Zur Hauptnavigation springen Zur Suche springen Zum Inhalt springen
RSSPrint

Steuerfrau der Weggemeinschaft

10.02.2021

Mit der Konstituierung der Fünften Landessynode in der kommenden Woche endet die Amtszeit von Präses Sigrun Neuwerth. Im Interview mit Friederike Höhn und Sibylle Sterzik blickt sie auf ihre Amtszeit zurück, gibt Einblick in ihre kirchliche Sozialisation und erklärt, warum der Begriff Karriere in der Kirche ihrer Meinung nach nichts zu suchen hat

Frau Neuwerth, die konstituierende Synode wird nun doch als digitale Versammlung stattfinden müssen. Sie hätten sich lieber persönlich getroffen, oder?

Ich finde es unzureichend, die Menschen nur auf einem Bildschirm zu sehen. Außerdem braucht man auch das Gespräch zwischendurch. Das digitale Format hat uns vieles ermöglicht, aber es ersetzt das andere eindeutig nicht. Unterm Strich ist das ein unschönes Ende der einen und ein unschöner Beginn der anderen Synode. 

Was war Ihr persönliches Highlight in Ihrer Zeit als Präses?

Zwei Sachen finde ich nach wie vor sehr wichtig. Wir haben innerhalb von drei Synoden sehr aufwändig das Thema Frieden ausgeleuchtet. Das war beileibe nicht genug, man muss weiter dranbleiben, gerade beim gesellschaftlichen Frieden angesichts antisemitischer und rassistischer Tendenzen, die wir immer wieder sehen können. Da haben wir auch mit dem Papier „Haltung zeigen“ einen wichtigen Beitrag geleistet, das in den Gemeinden und Kirchenkreisen viel debattiert wurde. Und das sind nur zwei Beispiele, die die Synode gut gemacht hat.

In Ihrer Amtszeit wurde auch die „Trauung für alle“ eingeführt. War das auch ein Höhepunkt für Sie? 

Ich fand gut, dass wir das gemacht haben, aber ich hätte das von mir aus nicht aktiviert. Das wäre immer so rübergekommen, als ob ich im privaten Interesse handeln würde.

Mussten Sie sich als Frau und als Frau, die mit einer Frau zusammenlebt, in den Kirchen­gremien besonders behaupten?

Zweiteres gar nicht. Das gleichgeschlechtliche Zusammenleben ist in der Kirche sehr entspannt, aber das ist auch im öffentlichen Dienst so. Zum ersten Punkt: Ja. Als Frau muss man immer wieder dieselben Hürden überwinden– egal in welchem Gremium. Gezielt überhört zu werden, das habe ich sehr intensiv erlebt. Wenn ein Mann das Gesagte nur wiederholt, ist es plötzlich wichtig, und nur er wird damit zitiert. Dieses Niederschweigen von Frauen, das ist schon enorm. Das ist in der Kirche nicht anders als anderswo. Ich bin ganz dankbar, dass Frauen sich auch mal gegenseitig beispringen. Aber ich finde, das passiert zu selten.

Gibt es etwas, dass Sie noch gerne als Präses umgesetzt hätten?

Ich hätte gerne den Zyklus der Synoden abgeschlossen mit dem Themenbereich Seelsorge und Verkündigung, um deutlich zu machen: Das ist es, wofür wir das alles überhaupt machen. Alle Gesetze und Haushalte dienen nichts anderem, als dass Kirche aktiv bleiben kann und den Menschen erzählt, was ihr Leben hält und ihm Ziel gibt. Das war leider nicht umzusetzen. Auch das Thema der ausgefallenen Frühjahrssynode „Kirche im ländlichen Raum“ ist weggefallen, das bedaure ich sehr.

Wie nehmen Sie die Außenwirkung der Landessynode auf Kreis- und Gemeindeebene wahr?

Ich denke, es erschließt sich tatsächlich nicht von alleine, wie die Kirche bei uns aufgestellt ist, sondern man muss sich kümmern. Vielleicht müssen wir neue Wege finden, besser zu kommunizieren. Als ich Präses in der Kreissynode war, haben wir immer nach der Landessynode einen Informationsabend organisiert. Aber das Interesse war irgendwann verschwunden. Da habe ich gemerkt, dass die Themen der Landessynode in den Kirchenkreisen als wenig bedeutend wahrgenommen werden. Da ist eine Lücke zu füllen, auch in den Gemeinden. Sonst gerät die Landessynode völlig aus dem Blick.

Welches ist Ihr Bild von Kirche?

Ich wünsche mir meine Kirche als eine spürbare Weggemeinschaft mit vielen Ehrenamtlichen, die sich um Christus versammelt und den oder die Pfarrer*in in ihrer Mitte hat. Die strahlkräftig den Ort erhellt, an dem sie ist und Menschen anspricht. Das ist etwas, was wir gerade in den vergangenen Monaten auch zeigen konnten, als die Kirchen offen waren und für viele zu einem Zufluchtsort wurden.

Haben Sie da ein besonderes Beispiel in Erinnerung? 

Die Gottesdienste „to go“, die an vielen Orten ausgehängt waren. Bei uns in Wilhelmsruh feiern wir am Gründonnerstag normalerweise ein Tischabendmahl. Das ging nicht. Aber es gab einen Gottesdienst zum Mitnehmen, den wir auch an Haushalte verteilt haben. Ich habe von Nachbarn gehört, dass sie das weitergegeben haben und so Menschen angesprochen wurden, die nie auf die Idee gekommen wären, zum Tischabendmahl zu gehen. Ob sie dann dauerhaft interessiert sind oder nicht, kann ich nicht sagen. Wir tun, was wir können und sprechen von dem, der unserem Leben Halt und Sinn gibt. Und dann wird das Wort weitergehen.

Die Kirche steht vor großen Herausforderungen mit sinkenden Einnahmen und Mitgliederzahlen. Glauben Sie, dass sie sich radikal verändern wird oder gar verändern muss?

Die Kirche wird sich immer verändern. Es wäre schlimm, wenn sie stehenbliebe. Ich glaube, dass Christus seine Kirche nicht fallen lässt, aber er hat nicht von einer Beamtenkirche gesprochen. Es werden sicher weiterhin beruflich Mitarbeitende gebraucht für Seelsorge und Verkündigung, Musik, Recht und Verwaltung. Aber vieles muss ehrenamtlich geschehen. Ich bin mir sicher, dass wir weiterhin Kirche sein können und hoffe darauf, dass sich immer Menschen finden, die bereit sind, mitzuwirken. Da wird es sicherlich viel Veränderung geben. Aber ich glaube nicht an Radikalität, die funktioniert nicht.

Wie war Ihre eigene kirchliche Sozialisation?

Ich bin in Westdeutschland aufgewachsen und da war es damals normal, dass man sich zur Kirche gehalten hat. In der Grundschule wurde zu Beginn und zum Ende des Schultages gebetet. Ein Morgen­gebet, das ich heute noch kann, und ein Gebet für den Weg, das ich vergessen habe. Die biblischen Geschichten und die Lieder aus Kindertagen sind mir immer noch präsent. Nach der Konfirmation gab es eine Phase, in der ich nicht besonders viel in der Kirche war. So etwas wie eine Junge Gemeinde gab es nicht. Aber als Studentin war ich wieder dabei, in der Studierendengemeinde. 

Im Laufe meines Lebens bin ich sehr viel umgezogen. Von Westfalen nach Bayern, dann Frankfurt am Main, Brüssel, wieder Frankfurt, Hamburg, Bonn und Berlin. Und überall war immer Kirche als Anker. Der Ort, der es möglich macht, dass ich zu Hause sein kann. Und ich wusste immer: Solange ich eine evangelische Kirche finde, bin ich richtig. 

Wie kam es, dass Sie sich aktiv in der Kirche engagiert haben?

Richtig aktiv, das heißt ehrenamtlich tätig geworden bin ich erst in Berlin. Ich habe für meine Gemeinde in Wilhelmsruh einen Förderkreis ins Leben gerufen. Dort wurde enorm viel Geld gebraucht für das marode Kirchendach und es gab keinerlei Einnahmen oder große Sponsoren. Aber wir haben es möglich gemacht, mit Geld aus „kleinen Taschen“. So konnte das ganze Dach neu gedeckt und weitere Renovierungen in Angriff genommen werden. Ich dachte, da kann ich nützlich sein und etwas zurückgeben. Kirche hat mir immer geholfen. Jetzt kann ich der Kirche helfen.

Sie haben ja nicht nur eine Karriere in der Kirche gemacht, sondern auch in Ihrem Beruf als Referatsleiterin im Bundeslandwirtschaftsministerium. Wie haben Sie es geschafft, beides unter einen Hut zu bekommen? 

Von Karriere in der Kirche zu sprechen widerstrebt mir. Das ist nicht die richtige Einstellung. Ja, für jede Gemeinschaft muss es einen geben, der sagt: Ich übernehme die Verantwortung für die nächsten Jahre und ziehe das Schiff. Und dann muss man es wieder abgeben können und jemand anderes übernimmt. Das Karrieredenken ist: Ich bin hochgeklettert und darf nicht wieder runter. In anderen Kontexten mag das in Ordnung sein, aber ich denke, für die Weggemeinschaft Kirche kann das nicht das Bild sein.

Dann anders formuliert: Sie haben für eine bestimmte Zeit ein aufwändiges Ehrenamt übernommen – zusätzlich zu einem anspruchsvollen Berufsleben. 

Tatsächlich war es bisweilen durchaus herausfordernd. Als man mich anfragte, ob ich kandidieren wolle, dachte ich zunächst: Das schaffe ich nicht. Nach weiteren Anfragen: Ich kriege das parallel hin – um dann zu merken: klappt nicht. Also habe ich meine Berufstätigkeit auf 80 Prozent reduziert, sodass ich einen Tag frei habe. Das geht gut. Es ist eine Frage der Selbstorganisation und der Disziplin.

Werden Sie jetzt wieder auf 100 Prozent gehen? 

Ab Oktober bin ich im Ruhestand, für die „Restlaufzeit“ ändert sich nichts.

Was machen Sie dann mit Ihrer freien Zeit?

Ich möchte den Kirchlichen Fernunterricht, die Prädikantenausbildung, anfangen, die ich für das Präsesamt zurückgestellt hatte. Das ist eine erfüllende Betätigung, nicht nur zeitlich, sondern auch intellektuell. Es wird Spaß machen, sich da reinzudenken. Außerdem bin ich auch weiterhin in der Synode und als Lektorin in meiner Gemeinde tätig. Haben Sie also keine Sorge, langweilig wird mir nicht. Ich hoffe, ich werde Zeit haben zu lesen, mehr Sport zu machen, ein bisschen mehr Ruhe in mein Leben zu bringen. 

Haben Sie auch Interessen, die abseits von Kirche stattfinden?

Mein Interesse geht natürlich stark in Richtung Naturwissenschaften. Ich bin Diplom-Agraringenieurin und befasse mich viel mit Fragen, die jetzt akut sind: der Klimawandel, das Artensterben, die biologische Vielfalt nimmt ab. Damit werde ich mich weiterhin fachlich auseinandersetzen. 

Sie bleiben Synodale. Wie wird das werden, wieder in den Bänken zu sitzen?

Viel entspannter. Es war eigentlich immer so, dass der oder die Präses anschließend wieder ganz normal Synodale geworden ist. Ich freue mich darauf!

Artikelkommentar

Artikelkommentar
captcha
Bitte tragen Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe in das Feld ein.
Hinweis: Die von Ihnen ausgefüllten Formulardaten werden lediglich für die Zwecke des Formulars genutzt. Eine andere Verwendung oder Weitergabe an Dritte erfolgt nicht.

Artikelkommentare

(3) Artikel Name Ihr Kommentar
1. Mehr Gotteshäuser für die Kaiserstadt Dirk Stratmann, Berlin Die Verdienste der fürsorglichen Kirchen-Juste sind unbestritten und anerkennenswert. Doch die
Grundlage ihrer Tätigkeit war der verhängnisvolle Summepiskopat in den evangelischen Landeskirchen bis 1918. Das landesherrliche Kirchenregiment war eigentlich nur für eine vorüber-gehende Notzeit gedacht. Doch das gefiel dann Fürsten und Kirchenver-antwortlichen so gut, dass die Notzeit fast vierhundert Jahre überstand bis 1918. Und aus Protest gegen die Wende 1919 und gegen die demokratische Fahne „Schwarz-Rot-Mostrich“ (so hieß es verächtlich) legte sich die evange-lische Kirche eine lilafarbene Kirchen-fahne zu. Und bezeichnend, dass - ganz anders als in den katholischen Gebieten - in den evangelischen Gebieten fast überall 1933 die Nazis bei den Wahlen die Nase vorne hatten. „Tempora mutantur, sed ecclesia saepe non mutatur.“ So sieht der frühere grüne Abgeordnete Frieder Otto Wolf weiterhin eine komplizenhafte Verstrickung der Kirche mit der Staatsmacht. Zwar sind inzwischen die evangelischen Christen in Berlin und in Brandenburg nur noch eine Randgruppe mit weniger als 15% der Bevölkerung – weiterhin abnehmend. Doch was erleben die nichtreligiösen Berliner, die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung? Sie erlebten, wie kirchliche Lobbyisten für das sogenannte kultische „HOUSE of ONE“ [ Spitzname „Wohngemeinschaft Gottes“ – Kultge-bäude für Juden, Christen, Muslime ] sich schamlos 25 Millionen Euro und kosten-los einen Bauplatz im Zentrum Berlins verfassungswidrig sicherten. Und ein Pfarrer, ein Imam und ein Rabbiner, jeweils in auffallend langen Gewändern, posierten dafür gemeinsam mit dem Regierenden Bürgermeister Müller für die Presse . Was Jesus von solchen auffälligen langen Gewändern in der Öffentlichkeit hält, lese man in der Bibel nach ( Mk. 12, 38ff; Lk. 20, 45f; Mt. 23, 5-7).
Das Projekt des sogenannte „HOUSE of ONE „ war ursprünglich von der Politik angedacht worden. Der Staat wird hier als parteilich erlebt. Und das untergräbt den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Und es kommen Befürchtungen auf, dass der Staat das Religiöse wieder für eigene Zwecke kanalisieren und instru- mentalisieren und eine synkretistische Fernwirkung anpeilen könnte. Und die evangelische Kirche hatte sich sofort wieder einmal an die Rockschöße des Staats geklemmt, um an die „ Fleisch-töpfe Ägyptens „ (2. Mose 16,3) ranzukommen – dazu der frühere evangelische Bischof eigens zu Verhandlungen auf dem Roten Rathaus. Nicht einmal 0,5 Prozent der Berliner besuchen sonntags einen evangelischen Gottesdienst. (Es ist absehbar, dass es in Berlin später mehr Muslime als evan-gelische Christen gibt.) Bestehende Kirchen stehen oft großenteils leer, viele Kirchengebäude werden entweiht, verkauft oder gar abgerissen. Aber die Kirche lässt sich einen neuen Prestige-bau mit 25 Millionen großenteils vom Staat finanzieren und kostenlos dazu das Grundstück stellen. Schämt sich die Kirche denn gar nicht? Diese Vorteil-nahme riecht nach Korruption. Bei diesem Kultgebäude, welches verfas-sungswidrig vom Staat (er muss religiös und weltanschaulich neutral sein) finanziert wird, sehen Berliner Steuer-zahler (diese in überwältigender Mehrheit nicht religiös) ihre Steuer-gelder missbraucht. In Berlin fehlen 26.000 Kitaplätze. Für das Geld des kultischen Prestigebaus „HOUSE of ONE“ hätte man sechs neue Kitas bauen können. Die fürsorgliche Kirchen-Juste hätte hier heute vermutlich anders geplant, da doch so viele evangelische Kirchen wegen mangelnder Nachfrage abgewickelt werden.
ABER ES KAM N O C H V I E L
S C H L I MM E R :
Gegen den ausdrücklichen Willen der überwältigenden Mehrheit der Muslime wählte man einen Mini-Verein der Gülen-Bewegung als Vertreter der Muslime aus (nur 6.000 der ca. 300.000 Muslime in Berlin – so die eigenen Angaben der Gülen-Bewegung). Das wäre etwa so, als würde man in Peking staatlicherseits für die Christen beispielsweise die pflegeleichten „Christen für den Sozialismus“ auswählen. Hier betätigt sich der Staat wieder einmal wie in früheren Zeiten von „Thron und Altar“ ungeniert als Religionsingenieur und privilegiert g r u n d g e s e t z w i d r i g (Staat muss religiös und weltanschaulich neutral sein) ausgewählte MINDER-HEITENgruppen. Ursprünglich war das Projekt als Graswurzelprojekt vorgestellt worden. Doch für ein Graswurzelprojekt interreligiösen Dialoges braucht man keinen teuren kultischen Prestigebau und dafür grenzt man auch nicht willkürlich diskriminierend viele Religionen aus. Sinnvoll ist es dagegen, wenn der Staat über schulische Lehrpläne und mit entsprechenden Angeboten bei Volkshochschulen, Akademien, politischen Landeszentralen, usw., usf. den interreligiösen Dialog fördert. Und die Religionsgemein-schaften können ihrerseits im Sinn eines Graswurzelprojekts interreligiösen Dialog und Trialog usw. institutio-nalisieren auch ohne teuren kultischen Vorzeigebau – reihum in bestehenden Gemeindezentren, mal in christlichen, mal jüdischen, mal muslimischen, usw. oder auch auf neutralem Boden in öffentlichen Räumen.
Oder damit man nicht diskriminierend kleinere Religionsgemeinschaften ausgrenzt, könnte man ein gemeinsa-mes, nichtkultisches Haus der Religionen für Gespräche und gemeinsame Aktionen der unterschiedlichen Religionsgemeinschaften bereitstellen. Schon jetzt gibt es auch ohne das teure „HOUSE of ONE „, das diskriminierend ausgrenzt, pro Woche in Berlin sehr viele Angebote. Das „HOUSE of ONE“ wird auch in Berlin ständig weitere Sicher-heitskräfte binden, wie wir das von „Brennpunkten" aus dem Ausland kennen. Es wird eher Sprengsatz statt Kitt der Gesellschaft sein, da für ihre kultischen Gebäude Religionsgemein-schaften schon selber gezahlt haben sollten.
Es bleibt zusätzlich noch eine kleine Frage unbeantwortet: Bei dem Dialoggottesdienst zum Purimfest in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am 25.2.2021 hatte sich Esther Hirsch gleich zu Anfang als Vertreterin des „HOUSE of ONE“ vorgestellt und angekündigt, dass in diesem Haus alle Religionen (es war ausdrücklich von allen Religionen die Rede, nicht nur von den abrahamischen) beten sollten. Meine Frage war bisher nicht beantwortet worden, ob die Hindus, die Isisanbeter, die Anhänger der Druiden- und germanischen Kulte, usw., usf. nun in der Synagoge oder Moschee oder christlichen Kirche ihre Andacht verrichten dürfen. In einem echten dialogischen Gottesdienst hätte ein Pfarrer eine solch grundlegende Frage gleich aufgreifen können. Die Frage ist bis heute nicht beantwortet.
Dirk Stratmann, Berlin

2. Solidarische Sympathie Wolfgang Banse Ökumene, sollte, darf nicht daran gemessen werden im Bezug auf ein gemeinsames gefeiertes Heiliges Abendmahl.Ökumene, hier gemeinsam gefeiertes Heiliges Abendmahl besteht nicht bei allen evangelischen christlichen Kirchengemeinschaften, hier SELK und Amtskirchen.Es wurde in den letzten Jahrzehnten viel erreicht, dies sollte nicht vergessen werden.Die Evangelischen Kirchen sollten nicht weiter als Kirchen guten Willens betrachtet und gesehen werden, sondern als gleichwertige, vollwertige Kirchen.
3. Gelassen Ostern zulassen Wolfgang Banse "Wir sind präsent" m-diese Worte greife ich auf und frage mich ob es eine Freudsche Fehlleistung, ein Black out von Herrn Stäblein war, was seine Gedanken zum Osterfest zum Osterfest 2021 anbelangt. Ein ruhiges, gelassenes Leben führen hier die Hauptamtlichen, Pastorinnen und Pastoren während der seit über einem Jahr existierenden Corona Pandemie. Monatelang fallen Andachten und Gottesdienste aus,nicht jede und jeder Gläubige ist im Besitz eines PC, Notebook,..Wenn die Menschen nicht zur Kirche kommen-dann sollten die Hauptamtlichen zu den Menschen kommen.Geschieht dies?!(Ausnahmen bestä-
tigen die Regel) Effizient und Qualität ist in jeder Hinsicht gefragt, was die Institution Kirche, hier EKBO betrifft.Gesegnete Ostern Frau Bammel/Herr Stäblein.

Hier gelangen Sie zur Übersicht über alle Kommentare.