Zur Hauptnavigation springen Zur Suche springen Zum Inhalt springen
RSSPrint

Wahl ab 2025 nur noch alle 6 Jahre

Am 13. November wählen Gemeinden der EKBO ihre Ältesten. Doch nicht alle. Welche es sind und was sonst noch zu den Gemeindekirchenratswahlen wichtig ist, verrät die Juristin Heike Koster aus dem Konsistorium der EKBO im Gespräch mit Sibylle Sterzik

Foto: Hanno Gutmann/epd

Frau Koster, Ihre wievielte ­Gemeindekirchenratswahl oder ­Ältestenwahl, wie es korrekt heißt, begleiten Sie 2022 und was sind konkret Ihre Aufgaben dabei? 

Seit 2006 begleite ich den Bereich der Ältestenwahlen. 2007 war die erste Wahl, für die wir die Broschüre „In 20 Schritten zur Ältestenwahl“ erstellt haben. Die Begleitung der ­Ältestenwahl ist Teamarbeit: Die ­Beruflichen und Ehrenamtlichen in den Kirchengemeinden, die ­Kirch­lichen Verwaltungsämter, das ­Meldewesen im Konsistorium und die Öffentlichkeitsarbeit, das Amt für kirchliche Dienste (AKD) und unser Dienstleister, all diese Bereiche müssen gut miteinander im Austausch sein, um eine gelungene Wahl zu ­ermöglichen. 

Ich begleite diese Zusammen­arbeit und berate Gemeindeglieder und beruflich Beschäftigte bei ­Fragen zur Ältestenwahl. Dieses Mal haben wir alle Informationen ­zusammen mit dem AKD auf der Website: www.gkr-ekbo.de zusammengetragen und bieten die Broschüre nur noch digital an.

Was freut Sie besonders in diesem Jahr mit Blick auf die Wahl oder macht Ihnen Sorgen?

Die Landessynode hat die Neufassung des Ältestenwahlgesetzes erst im November 2021 beschlossen, also mit nur einem knappen Jahr Vorlauf. Das ist eine Herausforderung. Ich freue mich, dass das neue Ältestenwahlgesetz kürzer ist und neue ­Verfahren ermöglicht, zum Beispiel die von vielen Kirchengemeinden erwünschte allgemeine Briefwahl. Also die Möglichkeit, allen Wahl­berechtigten Briefwahlunterlagen zu übersenden. Da bin ich neugierig, wie die Erfahrungen der Kirchen­gemeinden damit sind. 

Die Vorbereitung zu den GKR-­Wahlen am 13. November sind schon in vollem Gange.  Welche nächsten Schritte und Termine haben die Gemeinden zu ­beachten?

Für die Kirchengemeinden steht jetzt die Beschlussfassung über den Wahlvorschlag an, also die Auf­stellung der Kandidaten. Bis zum 19. September muss der Wahl­vorschlag der Kirchengemeinde ­bekanntgegeben werden. Dann geht es in die Produktion der Stimmzettel und Prüfung des Verzeichnisses der Wahlberechtigten. 

Welche Voraussetzungen muss ­jemand mitbringen, der oder die kandidiert, etwa von der Eignung her, dem Alter, der Kirchenzugehörigkeit?

Kandidieren kann jede und jeder, der Gemeindeglied und älter als 16 oder 18 Jahre ist. In den Kirchengemeinden, die die Mitwirkung von Jugendlichen durch Beschluss ausgeschlossen haben, gilt das Alter von 18 Jahren. Voraussetzung ist auch, dass eine Kandidatin oder ein Kandidat gern an den vielfältigen Themen und Aufgaben in der Gemeinde­leitung mitarbeiten möchte. 

Worin bestehen die wichtigsten Aufgaben eines GKR-Mitglieds?

Die wichtigste Aufgabe ist sicher die Bereitschaft, sich auf die sehr vielen Themen und Herausforderungen einzulassen und gemeinsam mit den anderen Ältesten und der ­Pfarrerin oder dem Pfarrer die ­Gemeinde zu leiten.

Bis wann müssen die Kandidierenden feststehen und gibt es so etwas wie einen Geschlechter­proporz?

Der Gemeindekirchenrat muss bis spätestens 19. September über die Kandidatenaufstellung beschlossen haben. Unsere Grundordnung regelt, dass in unseren Gremien Frauen und Männer in einem ­angemessen Verhältnis vertreten sein sollen.

Stimmt es, dass die Kandidierenden nach dem neuen Ältestenwahlgesetz, das die die Synode beschlossen hat, keine 10 Unterschriften mehr benötigen?

Die Landessynode hat mit der Neufassung des Ältestenwahlgesetzes einige Regelungen gestrichen und vereinfacht: Jede oder jeder kann sich nun auch selbst vorschlagen. Unterstützerunterschriften sind nicht mehr erforderlich.

Für wie viele Jahre werden die ­Ältesten bei dieser Wahl gewählt und wann findet die nächste GKR-Wahl statt?

Die Landessynode hat im Herbst 2021 beschlossen, dass es künftig nur noch alle sechs Jahre eine Ältestenwahl geben soll. Um hier für alle ­Kirchengemeinden, die bislang den dreijährigen Wahlturnus hatten und jeweils die Hälfte ihrer Ältesten neu gewählt haben, in den „Rhythmus“ zu kommen, werden die bei dieser Wahl gewählten Ältesten nur eine Amtszeit von drei Jahren haben. Die nächste Ältestenwahl für alle Gemeinden findet im Herbst 2025 statt.

Welche Vor- und Nachteile hat der künftige Wahlturnus von 6 Jahren?

In diesem Jahr werden die ­Ältesten ausnahmsweise für eine Amtszeit von 3 Jahren gewählt. Alle Ältesten haben bei uns sonst eine Amtszeit von 6 Jahren. Der veränderten Wahlrhythmus, also nur noch alle 6 Jahre zu wählen, bedeutet zunächst eine Entlastung der Kirchengemeinden. Und auch der Kirch­lichen Verwaltungsämter und aller an der Durchführung der Wahl ­Beteiligten. Sie bedeutet auch eine finanzielle Entlastung. 

Es stellt die Gemeindekirchenräte aber vor die Herausforderung, in den 6 Jahren beschlussfähig zu bleiben, auch wenn Älteste den ­Gemeindekirchenrat verlassen und aus ganz verschiedenen Gründen ihr Amt niederlegen. Das kann gerade für kleine Gemeindekirchenräte schwierig werden. 

Ältestenwahlen sind immer auch eine gute Gelegenheit, mit allen ­Gemeindegliedern in Kontakt zu kommen und Rechenschaft für die bisherige Arbeit abzulegen. Nun ist es Sache der Kirchengemeinden, selbst diesen Kontakt während der 6 Jahre zu pflegen und die ­gesamte Gemeinde informiert zu halten.

Wird es wieder einen zentralen Wahlbrief aus dem Konsistorium geben, den die Gemeinden auch zur Vorstellung der Kandidierenden nutzen können?

In der vorangegangenen Wahl ­hatten wir verschiedenes Material bereitgestellt. Nicht alles hat sich ­bewährt. Das Muster für die Kandidatenvorstellung hat sich nach den Rückmeldungen, die wir erhalten hatten, nicht bewährt, wir bieten es daher nicht mehr an.

Was passiert, wenn eine Gemeinde nicht genügend Kandidierende ­findet? Wie wird das gelöst?

Da wird im Einzelfall geschaut: Kann die Zahl der zu wählenden ­Ältesten noch heruntergesetzt werden? Falls ja, kann gewählt werden, falls nein, muss die Wahl abgesagt werden. 

Wenn die Wahl ausfallen muss, ist der Kreiskirchenrat in der Pflicht, für die Leitung dieser Kirchen­gemeinde eine Lösung zu finden. Das kann ein Bevollmächtigtenausschuss sein oder ein benachbarter Gemeindekirchenrat wird beauftragt oder der Kreiskirchenrat übernimmt diese Aufgabe selbst. 

Wirken sich das Gesetz über die Mindestmitgliederzahlen und das Gemeindestrukturgesetz auf die GKR-Wahlen aus? 

Auf diese Wahl wirken sich diese  Gesetze kaum aus, da in diesem Jahr nur die Kirchengemeinden wählen, die einen dreijährigen Wahlturnus haben. Sie liegen oft mehr im städtischen ­Umfeld und diese Gemeinden sind eher größer. Die kleinen Kirchen­gemeinden haben sich meist für den sechsjährigen Wahlturnus entschieden und wählen erst 2025. 

Wie viele Gemeindefusionen gab es im Vorfeld deshalb schon mit Blick auf die GKR-Wahl?

Aus den oben genannten Gründen gab es wenig Strukturveränderungen. Allerdings ist im vergangenen halben Jahr die Zahl der ­Kirchengemeinden, die Beschlüsse über ihre Vereinigung übersandt oder um Beratung gebeten haben, extrem nach oben gegangen. Allein zum 1. Januar 2023 werden rund 12 neue Kirchengemeinden aus etwa 50 bisherigen Kirchengemeinden entstehen.

Wie viele Gemeinden wählen ihre GKR, wie viele Wahlberechtigte sind zur Wahl aufgerufen und wie viele Kandidierende müssen gefunden werden?

Da haben wir leider kaum Zahlenmaterial. Nur die Zahl der Wahlberechtigten können wir ziemlich genau benennen: 530000. Welche Kirchengemeinden wie viele Älteste wählen, wissen wir nicht.

 

Informationen zur GKR-Wahl und ­Ansprechpersonen für Älteste

Kirchengemeinden können der Wahlbenachrichtigung bis zu zwei Blätter DIN-A4 in schwarz-weiß vor- und rückseitig ­bedruckt beifügen. Das erfolgt nur durch das Hochladen einer entsprechenden PDF-Datei über das jeweilige Kirchliche Verwaltungsamt. Ein Farbdruck ist nicht möglich. Ebenso können keine Broschüren oder andere Informationen auf Papier beigefügt werden. 

Die zwei Blätter können ­Gemeinden auch dazu nutzen, um eine Einladung zu einem Gemeindefest oder einem Konzert oder einer anderen Gemeindeveranstaltung, einen Spendenaufruf oder einen Gemeindebrief beizufügen. Dabei ist zu beachten, dass die Briefe den Gemeindegliedern erst zwei bis drei ­Wochen vor dem Wahltermin am 13. November zugehen. Bis spätestens Montag, 19. September, um 8 Uhr muss die Datei beim Kirch­lichen Verwaltungsamt sein. Ansprechpartner für alle Fragen zur „Beikuvertierung“ ist das ­zuständige Kirchliche Ver­waltungsamt. Kontaktadressen ­stehen auf Seite 80/81 in der ­Broschüre „In 20 Schritten zur Ältestenwahl 2022“ und auf www.gkr-ekbo.de

Handbuch Gemeindekirchenrat

Das GKR-Handbuch kann auf der Seite www.gkr-ekbo.de kostenlos heruntergeladen werden. Die Schutzgebühr für die Druckausgabe beträgt 6 Euro je Exemplar. Bestellen kann man das Handbuch per E-Mail beim AKD, Ariane Usche: gemeinde@akd-ekbo.de

GKR-Beratungstelefon 

Der Arbeitsbereich Gemeinde­beratung des AKD unterstützt und berät GKR-Mitglieder telefonisch. Das GKR-Beratungstelefon ist unter Telefon (030) 3191-123 in der Regel ­donnerstags von 19 bis 20 Uhr besetzt. Zudem ist das GKR-Beratungstelefon außerhalb dieser Zeit grundsätzlich freigeschaltet. Wenn niemand ­direkt ans Telefon geht, lässt sich am besten und sicher ein Kontakt über die E-Mailadresse gkr@akd-ekbo.de herstellen.

Ansprechpersonen im AKD (Amt für kirchliche Dienste)

Bernd Neukirch, Studienleiter
Goethestr. 26-30, 10625 Berlin
Telefon +49 30 3191-123
E-Mail b.neukirch(at)akd-ekbo.de

im Konsistorium für kirchenrechtliche Fragen:

Oberkonsistorialrätin Heike Koster,
Evangelisches Zentrum
Georgenkirchstr. 69, 10249 Berlin
Telefon +49 30 24344-242
E-Mail h.koster(at)ekbo.de

Alles zur Gemeinde­kirchenratswahl:

www.gkr-ekbo.de

Artikelkommentar

Artikelkommentar
captcha
Bitte tragen Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe in das Feld ein.
Hinweis: Die von Ihnen ausgefüllten Formulardaten werden lediglich für die Zwecke des Formulars genutzt. Eine andere Verwendung oder Weitergabe an Dritte erfolgt nicht.

Artikelkommentare

(3) Artikel Name Ihr Kommentar
1. Was ist Gottes Auftrag an uns Wolfgang Banse Klare unmissverständliche Worte fand Bundespräsident Steinmeier zum Auftakt der 11
Vollversammlung des Ökumeischen Rates, der alle 8Jahre stattfindet, diesmal in der Landeshauptstadt Stuttgart,.Er verurteilte scharf, zurecht die russisch orthodoxe Kirche Russlands, was das Kriegstreiben in der Ukraine betrifft.Keine Diskriminierung wäre es gewesen ,wenn die rusisch orthodoxe Kirche Russlands als Teilnehmer der 11 Vollversammlung ausgeschlossen worden wäre.So eine Veranstaltung kostet Geld.Wie hoch belaufen sich die Kosten der Pröpstin Bammel der Evangelisch-lutherischen Kirche berlin, Brandenburg, schlesische Oberlausitz, di3e an der 11. Vollversammlung des ökumenischen Rates teil nahm.Was hat dass einzelne Glied,(Kirchenglied) davon, wenn leitende Geistliche zusammen kommen, diskutieren, debattieren?In welchen Verhältnis stehen die Kosten und die Nutzen, im Bezug auf die Kosten/Nutzenrechnung, hier EKBO?
2. Auf die Straße! Martin Wehlan Der Artikel kommt einem vor als hätte es die Aufklärung nie gegeben. Wenn man eine Gefahr beschwört und Handlungen vorschlägt, dann hat man Risiko-Abwägungen zu treffen. Immer falsch war es, die Gefahr als "absolut" darzustellen wie Frau Büttner es tut. Aufklärung ist der Weg aus der selbst-verschuldeten Unmündigkeit und verlangt, dass man den Mut hat, sich seines eigenen Verstands zu bedienen und nicht ohne Prüfung einem Zeitgeist hinterherläuft, der quasi-religiöse Zuge trägt. Was die Klima-Aktivisten fordern ist nichts weniger, als Selbstmord aus Angst vor dem Tod zu begehen. Die Folgen der deutschen Klima-Maßnahmen sieht man bereits jetzt, nämlich in den höchsten Energiepreisen der Welt, also unbezahlbaren Energiekosten, die unserer mittelständischen Industrie das Rückgrat brechen können. Und diese Folgen spüren wir nicht in 50 Jahren, sondern sehr bald. Kein Land der Welt folgt unserer "Energiewende". Die Forderungen von FFF zielen auf die Abschaffung der Marktwirtschaft durch Klima-Notstands-Maßnahmen. Dabei ist - aus naturwissenschaftlicher Sicht - nicht einmal bewiesen, dass CO2 irgend eine Temperatur erhöht, auch dann nicht, wenn es täglich propagiert wird. Ein Blick in die Eisbohrkerne reicht, um zu erkennen, dass noch nie in der Erdgeschichte der CO2-Gehalt eine Temperatur gesteuert hat. Folglich kann das kein Naturgesetz sein, denn als solches müsste es immer wirken. Außerdem hat die Anzahl der Sonnenstunden in Deutschland (im Frühling und Sommer) seit 50 Jahren um etwa 25% zugenommen. Logisch, dass es dann wärmer wird. Gegen den Klimawandel anzukämpfen ist Machbarkeitswahnsinn. Jede menschliche Kultur hat sich bisher dem Klima angepasst. Wir sollten mehr Demut vor Gottes Schöpfung haben und die Natur ist stärker als all unsere Anstrengungen, einen Klimawandel zu stoppen. Den Wind können wir nicht ändern, nur die Segel anders setzen.
3. Gottes Auftrag - Apartheid in ÖRK-Abschlusserklärung [die Kirche vom 18.9.2022 Seite 3] Dirk Stratmann Dirk Stratmann, Berlin

An der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche erinnert man an das Attentat vom 19. Dezember 2016. Doch die evangelische Kirche war zu feige, den Auftraggeber Islamischen Staat beim Namen zu
nennen. An dies Verschweigen erinnert mich teilweises Drumrumreden von Pröpstin Christina-Maria Bammel. Offensichtlich hatte sie den Appell zweier ehemaliger Botschafter Israels in Südafrika an den Weltkirchenrat gar nicht zur Kenntnis genommen. Die beiden ehemaligen israelischen Botschafter (Ilan Baruch und Alon Liel) schrieben : „ Vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen (nämlich von Apartheid in Südafrika) steigt unsere Beunruhigung über die Realität im Westjordanland sowie in Ostjerusalem, wo wir die Aprtheid, wie wir aus Südafrika kannten, heute im sprichwörtlichen eigenen Hinterhof wiederfinden. Als zwei Israelis, die im ganzen Berufsleben der Vertre-tung von Israels Interessen gewidmet haben, ist es für uns schmerzlich mitanzusehen, wie unser Land diese Ungerechtigkeiten heute in den besetz-ten palästinensischen Gebieten weiter-führt. ….. ...
Es muss außerdem betont werden, dass es nicht antisemitisch ist, Israels Behandlung der Palästinenser als Apartheid zu bezeichnen. Als jüdische Israelis sind wir der Auffassung, dass die Instrumentalisierung des Antisemitismus zur Erreichung eines politischen Ziels eine glasklare Missachtung des Begriffs darstellt. Wir sind zudem besorgt über den Versuch der deutschen Regierung, den ÖRK unter Druck zu setzen, eine Resolution zur israelischen Apartheid zu verhindern. „
Am ersten und zweiten Tag nach dem Tod von Königin Elisabeth berichteten die deutschen Medien nicht nur hierüber, sondern über Vieles und auch über den Synodalen Weg, über den
Schlussappell der 11. Vollversammlung des Weltkirchenrats meist nichts oder Windschiefes und Zensiertes, mit löblichen Ausnahmen. Die Vorgaben von Bundespräsident Steinmeier vor der ÖRK-Vollversammlung hatten ihre Wirkung getan.
Früher wohnte in einem Nachbarhaus von uns Moshe Langer, der als Jude im KL Auschwitz war und bei dem Rückzug der Deutschen auch noch andere Konzentrationslager erlebt hatte. Als Zeitzeuge ging er in die Schulklassen und berichtete über seine Erlebnisse in der NS-Zeit; gleichzeitig distanzierte er sich als Jude Moshe Langer eindeutig vom Unrecht der israelischen Siedlungs-politik. Weil ich selber auch privat Veranstaltungen zu NS-Verbrechen machte, erhielt ich jahrelang Morddro-hungen. Es ist infam, mit dem Knüppel Antisemitismus pauschal Benennung von Unrecht delegitimieren zu wollen. Das existenzielI gefährdete Israel hat ein Existenzrecht und Verteidigungsrecht. Aber wenn man signalisiert: Ihr könnt auch nach der Wahl im Herbst 2022 weitermachen wie bisher seit 1967, wird dies wie die berüchtigte Nibelungen-treue vor dem I. Weltkrieg verstanden und wohl ebenfalls schlimme Folgen haben.

Hier gelangen Sie zur Übersicht über alle Kommentare.