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RSSPrint

„Wir waren die neue soziale Bewegung“

10.09.2020

Der Karlshorster Pfarrer Edgar Dusdal blickt auf die Wende 1989/90 zurück

Von Cornelia Saxe

Bevor Edgar Dusdal Pfarrer wird, arbeitet er als Elektromonteur im Tagebau eines Braunkohlenkombinats in der Niederlausitz. Der proletarische Beginn einer Berufs­biografie, die ins Pfarramt führt, ist in der wiedervereinigten Republik eine Seltenheit geworden. Sie erzählt von einem Land, das nicht mehr existiert. Von unangepassten Jugendlichen aus christlichen ­Elternhäusern, denen der direkte Zugang zum Abitur versagt bleibt. Die trotzdem ihren Weg gehen – zum Beispiel über kirchliche Hochschulen wie das Theologische Seminar in Leipzig, wo man das Abi nachholen und Pfarrer werden kann. 

Heute ist Edgar Dusdal seit 17 Jahren Pastor der Paul-Gerhardt-Gemeinde in Berlin-Karlshorst. Am liebsten wäre er allerdings Archäologe geworden, sagt der 60-Jährige mit einem Schmunzeln. Die Schätze, die er heute hebt, sind eher intellektueller Natur. Wenn er unter der Amalien-Orgel predigt, die schon im Berliner Stadtschloss stand, füllen rund 100 Besucherinnen und Besucher die Bänke. Eine Frau, die regelmäßig in seinen Gottesdienst kommt, schätzt vor allem die philosophische Komponente seiner Predigten. Dass er nicht nur aus der Bibel, sondern auch Kant und Hegel zitiere.

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1. Tierwohl in der Kirche Thomas Berg Meine Hühner schlachte ich selbst, auch wenn sie nicht auf das Wurstbrot kommen. Das ist der schmerzliche unvermeidliche Schritt auf dem Weg vom Kücken zum Braten. Meine Hühner werden natürlich auch nicht schon nach vier bis sechs Wochen geschlachtet wie das inzwischen leider normale Industriehuhn.

Trotzdem: Ganz rund ist die Argumentation wohl nicht, die hier die vegetarische Ernährung aus der Bibel begründen will. Schon im 3. Kapitel der Bibel - noch im Garten Eden - bekommen Adam und Eva von Gott selbst Röcke aus Fellen geschneidert. Wenige Verse später lesen wir, daß ihr zweitgeborener Sohn Abel Schäfer wurde. Ganz sicher hat er Schafe auch zum Schlachten gehalten. Er opfert jedenfalls vom Fett der Erstlinge der Herde auf dem Altar, was Gott wohlgefällig anschaut.

Ganz nebenbei und völlig unbiblisch brauchen wir mehr Tiere auf der Weide der Artenvielfalt wegen. Ohne Weidetiere verarmt die biologische Ausstattung unserer Landschaft was man in unseren Breiten heute schon beobachten kann. Insekten fehlen, die der Tierhaltung folgen. Daher fehlen die Insektenfressenden Vögel, Fledermäuse usw. Genau deswegen hält der Naturschutzverein dem ich vorstehe auch mehrere Rinder- bzw. Wasserbüffelherden (derzeit ca. 360 Tiere).

Was weniger werden muß ist die Massentierhaltung in optimierten HiTec-Ställen, die klimaschädlich ist, die Tiere zur Ware degradiert und in den Schlachtfabriken und dem Transport dahin das oft beklagte Tierleid zur Folge hat.

Unsere Tiere werden jedenfalls zur Schlachtung auf der Weidefläche geschossen und erst dann zum Fleischer gefahren.

Ethische Entscheidungen kennen eben nicht nur das Entweder-Oder sondern auch manche Möglichkeit dazwischen.
2. Proberaumsuche Chrissi Suche Proberaum, um christlichen worship zu machen. Spiele seit 11 Jahren Schlagzeug und möchte gerne weitermachen. Gibt es Hilfe und Unterstützung von ihrer Seite aus? Über Ratschläge und gute Nachrichten, würde ich mich freuen! Lg, Chrissi
3. Idenschmiede der Nordkirche Wolfgang Banse Nicht alles was man auf gibt, ist gut so heißen. Glieder der Kirche, hier Nordkirche wurden in den Entscheidungsprozess nicht einbezogen.Demokratie, hier Basiskirche lässt nach wie vor zu wünschen in den Gliedkirchen der EKD.

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