche (SELK9 in der Römisch katholischen Kirche gibt es keine Ordination von Frauen als Pfarrerinnen/Pastorinnen, sowie keine Weihe zur Priesterin.Deer Pfarrberuf ist nicht angelegt auf das männliche Geschlecht.Pastoren, Priestermangel ist in Deutschland vorhanden. Diesen kann abgeholfen werden, wenn Frauen zum Pfarrerinnen/Pastorenamt, Priesterinnenamt zugelassen werde würden.Nicht die Kirchenleitungen sollten darüber befinden , sondern die Basis, das Kirchenvolk:Wir sind Kirche und verkörpern diese nach innen , wie auch nach außen.
2. Wir sind Pfarrerinnen Kowitz, Wolfram hatte erwartet, dass der konservative poln. Präsident dazwischen funkt.
Übrigens hat die "PK" (Potsdamer Kirche) auch ein neues Wort kreiert "Diakonin". Darf ich weiter "Diakonisse" sagen ? So wie der weibliche Hornist eben eine Hornisse ist! Bei einer Leserumfrage würden sich 80 % gegen das Gendern aussprechen!
3. Vermittler und Brückenbauer Wolfgang Banse Mit 93 Jahren verstarb er ehemalige Bischof Dr. Martin Kruse.Viele leitende Stationen in den Kirchen nahm er wahr, übte sie aus, sei es als Leiter des Predigerseminars in Loccum(Zu früheren Zeiten gab es die Runde, wer im Predigerseminar Loccum sein Vikariat absolviert, wird mindestens Superintendent) Der Sprengel Stade verlor mit seiner Wahl als Bischof einen sehr engagierten Landessuperindenten.Als Bischof, EKD Ratsvorsitzender bezog er zu vielen Themen, eine eindeutige, klare Position.Während seiner Tätigkeit als Bischof und EKD Ratsvorsitzender fiel die innerdeut-
sche gezogene Mauer.Gerne erinnere ich mich an Begegnungen in der S-Bahn, mit dem emeritierten Bischof Dr. Martin Kruse, als Ruheständler. Der verstorbene Bischof Dr. Martin Kruse hat sich um die Kirche, hier Evangelisch-lutherische Kirche Hannover, sowie in Berlin verdient gemacht. Vergelt Gott hierfür.

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