Neugier wecken

Neugier wecken

Foto: Dries Augustyns/unsplash (Symboldbild)

Haben Sie schon einmal einem jüdischen Mitbürger die Hand geschüttelt? Kantorin Esther Hirsch aus der Synagogengemeinde Sukkat Schalom wirbt im Titelkommentar zum Israelsonntag um das Kennenlernen. Verschwörungstheorien und tief verankerter Antisemitismus können nur ausgeräumt werden, wenn man miteinander spricht und nicht bei Schuldzuweisungen hängen bleibt.

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die Kirche unterwegs. Das Tagebuch

Meine Reportagereise als „rollende Reporterin“ für die Kirchenzeitung ist vorüber, der Qek-Wohnwagen steht wieder in der Garage, wo ich ihn jeden Tag wehmütig anblicke. Es war ein bereicherndes Erlebnis, Zeit für Gespräche zu haben, großartige Menschen und Projekte kennenzulernen und darüber berichten zu dürfen. Überall fand ich die Begeisterung für das, was unseren gemeinsamen Glauben ausmacht. Es tat gut, mich selber in dieser „Kirchenlandschaft“ verorten zu können. Gast sein zu dürfen und trotzdem dazuzugehören – wo gibt es das sonst! Selten habe ich das Verbindende so gespürt, wie am ersten Sonntag beim Abendmahl, das ich mit der Gemeinde in Gransee teilte, oder in der Klosterkirche Himmelpfort, wo ich mit Pfarrer Gernot Fleischer (Foto Mitte) und Karl-Otto Winkler spontan das klösterliche Stundengebet zur Mittagszeit erleben durfte. Foto: Susanne Liedtke

Susanne Liedtke ist freie Journalistin und lebt in der Prignitz.

Erste Station: Neuruppin. Susanne Liedtke besucht die leidenschaftliche Bibeltexte-Zerpflückerin und Leiterin der Regianalakademie im Kirchenkreis Wittstock-Ruppin Roswitha Döring. Zum Artikel.

Zweite Station, Glambeck: Zu Besuch bei Karin Bernickel in der Kirchenklause neben der ersten Radwegekirche Deutschlands. Zum Artikel.

Dritte Station: Gransee. Susanne Liedtke in der Stadt, über die Fontane schrieb, sie sei die „festeste der Grafschaft Ruppin“. Zum Artikel.

Vierte Station: Malchow und Carmzow. Im Malchower Labyrinthpark kann man sich herrlich verlaufen und Holger Müller-Brandes stellt in Carmzow uckermärkische Dorfkirchen vor. Zum Artikel.

Fünfte Station: Friedrichswalde. Susanne Liedtke besucht Ralf Schwieger, Pfarrer im ehemals größten Holzschuhmacherdorf Deutschlands. Zum Artikel.

Sechste Station: Joachimsthal. Im Proberaum der Schinkelkirche machen Jugendliche seit 25 Jahren Musik und setzen ein lautes Zeichen gegen Gewalt und Rechtsextremismus. Zum Artikel.

Siebte und letzte Station: Himmelpfort. Susanne Liedtke trifft Karl-Otto Winkler, Initiator des brandenburgischen Klosterweges, der in Himmelpfort beginnt und vom Frühjahr bis zum Winter alle Wanderwünsche erfüllt. Zum Artikel.

Weitere Meldungen

Trinitatiskirche erhält Turmkreuz zurück

Trinitatiskirche erhält Turmkreuz zurück

Berlin/dk Fast 16 Monate war die Trinitatis­kirche auf dem Charlottenburger Karl-August-Platz einige Meter kleiner als sonst: Ein riesiger Kran hatte ihr im April 2018 das Turmkreuz abgenommen, da sowohl die in die Jahre gekommene Befestigung als auch das Kreuz selbst dringend saniert werden mussten. Dank großzügiger Spenden konnte das vor dem Ersten Weltkrieg geschmiedete dreidimensionale Turmkreuz innerhalb eines Jahres aufgearbeitet werden. Am 15. August kehrte es an seinen prominenten Platz zurück. Mit einem Festgottesdienst zur Wiedereinweihung des Kreuzes am Sonntag, 25. August, um 14 Uhr und einem anschließenden Kaffeetrinken bedankt sich die Gemeinde bei allen Spendern.

Schulstiftung der EKBO feiert 15-jähriges Bestehen

Schulstiftung der EKBO  feiert 15-jähriges Bestehen

Berlin/dk Mit einem Festgottesdienst für geladene Gäste am 22. August in der Nikolaikirche am Alten Markt in Potsdam und einem Empfang im Museum Barberini feiert die Evangelische Schulstiftung in der EKBO das Jubiläumsjahr ihrer Gründung vor 15 Jahren. Damals gingen 13 Evangelische Schulen von der Trägerschaft der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) in ihre Verantwortung über. Heute stehen 32 Schulen in Berlin und Brandenburg und 16 Horte unter ihrer Trägerschaft.  

Aufruf zum Glockenläuten am 9. Oktober um 18.35 Uhr (Kopie)

Aufruf zum Glockenläuten am 9. Oktober um 18.35 Uhr (Kopie)

Lindau/epd Die Weltversammlung der groessten interreligioesen Nichtregierungsorganisation "Religions for Peace" (Religionen fuer den Frieden) ist am Dienstag (20.08.19) in Lindau am Bodensee von Bundespraesident Frank-Walter Steinmeier eroeffnet worden. 900 Chr​isten, Muslime, Hinduisten, Buddhisten, Juden und andere Religionsvertreter aus ueber 100 Laendern beraten bis Freitag ueber Loesungen fuer aktuelle Konflikte. Foto: epd

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Aktuelle Ausgabe: 34/2019

Artikel

Auf den Spuren klösterlicher Traditionen

Auf den Spuren klösterlicher Traditionen

Pfarrer Gernot Fleischer (links) ließ sich von Karl-Otto Winkler für die Idee des Brandenburger Klosterweges begeistern. Als Inspiration dienten die anderen Pilgerwege im Norden Brandenburgs: der Bernhardspfad in Lehnin und der Annenpfad in der Prignitz, der Heimat von Karl-Otto Winkler. Foto: Susanne Liedtke

Den Ort Himmelpfort kennen viele Kinder. Das Weihnachtspostamt erhält jährlich hunderttausende Briefe. Nun ist der Ort um eine Attraktion für das restliche Jahr reicher. Susanne Liedtke traf Karl-Otto Winkler, Initiator des brandenburgischen Klosterweges, der in Himmelpfort beginnt und vom Frühjahr bis zum Winter alle Wanderwünsche erfüllt.

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Haltung zeigen: Nicht immer einfach

Haltung zeigen: Nicht immer einfach

Derzeit ist die Kirche noch eingerüstet. Aber 2021  soll hier ein neuer Ort der Gemeinschaft, Seelsorge und Kultur entstehen. Foto: Nora Tschepe-Wiesinger

In Wriezen kommt man an der AfD auf dem Marktplatz nicht mehr vorbei. Pfarrer Christian Moritz fällt es schwer, mit AfD-Mitgliedern und Symphatisanten zu diskutieren. Denn oft wird es schnell menschenverachtend und rassistisch. Nora Tschepe-Wiesinger war vor Ort und sprach mit dem Pfarrer, der nicht allein aber oft einsam mit seiner Meinung steht. Hier gibt es den kompletten Artikel.

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„Ich wünsche mir eine demütige Theologie“

„Ich wünsche mir eine demütige Theologie“

Die neue Brochüre "Amen?". 

Die von der evangelischen Landeskirche, dem Institut Kirche und Judentum und der Evangelischen Akademie zu Berlin herausgegebene Broschüre „Amen?“ zeigt: Gottesdienste sind jüdisch-christliche Begegnungsräume und Lern­orte – auch für mehr Engagement gegen Antisemitismus. Johanna Friese sprach darüber mit der verantwortlichen Redakteurin, Pfarrerin Aline Seel.

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"Wir sind in die Irre gegangen"

"Wir sind in die Irre gegangen"

Das Mahnmal in Eisenach erinnert seit dem 5. Mai 2019 an die Geschichte des sogenannten Entjudungsinstitutes. Foto: Sascha Willms/epd

Vor 80 Jahren entstand in Eisenach das "Entjudungsinstitut", das vor allem die Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben zum Ziel hatte. Christoph Markschies beschreibt den grotesken historischen Unsinn und die erst sehr junge Entwicklung der evangelischen Theologie ohne Antijudismus seit knapp 50 Jahren. 

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Wahl 2019: Soziale Gerechtigkeit

Wahl 2019: Soziale Gerechtigkeit

Soziale Gerechtigkeit bedeutet auch Menschen mit Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt zu integrieren: Alisa Hecht, eine junge Frau mit Downsyndrom, absolvierte vor mehreren Jahren im Rahmen eines Modellprojektes der Bundesagentur für Arbeit eine hauswirtschaftliche Ausbildung in der Küche einer evangelischen Kindertagesstätte im rheinland-pfälzischen Mutterstadt. Foto: epd

„Und der Gerechtigkeit Frucht wird Friede sein, und der Ertrag der ­Gerechtigkeit wird Ruhe und Sicherheit sein auf ewig“, so sagt es der Prophet Jesaja in Kapitel 32,17. Soziale Gerechtigkeit ist für unser Land, unsere Städte und Kommunen von grundlegender Bedeutung. Sie sichert, sie ist überlebensnotwendig. Was also schafft Gerechtigkeit? Vor dieser Frage sind die Wahlprogramme der antretenden Parteien in Brandenburg und deren mehr oder weniger konkrete Versprechen zu lesen.

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