Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in der City von Westberlin steht bis heute als Mahnmal für den Zweiten Weltkrieg. Martin Germer, früherer Pfarrer der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche hält am 17. Februar im Jüdischen Gemeindehaus in Berlin- Charlottenburg einen Vortrag über die Gedächtniskirche und ihre jüdischen Nachbarn.
Zeit von 1890 bis 1959
Er beleuchtet dabei die Zeit zwischen 1890 und 1959. Germer führt in seinem Vortrag in die widersprüchlichen Aspekte der Geschichte der Kirche ein und kommt dazu mit Reinhard Naumann, Evangelischer Vorsitzender der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit ins Gespräch.
Einweihung des Jüdischen Gemeindehauses in der Fasanenstraße
Die Einweihung des Jüdischen Gemeindehauses 1959 steht am Schluss der Spurensuche, die mit den Plänen zum Bau der alten Gedächtniskirche 1890 einsetzt. Die mitten in den neuen Berliner Westen hineingesetzte Kirche hatte von Anfang an sehr viele jüdische Nachbarinnen und Nachbarn. Aber gab es Berührungspunkte zwischen dieser evangelischen Kirche und den jüdischen Menschen, die hier lebten, sowie zur Jüdischen Gemeinde, die 1910 bis 1912 ihre erste große Gemeindesynagoge in Berlin-West fast nebenan errichtete?
Spurensuche zwischen Synagoge und Kirche
Wie stellte man sich an diesem kirchlichen Ort zum Antisemitismus der Nationalsozialisten und ihrer Politik der sich steigernden Diskriminierung, Vertreibung, Entrechtung und schließlich systematischen Ermordung der Juden in Deutschland und in den eroberten Ländern? Und was geschah nach 1945? Zu diesen Leitfragen erbrachte die Spurensuche eine große Menge von Informationen und Erkenntnissen, die weit über den Ort hinaus bedeutsam sind.
Veranstaltung
„Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche und ihre jüdischen Nachbarn. Eine Spurensuche zwischen 1890 und 1959“
Wann: Dienstag, 17. Februar, 18.30 Uhr.
Wo: Jüdisches Gemeindehaus der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Fasanenstraße 79–80, Charlottenburg, Anmeldung unter: gcjz.berlin@t-online.de oder Telefon 030/3 821 6683,
Eintritt frei, bitte Personalausweis mitbringen.



