Kolumne zu den GKR-Wahlen am 30. November: Gordon Fähling empfindet die Vielfalt der Themen in seiner Kirchengemeinde als Bereicherung.
Von Susanne Atzenroth
Cumlosen. Gordon Fähling ist 1980 in Cumlosen geboren und dort fest verwurzelt. Gemeinsam mit seiner Familie lebt er bis heute in seinem Heimatdorf. Seine Verbindung zur dortigen Kirchengemeinde, im Kirchenkreis Prignitz, begann schon früh. Als Konfirmand, in einer Gruppe von zehn Jugendlichen, erlebte er, wie wichtig Gemeinschaft und Eigeninitiative sein können. Damals war die Läuteanlage der Kirche kaputtgegangen, und so entstand die Idee, dass Feierabendläuten wieder einzuführen. Jeder Konfirmand läutete dann eine Woche lang abends selbst die Glocken per Seil. Diese Erfahrung von Zusammenhalt und Verantwortungsgefühl hat Gordon Fähling geprägt.
Schon in jungen Jahren engagiert
Mit 21 Jahren trat Gordon Fähling in den Gemeindekirchenrat (GKR) von Cumlosen ein. Seit 2013 leitet er den GKR, der inzwischen zur Kirchengemeinde Unteres Elbtal fusioniert ist, als Vorsitzender, zudem engagiert er sich in Kreissynode und Kreiskirchenrat. „Natürlich macht es nicht immer Spaß, Sitzungen vorzubereiten“, sagt er mit einem Lächeln. „Aber man lernt so viel, trifft Menschen, erweitert den Horizont.“ Besonders die Begleitung von Sanierungen habe ihm gezeigt, wie vielfältig die Aufgaben sind – und wie sehr Entscheidungen vor Ort den Alltag der Menschen berühren.
Umweltbewussstsein ist die Zukunft
Die Vielfalt der Themen, von Kirchenrecht bis Finanzen, empfindet er nicht als Last, sondern als Bereicherung: „Wenn man sich interessiert, lernt man enorm viel.“ Sein Blick ist klar nach vorn gerichtet: Für ihn geht es darum, das kirchliche Erbe verantwortungsvoll zu gestalten. So denkt er über nachhaltige Projekte wie Photovoltaikanlagen auf Kirchenland nach. Gerade angesichts knapper werdender Mittel sieht er darin eine Chance, Umweltbewusstsein und Zukunftsorientierung zu verbinden.
Keine Angst vor Gesprächen und Abstimmungen
Auch bei der kommenden Wahl wird er wieder zur Verfügung stehen. Dass er noch jung ist, empfindet er als Vorteil: „Ich bin noch nicht fertig mit dem, was ich vorhabe.“ Viele Gespräche, Gedanken und Abstimmungen sind notwendig – doch genau darin sieht er seinen Beitrag dazu, wie Kirche – in der Gemeinde sowie im Kirchenkreis und darüber hinaus – auch in Zukunft lebendig bleiben kann.