Fünf Jugendliche liegen bäuchlings auf einer grünen Wiese in kreisförmiger Anordnung und unterhalten sich.
Symbolfoto: IMAGO / Westend61

Landesjugendcamp: Es wird „Neuland“ erkundet

Rund 500 junge Menschen kommen vom 19. bis 21. Juni in Hirschluch zum Landesjugendcamp der Evangelischen Jugend Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz zusammen. Unter dem Motto „Neuland!“ geht es um neue Erfahrungen, Begegnungen und die Frage, was die Jugend heute bewegt. EJBO-Vorstandsmitglied Lukas Lechler gibt Einblicke in die Vorbereitungen und seine Erwartungen an das Camp.

Das Landesjugendcamp steht unter dem Motto „NEULAND!“. Wofür steht das Motto?
Lukas Lechler: Das Motto „Neuland!“ soll dazu anregen, neue Dinge auszuprobieren und neue Erfahrungen zu machen. In einer Zeit, in der viele Jugend­liche nur zu Hause sitzen und ­zwischen Hausaufgaben und technischen Geräten wechseln, ist es wichtig Abwechslung in das Leben zu bringen. Wir freuen uns sehr ­darüber, dass sich ungefähr 500 Menschen dazu entschieden haben, auf das Landesjugendcamp zu fahren und eine Abwechslung in ihren Alltag zu bringen.

Was erhoffen Sie sich, was Jugendliche vom Camp mit nach Hause nehmen?
Die Hoffnung ist, dass der Perspektivwechsel und der Ansporn etwas Neues zu tun, mit nach Hause, in
die Gemeinden und Kirchenkreise genommen wird. Ansonsten besteht natürlich die Hoffnung, dass sich neue Freundschaften ent­wickeln und sich die Jugend unserer Landeskirche besser vernetzt.

Was war für Sie selbst ein besonderes Erlebnis auf einem ­Landesjugendcamp in der Vergangenheit?
Ich war bisher nur auf einem Landesjugendcamp. Daher habe ich leider nur wenige Highlights. Ein Highlight für mich war aber das Volleyballspielen. Hier habe ich viele Menschen verschiedenen Alters getroffen, mit denen tolle Gespräche und Spiele entstanden sind. Zudem war die Silent Disco schön und auch generell das abendliche Quatschen und Kartenspielen mit Freunden und Bekannten ist nach den langen Tagen mit wenig Schlaf angenehm und teilweise auch sehr lustig.

Seit Herbst 2025 sind Sie mit Enja Blümel und Jonas Prokasi im EJBO-Vorstand tätig. Gibt es eine Erfahrung aus den vergangenen Monaten, die Sie besonders geprägt hat?
In der bisherigen Zeit als EJBO-Vorstand hat mich persönlich die Vorbereitung für das Camp geprägt. Ich bin mit vielen Personen aus dem Amt für kirch­liche Dienste in der EKBO und den verschiedenen Kirchenkreisen in Kontakt gekommen und konnte dadurch interessante Gespräche führen.

Welche Themen beschäftigen aus Ihrer Sicht derzeit besonders junge Menschen? Was wünschen sie sich heute von Kirche?
Ich würde sagen, dass das Thema Wehrpflicht im Moment viele Jugendliche beschäftigt. Zusätzlich kommen dann noch die „normalen“ Herausforderungen wie Schulwechsel, Abitur oder Prüfungen allgemein. Ich bin der Meinung, dass sich die Menschen von der Kirche wünschen, ansprechbarer zu sein. Also, dass es im Rahmen der Kirche mehr Angebote gibt, an die Jugendliche sich wenden können, wenn die Aufgaben, der Stress zu viel werden und sie jemanden zum Reden oder für einen Ratschlag brauchen.

Die Fragen stellte Constance Bürger.

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