Wasserburg
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Reisetipp: Pilgermenü im „Alten Konsum“

Susanne Atzenroth über Kuriositäten auf der letzten Etappe des Pilgerweges nach Bad Wilsnack.

Von Susanne Atzenroth

Die Pfade nach Bad Wilsnack sind seit dem Mittelalter unzählige Menschen gepilgert. Damals sehnten sie sich nach Heilung, heute suchen sie Entspannung in der Natur und Inspirierendes am Wegesrand. Ein paar regelrechte Kuriositäten halten die letzten Etappen des 130 Kilometer langen Weges bereit. Etwa in Barsikow, wo nicht nur ein Pilgerquartier im Kirchturm wartet, sondern auch ein uriger Dorfkonsum mit Gaststätte.

Pilgerstop im „Konsum“

Ein kurzer Anruf genügt und Anna Funke schließt die Tür extra für die Pilgernden auf, die hier nicht nur eine Pilgermahlzeit, sondern auch eine nette Unterhaltung und ein gemütliches Plätzchen im Schatten finden. Ansonsten ist der „Alte Konsum Barsikow“, der auch Dorftreff und Leihbücherei ist, Freitagabend und Sonntagnachmittag geöffnet.

Kurioses in der Wusterhausener Kirche

Von Barsikow aus sind es noch 60 Kilometer durch Feld und Flur bis nach Bad Wilsnack. Doch schon nach wenigen Kilometern lohnt zunächst ein Besuch in der Wusterhausener Kirche St. Peter und Paul. Eine Spottfreske schaut hier schelmisch von der Wand – mit echter Zigarre im Mund. Ein Witz? Ja, es waren wohl Jugendliche, die sich in den 1960er Jahren diesen Scherz erlaubten, der uns heute noch schmunzeln lässt.

Eine Wasserburg in Brandenburg

Eine letzte Sehenswürdigkeit auf dem Weg ist die älteste, erhaltene Wasserburg Deutschlands, die circa um 1200 erbaut wurde. Nur wenige Kilometer sind es von hier bis zum Ziel, der Wunderblutkirche in Bad Wilsnack. Was für ein imposantes Gebäude! Neben Rom und Santiago wurde sie im Mittelalter nach einem Hostienwunder zu einem wichtigen Wallfahrtsziel Europas. Die Hostien gibt es nicht mehr, aber dem Schrein, in der sie einst aufbewahrt wurden, leuchtet heute in einem ganz besonderen Licht der neuen Kirchenfenster von Leiko Ikemura.

Ziel: Wunderblutkirche Bad Wilsnack mit neuen Kirchenfenstern

Eine gute Gelegenheit, in die Pilgertradition des Mittelalters einzutauchen, ist das 21. Pilgerfest
mit Pilgerwanderung und buntem Markttreiben, zu dem der Förderverein der Wunderblutkirche am Samstag, dem 17. August 2024 ab 10 Uhr einlädt.

Tipp: Diese und viele weitere Reisetipps gibt es in der Reisebroschüre „Himmlische Touren durch Brandenburg“.Sie kann digital oder gedruckt kostenlos bezogen werden unter:
www.reiseland-brandenburg.de/shop/prospektbestellung/

Zum Foto: Die Plattenburg, älteste erhaltene Wasserburg Deutschlands.
Foto: Susanne Atzenroth.

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