Illustration einer Kirche, die bei Nacht leuchtet
Illustration: promo

Nacht der offenen Kirchen: Eine Pfingstnacht im Zeichen der Vielfalt

Zur „Nacht der offenen Kirchen“ am 24. Mai locken viele Angebote von Brandenburger und Berliner Gemeinden. Unser Autor hat sich den Norden Berlins angeschaut.

Von Walter Plümpe

Berlin. Am Pfingstsonntag, 24. Mai, laden die Mitgliedskirchen des Ökumenischen Rates Berlin-Brandenburg (ÖRBB) in ökumenischer Verbundenheit zur 24. Nacht der offenen Kirchen ein. Der Leitgedanke ist „Einheit in Vielfalt“. Drei Tage nach dem „Aktionstag Zusammenhalt in Vielfalt“, der bundesweit erstmals begangen wird – thematisieren also zwei verschiedene Initiativen ein friedliches Zusammenleben aller Menschen in Deutschland. „Wir erleben Zeiten, in denen auf Weltebene sicher geglaubte Ordnungen und Bündnisse zerbrechen“, heißt es in der Einladung des ÖRBB. Und weiter: „Offene Kirchen sind Orte der Begegnung, die uns guttun.“

Ökumenischer Kirchenweg in Berlin-Pankow

So vielfältig wie die rund 100 gastgebenden Gemeinden ist auch das Programmangebot für die Besucher*innen der Kirchen in Berlin und Brandenburg. Musik und Kultur, Stille und Begegnungen, Führungen und Andachten, um Kirchenräume in besonderer Atmosphäre zu erleben. „Vier Kirchen an einem Weg“ nennt sich ein ökumenisches Angebot in Berlin-Pankow. Zu Beginn spielt Georg Gottschlich um 19 Uhr Romantische Orgelklänge in der Immanuelkirche (Prenzlauer Allee 28). Um 20 Uhr setzen Anne Sommer-Bloch, Violine, und Marvin Gasser, Orgel, in der St. Bartholomäuskirche (Friedenstraße 1) den Abend fort. Um 21 Uhr spielt ein Quartett „Liquid Soul – Musik aus Luft und Wasser“ in der Advent-Kirche (Danziger Straße 201). Um 22 Uhr folgt ein meditatives Programm mit musikalischen Improvisationen, Liedern, Texten und Gebeten zum heiligen Geist in der katholischen Kirche Ss. Corpus Christi (Conrad-Blenkle-Straße 64). Die jeweiligen Einheiten dauern etwa 30 Minuten, sodass Gäste von Kirche zu Kirche gehen können, ohne etwas zu verpassen.

Nacht der offenen Kirchen: Pfingstandacht, Taizé und Orgelmusik

Ökumenisch ist auch die „AbendbeSINNung zu Pfingsten“ um 20.30 Uhr im Stadtkloster Segen (Schönhauser Allee 161). Der meditativ-kreative Gottesdienst geht über in einen Austausch bei Tee und Keksen. Zu Taizégebeten und -gesängen bei Kerzenschein lädt die Kirche im Paul Gerhardt Stift (Müllerstraße 56-58) ab 22 Uhr ein. Die Nacht soll Raum für persön­liches Gebet bieten und als stille Begegnung ausklingen.

Um 16 Uhr wird in der katho­lischen Kirche St. Joseph (Müllerstraße 161) eine Heilige Messe in polnischer Sprache angeboten. Ab 17.30 Uhr ist die Kirche zu besichtigen. Um 18.30 Uhr folgt eine Führung zur Geschichte und Ausgestaltung der Kirche. Um 20 Uhr spielt Joachim Smolka ein Konzert auf der Eisenbarth-Orgel. Um 21 wird das Apsis-Mosaik „Triumph des Kreuzes“ erläutert.

Herz-Jesu-Kirche und Zionskirche mit Musik und Kunst

Werke aus Litauen, Armenien, Italien, Argentinien, Japan und anderen Ländern erklingen um 20 Uhr in der Herz-Jesu-Kirche (Fehrbelliner Straße 99). Das Trio „Orgavoce“ (Sopran, Mezzosopran und Orgel) musiziert das Abschlusskonzert zum 2. Internationalen Orgelsommer „nah und fern“.

„Wandern. Wachsend“ heißt die Ausstellung von Altarbildern auf der Empore der Zionskirche (Zionskirchplatz). Ab 18 Uhr ist sie während der Kirchenführung zu besichtigen. Der Vespergottesdienst zum Pfingstsonntag um 19 Uhr wird von gregorianischen Gesängen der Kantorei und der Choralschola begleitet. Um 22 Uhr sind Triosonaten mit Flöte, Violine und Viola da Gamba zu hören, ab 23 Uhr auf
einer Bambusflöte. Danach klingt der Abend mit Orgelimprovisationen mit Klarinette aus.

Das komplette Programm der teilnehmenden Kirchen finden Sie hier.

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