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„Vergesst nicht, wie charmant ich war“

11.06.2020

Am 30. Mai ist Bernd Schade nach langer Krankheit verstorben. Abschiedsworte von der Gruppe „Christ und Motorrad“

Lieber Bernd,

du hast vor zwei Wochen in deinem Blog geschrieben: „Wenn ich verstorben bin, dann werdet ihr euch Gedanken machen, was erinnernswert an mir sein solle. Gut, ich war sicherlich kein ausgeprägter Familienmensch. Dafür wollte ich immer auch ein besonders guter Theologe sein. Ich war manchmal hart und unnachgiebig, dafür aber auch ein einfühlsamer Seelsorger, der mit den schwersten Kalibern zurechtkommen konnte. Ihr werdet euch an meinen Motorradfahrstil erinnern: so elegant und zum Niederknien schön. Und anderes werdet ihr mit Recht benennen, offen, schonungslos, humorvoll, liebevoll. Eines ist mir aber wichtig: Dass ihr nie vergesst, wie charmant ich eigentlich war!“ Kurz nach deinem 65. Geburtstag hat Gott dich am 30. Mai zu sich genommen. 

Du warst von 2008 bis 2014 Kreisjugendpfarrer und hast diese Zeit genutzt, um deine unterschiedlichen Wirkungsbereiche miteinander zu verknüpfen und Beziehungen zwischen den Menschen zu gestalten. So kam es auch zur Mitwirkung von „Christ und Motorrad“ bei den Landesjugendcamps 2012 in Großzerlang und 2013 in Hirschluch. Durch deine einfühlsame und nachgehende Seelsorge, deine Fähigkeit, im Team zu arbeiten und deine wichtigen und oft überraschenden theologischen Impulse sind viele Weggefährten aus dieser Zeit dir noch heute eng verbunden.

Während deiner Jahre in der Jugendarbeit bist du auch nach Berlin-Reinickendorf gezogen und hast hier deine Heimat gefunden. Du hast mehr als 25 Jahre in „deiner“ Kirche auf dem Gelände der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenanstalt, die zum Maßregelvollzug umgebaut wurde, gewirkt. Die Seelsorge bei den psychisch Kranken war der Schwerpunkt deiner beruflichen Tätigkeit. Es liegt in der Natur dieser Arbeit, dass sie für Außenstehende schwer einsehbar ist.

Öffentlichkeitswirksam waren dein starkes Engagement in den sozialen Medien und deine Arbeit als Bikerpfarrer. Du hast die Gruppe „Christ und Motorrad“ 27 Jahre geprägt und neben den jährlichen Anlassgottesdiensten und der Mahn- und Gedenkfahrt für die tödlich verunglückten Motorradfahrer auch die Pilgerreisen ins Leben gerufen. 

Auch während deiner Krankheit hast du weitergearbeitet, bis dich deine Kräfte verließen. Für viele verschiedene Menschen warst du ein wichtiger Wegbegleiter und Impulsgeber. Und charmant. Danke, dass du bei uns warst. Wir werden dich sehr vermissen.

Der Kirchenkreis hat eine digitale Gedenkwand für Erinnerungen eingerichtet: padlet.com/kk_reinickendorf/gedenken_bernd_schade

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1. die kirche unterwegs Wolfgang Banse Eine schöne Aktion der Evangelischen Wochenzeitung: die Kirche unterwegs: Landschaftsbilder, Menschen werden in dieser Rubrik näher gebracht.Möge auch im nächsten Sommer 2021 diese Rubrik weiter geführt werden würde.
2. Praktische Konzepte Wolfgang Banse Dr Stäblein ist kein Friedensforscher. Dies sei einmal erwähnt.Bevor man sich in die weltpoltik sich bewegt, sollte man erst einmal schauen wie es in der Kirche um den frieden bestellt ist. es fällt auf, dass es fast nicht eine Woche vergeht, wo nicht Dr. Stäblein sich in irgend einer Weise in der Evangelischen Wochenzeitumng. die Kirche äußert. Weniger ist mehr-
3. Singen verboten Nemo Hier ein interessanter Beitrag des Bayerischen Rundfunks zum Thema:
https://www.br.de/mediathek/video/gut-zu-wissen-wissensmagazin-singen-trotz-corona-pollen-app-stubenfliege-klimafolgen-av:5ec53288a2cf420013918cdf

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