Ein weißer Kirchturm vor einem blauen Himmel.
Der Kirchturm der Dorfkirche Sperenberg. Foto: Hans Tödtmann

Sperenberg sammelt Spenden für Kirchturmsanierung

Die Dorfkirche Sperenberg blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Nun steht die Sanierung ihres Kirchturms bevor – und dafür werden Spenden benötigt.

Von Henning von Dewitz

Sperenberg. Die Dorfkirche Sperenberg im Kirchenkreis Zossen-Fläming wird als Einzeldenkmal in der Denkmalliste des Landes Brandenburg geführt. Es handelt sich um eine Saalkirche, die in den Jahren 1752/53 durch den Landesbaumeister Georg F. Berger auf dem Fundament eines mittelalterlichen Vorgängerbaus errichtet wurde. Durch die beginnende Industrialisierung wuchs die Einwohnerzahl in der Region stark an. Friedrich der Große (1712–1786), König von Preußen, stellte die finanziellen Mittel für den Neubau zur Verfügung. Die Kirchweihe fand am 30. September 1753 statt.

Sperenberg: Ein Blitz schlug in den Kirchturm ein

Ein Blitz schlug 1760 in den Turm ein. Ein Turmfenster, die Uhr sowie eine Glocke wurden beschädigt, die Glocke einige Zeit später ersetzt. Zu einem späteren Zeitpunkt trennte man die Apsis ab und schuf so den Raum für eine Sakristei. Im Zweiten Weltkrieg schlug im April 1945 eine Granate in den Kirchturm ein und zerstörte das Uhrwerk sowie die südliche Ecke des Turms.

In den Jahren 1966 und 1967 erfolgte nach Schwammbefall eine Restaurierung des Innenraums. Dabei wurde unter anderem die obere Etage der Empore ausgebaut, die Dachkonstruktion erneuert und die Kassettendecke mit Gipskartonplatten verkleidet, die aus Sperenberg stammten. Die Arbeiten wurden 1967 abgeschlossen. Zuletzt sanierte die Gemeinde das Bauwerk von 2001 bis 2009. Mit dem 80 Meter hohen Gipsberg am Ostrand des Ortes gibt es in Sperenberg eine für Brandenburg einmalige geologische Besonderheit.

Der Gipsabbau erlebte diverse Epochen, wurde aber 1958 endgültig aufgegeben. Heute lädt das „Naturschutzgebiet Sperenberger Gipsbrüche“ zu Erkundigungen ein, inklusive eines Aussichtsturmes. Die in der ehemaligen Dorfschule eingerichtete Heimatstube zeigt Ausgrabungsobjekte der Ur- und Frühgeschichte sowie heimatgeschichtliche Exponate.

Kirchturm der Dorfkirche Sperenberg muss saniert werden

Aufgrund der Restaurierungen in den 50er und 60er Jahren ist die Innenausstattung der Kirche heute neuzeitlich geprägt. Das an der Chorostwand hängende Kreuz schuf der Sperenberger Bildhauer Egon Liebold.

In der Kirche finden regelmäßig Gottesdienste statt und sie wird für diverse weitere Veranstaltungen genutzt, unter anderem für das Kirchencafé. Aktuell steht nun die Kirchturmsanierung bevor. Zum Umfang der Arbeiten gehören unter anderem die Dachkonstruktion und die Dachdeckung. Der Förderkreis Alte Kirchen e.V. bittet für dieses Vorhaben um Spenden.

Spendenkonto: Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V.
IBAN: DE94 5206 0410 0003 9113 90
Verwendungszweck: Dorfkirche Sperenberg

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