Eine Frau hält vor dem Eingang einer Backsteinkirche einen Flyer in die Kamera.
Tatiana Bohlmann vom Mittenwalder Stadtmarketing hat das Programm der Paul-Gerhardt-Tage in Mittenwalde mitgeplant. Foto: Dörthe Ziemer

Paul Gerhardt: Festwoche in Mittenwalde geplant

Mittenwalde würdigt Paul Gerhardt als Sohn der Stadt mit einer Festwoche rund um seinen 350. Todestag. Geplant sind Veranstaltungen, die Leben, Lieder und Wirkung des Kirchenlieddichters in den Mittelpunkt stellen.

Mittenwalde. Einst als Krankenhaus gebaut, ist das Mittenwalder Rathaus heute neben der St. Moritz Kirche einer von zwei wichtigen Punkten, wenn es um Paul Gerhardt in Mittenwalde geht. Vor knapp 100 Jahren, zum 300. Geburtstag des großen Kirchenlieddichters, wurde der Grundstein gelegt, und das Haus bekam den Namen Paul-Gerhardt-Haus. Die Stadt selbst schmückt sich seit 2018 mit dem Beinamen „Paul-Gerhardt-Stadt“. Von 1651 bis 1657 predigte Paul Gerhard in der St. Moritz Kirche und schrieb zahlreiche Kirchenlieder.

Warum Paul Gerhardts Themen uns alle angehen

Heute hat die Stadtmarketing- und Tourismus-Beauftragte Tatiana Bohlmann im Paul-Gerhardt-Haus ganz oben unter dem Dach ihr Büro. Sie kam vor drei Jahren aus Stuttgart nach Mittenwalde und arbeitet seit zwei Jahren im Rathaus. Sie habe sich erst einmal intensiv mit dem großen Sohn der Stadt beschäftigen müssen, um mehr über dessen Bedeutung zu erfahren, sagt sie. „Seine Themen gehen uns alle an“, resümiert sie mit Blick darauf, dass es in den Texten oft um Krieg und Frieden, Hoffnung und Trauer geht. Die poetische Sprache erleichtere auch heute noch den Zugang dazu, sagt sie. „Man muss nicht unbedingt kirchlich sein, um solche Themen gut zu finden.“

Mittenwalde holt Paul Gerhardt zurück ins öffentliche Bewusstsein

Für das Gedenkjahr zum 350. Todestag Paul Gerhardts hat Tatiana Bohlmann, gemeinsam mit vielen anderen Akteuren, eine Festwoche kreiert, die rund um den Todestag am 27. Mai stattfindet. „Solche Tage sind wichtig, um Paul Gerhardt immer wieder ins Bewusstsein der Menschen zu holen“, sagt sie. In der Arbeitsgruppe sind auch Pfarrerin Michaela Jecht, Kantorin Christine Borleis, der Gemeindekirchenrat sowie langjährige Engagierte wie Regina Neumann und Pfarrer im Ruhestand Christoph Kurz.

„Wir haben unsere Ideen zu sammengetragen und geschaut, was finanziell machbar ist“, be richtet Tatiana Bohlmann über den Findungsprozess. Zugleich wollte man im Umfang hinter den Vor haben der Stadt Lübben zurück bleiben, wo Paul Gerhardt seine letzte Ruhestätte gefunden hat. Herausgekommen ist ein Programm, das sowohl auf die Dichtung Paul Gerhardts und deren Vertonungen, als auch auf sein Leben und seine Wirkung bis heute blickt.

Das Programm der Paul-Gerhardt-Tage in Mittenwalde gibt es hier.

Aktuelles

Newsletter