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RSSPrint

Woche sechs: Plastikfreies Leben in ­Zeiten von Hamsterkäufen

08.04.2020

In den sieben Wochen der Fastenzeit üben sich Karola Kallweit und Vincent Pritsch abwechselnd im ­Klimafasten und berichten hier davon. Vincent Pritsch zieht eine kritische Bilanz und ändert den Plastik-Verbrauch.

Von Vincent Pritsch

 

Die sechste Woche: „Eine Woche Zeit für ein plastikfreies Leben.“ Ist das zurzeit überhaupt möglich? Die Leute kaufen ein, was das Zeug hält. Klopapier, Nudeln, Käse, Wurst: vor allem viel Eingeschweißtes. Die damit einhergehenden Umweltschäden in Krisenzeiten sind vielen schlichtweg egal. Doch gerade jetzt sollten wir die scheinbar stillstehende Zeit zum Umdenken nutzen. Chancen tun sich auf. Durch die verhinderte Mobilität in Folge der Corona-Krise geht der Ausstoß von Schadstoffen deutlich zurück. Und auch ich möchte mich der Aufgabe für diese Woche stellen. Mein Ziel ist klar: weniger Plastik verbrauchen!

Dazu schaue ich mir erst mal an, wie viel Plastik wir in der letzten Woche verbraucht habe. Das Ergebnis sind zwei volle gelbe Säcke. Daraus soll in der nächsten Woche nur noch einer werden. Beim genaueren Hingucken fällt mir viel auf, wo wir konkret einsparen können. Unser Mineralwasser trinken wir bereits aus Glasflaschen. Saft bis jetzt noch aus Plastikflaschen. Hier möchte ich auf Glasflaschen umstellen.

Auch für Wurst und Käse verbrauchen wir viele Verpackungen. Hier will ich ­direkt bei der Frischetheke einkaufen, da dort in Papier verpackt wird. Was mich sehr ärgert ist, dass in ­herkömmlichen Supermärkten Obst und Gemüse häufig nur in Plastik verpackt erhältlich ist. In unseren gelben Säcken finde ich eine extra Verpackung für Rucola, Tomaten und Weintrauben. Die ­lassen sich auf jeden Fall einsparen! Hygienischer sind Plastikverpackungen nicht, denn wenn ich meine ­Lebensmittel nach dem Einkauf ­ordentlich abwasche, sind sie frisch und sauber.

In dieser Woche gehe ich deshalb zu einem Biomarkt. Trotz der ­Corona-Krise sind diese weiterhin geöffnet. Mein Obst und Gemüse packe ich in Baumwollsäckchen ein, ­welche ich immer wieder benutzen kann. Als Alternative dazu kann man auch die Papiertüten vor Ort verwenden und sie danach als Müllbeutel für den Biomüll weiter verwerten.

Außerdem finde ich in unseren gelben Säcken eine Menge Verpackungen für Süßigkeiten. Diese sind oft doppelt und dreifach in Plastik verpackt. Deshalb nehme ich mir vor, für diese Woche möglichst auch auf Süßigkeiten zu verzichten. ­Außerdem besorge ich mir Wachs­tücher und benutze sie statt Frischhaltefolie.

Mein Fazit für diese Woche ist: Man kann nicht komplett auf Plastik verzichten gerade in Zeiten von Corona, aber man kann seinen Verbrauch so gut es geht reduzieren. Dazu müssen wir vielleicht etwas auf unseren Komfort und unsere Bequemlichkeit verzichten, erreichen jedoch damit viel. Haben Sie Mut zur Veränderung! Fangen Sie an!

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Artikelkommentare

(3) Artikel Name Ihr Kommentar
1. Er kommt, sieht und hört zu Wolfgang Banse Eine Einarbeitungsszeit wird jede/jeden Neue/ Neuen wird zu gestanden.Kommen, sehen. zu hören ist aber auf Dauer nicht angebracht. Pragmatismus ist gefragt. Suchet der Kirche und deren Glieder Bestes.
2. was meinen Sie damit? Dr. Gertrud Gumlich ich gebe Uli Frey vollkommen recht. Nur:
wie (wieder-)belebt man eine Friedensbewegung?
3. Obdachlose Wolfgang Banse Menschen ohne Obdach haben es schwer, jetzt besonders wo die Corona Pandemie ausgebrochen ist. Menschen ohne Obdach bedürfen der Hilfe, nicht nur während der kalten Jahreszeit.Leistungen die von den Kirchen erbracht werden im Bezug Versorgung von Obdachlosen sind überwiegend Fremdfinanzierungen, auch was die Lebensmittel betrifft, hier die Tafel. Aus eigenen Mitteln, hier Etat wird kaum etwas finanziert.

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