Kirchliche Erinnerungsorte stehen vor neuen Herausforderungen. Bei einer Veranstaltung in Berlin kommen Engagierte zusammen, um über Perspektiven der Erinnerungsarbeit zu sprechen.
Berlin. Flucht, Vertreibung, Ausgrenzung und politische Verfolgung gehören zu den prägenden Themen von Erinnerungskultur. Die engagierten Menschen an Erinnerungsorten – seien sie staatlich gefördert, zivilgesellschaftlich organisiert oder kirchlich getragen – sehen sich zunehmend konfrontiert mit Versuchen politischer Vereinnahmung, Umdeutungen historischer Erfahrungen und antidemokratischen Tendenzen.
Offenes Gespräch in der Kapelle der Versöhnung
In einer Zeit, die zudem bestimmt ist von finanziellen Engpässen, Kirche im Wandel und Debatten um eine Neuausrichtung von Erinnerungskultur, stellt sich die Frage: Wie steht es um die Wahrnehmung von Gedenkorten und Erinnerungsinitiativen mit christlichem Schwerpunkt? Über Möglichkeiten und Grenzen kirchlicher Erinnerungsarbeit mit ihren ganz eigenen Impulsen, über historisch-politische Bildungsarbeit und spirituelle Zugänge können Interessierte am Donnerstag, 11. Juni, in der Kapelle der Versöhnung ins Gespräch kommen mit Ehren- und Hauptamtlichen aus bundesweit verteilten Gedenkorten und einem interessierten Publikum. Diese öffentliche Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes „Netzwerk kirchliche Erinnerungsorte“ statt. red



