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Die Neuen

24.03.2021

In den kommenden Wochen finden wieder Ordinationsgottesdienste in der EKBO statt. Nachdem wir in der vorletzten Ausgabe bereits 9 Pfarrer*innen vorgestellt haben, folgen nun die nächsten 9 von insgesamt 20

Kathrin Deisting, Siemensstadt (Kirchenkreis Spandau)

Ihr Mittel gegen Lampenfieber?

Tief durchatmen. Und die Aufregung Gott geben, er/sie soll sich darum kümmern. Häufig spreche ich innerlich ein Vaterunser – es ist zugleich Gebet und Ablenkung vom Lampenfieber. 

Welches Buch spielt neben der Bibel eine bedeutende Rolle in Ihrem Leben?

Im Moment ist meine Lieblingsautorin Susanne Niemeyer – mit Witz und Charme lässt sie biblische Geschichten neu aufleben und zeigt sie in einem anderen Licht. Amüsant und kurzweilig wie in der Geschichte „Eva und der Zitronenfalter“. 

Ihr liebstes Bibelwort?

Spätestens seit Beginn der Pandemie ist es „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit“ (2. Timotheus 1,7).

Auf wen würden Sie gern mal eine Laudatio (Lobrede) halten?

Mein Mentor und meine Mentorin aus dem Vikariat würden eine Laudatio erhalten, da ich mich durch ihre Begleitung wirklich sehr gut vorbereitet auf den Beruf fühle. Und meine Familie sowie Freundinnen und Freunde, die immer an meiner Seite waren – während des Studiums, dem Vikariat und auch jetzt zu Beginn meines Berufslebens.

Wem möchten Sie lieber nicht begegnen?

Grundsätzlich würde ich sagen: lebensfeindlich gesinnten Menschen. Damit kann ich persönlich nichts anfangen. Gleichzeitig würde ich sehr wahrscheinlich auch mit diesen Menschen den Dialog suchen. 

Und wo haben Sie zuletzt Gott angetroffen?

Bei den Menschen und an den Orten in meinen neuen Gemeinden. Ich glaube, dort wo gebetet wurde/wird, ist einfach oft eine besondere Atmosphäre. Das spürt man/frau. Und in den Begegnungen fühle ich die Verbundenheit der Menschen mit dem Ort als Raum und ihre eigene Spiritualität wird sichtbar. Wir kommen (auf Abstand) ins Gespräch, über die Welt und über Gott. 

Sebastian Gebauer, Falkensee-Falkenhagen (Kirchenkreis Falkensee)

Ihr Mittel gegen Lampenfieber?

Einübung beziehungsweise Wiederholung, also Dinge immer und immer wieder tun.

Welches Buch spielt neben der Bibel eine bedeutende Rolle in Ihrem Leben?  

Früher war das auch so eine Art Buch, heute elektronisch: mein Kalender.

Ihr liebstes Bibelwort?

„Fahre hinaus, wo es tief ist (…) Fürchte dich nicht!“ (Lukas 5,4 und 10).

Auf wen würden Sie gern mal eine Laudatio halten? 

Auf die vielen Menschen, die sich in unseren Kirchengemeinden ehrenamtlich engagieren. Jede*r Einzelne von ihnen hat eine Laudatio verdient.

Wem möchten Sie lieber nicht begegnen? 

–––

Und wo haben Sie zuletzt Gott angetroffen?

Letzten Sonntag im Kirchenkreis Falkensee.

Lennart Schirr, Fürstenwalde-Süd (Kirchenkreis Oderland-Spree) 

Ihr Mittel gegen Lampenfieber?

Singen, am liebsten einfache Kanon- oder Taizélieder. Das schafft Raum in meinem Kopf.

Welches Buch spielt neben der Bibel eine bedeutende Rolle in Ihrem Leben?

Die Josephus-Trilogie von Lion Feuchtwanger. Er hat es geschafft, mir einen lebendigen Zugang in die biblische Zeit aufzutun und ein bleibendes Interesse in mir geweckt.

Ihr liebstes Bibelwort?

„Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“ (2. Korinther 12,9a). 

Auf wen würden Sie gern mal eine Laudatio halten?

Dietrich Bonhoeffer, weil er seinen Glauben erst wirklich in der Anfechtung und im Zweifeln fand und mir vor Augen geführt hat, dass das Zweifeln wichtiger Bestandteil eines tiefen Glaubens und Gottvertrauens ist. Nicht nur die theologischen Abhandlungen, sondern gerade auch Bonhoeffers liturgische Stücke sind mir sehr wertvoll geworden. 

Wem möchten Sie lieber nicht begegnen?

Da fällt mir konkret niemand ein. Vielmehr würde ich mir wünschen, dass ich die Offenheit habe, jeder Begegnung die Chance zu geben, etwas Wertvolles zu werden. 

Und wo haben Sie zuletzt Gott angetroffen?

Gott war die ganze Zeit hinter der Couch! Nein, es ist ganz unterschiedlich: Mal fühle ich mich Gott in der Gemütsruhe verbunden, mal in dem gemeinschaftlichen Sein und Feiern. Gott kann ich nicht ergreifen oder irgendwo antreffen, vielmehr erlebe ich Momente des Getragenseins und der Nähe.

Elisabeth Koppehl, Luckenwald (Kirchenkreis Zossen-Fläming)

Ihr Mittel gegen Lampenfieber? 

Das wüsste ich auch gerne. Normalerweise setze ich mich ein paar Minuten vorher irgendwohin, atme tief durch und spreche ein kurzes Gebet, dass mein Vorhaben gelingen möge.

Welches Buch spielt neben der Bibel eine bedeutende Rolle in Ihrem Leben?

Da gibt es mehrere. Ein Buch, das ich gerne in die Hand nehme ist „Alice im Wunderland“. Die Geschichte versetzt mich immer wieder in meine Kindheit zurück.

Ihr liebstes Bibelwort?

„Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“ (2. Korinther 12,9a).

Auf wen würden Sie gern mal eine Laudatio halten?

Ich glaube all diejenigen, die sich für andere Menschen einsetzen und die sich darum mühen, die Welt jeden Tag ein bisschen besser zu machen, sollten öfter mal erwähnt werden.  

Wem möchten Sie lieber nicht begegnen? 

Einer Person, die genau die Charakterzüge hat, die ich an mir selbst nicht leiden kann. Ich glaube nicht, dass das mir oder der anderen Person guttun würde. 

Und wo haben Sie zuletzt Gott angetroffen?

Zwischen den Seiten eines Buches, das ich in der Badewanne gelesen habe. 

Ulrike E. Auga, Humboldt Universität zu Berlin, Theologische Fakultät

Ihr Mittel gegen Lampenfieber?

Vorlesung und Gottesdienst sind Formen der intensiven, vertrauensvollen Begegnung. Üben lässt die Performance ausstrahlen.

Welches Buch spielt neben der Bibel eine bedeutende Rolle in Ihrem Leben?

Für mich hat das Werk Christa Wolfs eine anhaltende Bedeutung, das Politisch-Poetische in „Kein Ort nirgends“ und das Prophetische in „Kassandra“.

Ihr liebstes Bibelwort? 

„Böses fürchte ich nicht. Ja, du bist bei mir, dein Stab und deine Stütze – sie lassen mich aufatmen“ (Psalm 23,4). 

Auf wen würden Sie gern mal eine Laudatio halten?

Ich lebte auf der ganzen Welt, aber die kühle, wild-ruhige Ostsee ist doch am Schönsten.

Wem möchten Sie lieber nicht begegnen?

Gegenwärtig aggressiver werdende postdemokratische Personen sind eine Gefahr für die Gesellschaft.

Und wo haben Sie zuletzt Gott angetroffen?

Bei uns in der EKBO, weil sie ein Schiff unterstützt, um die Leben von migrierenden Menschen zu retten.

Brayan Quispe Cárdenas, Gropiusstadt (Kirchenkreis Neukölln)

Ihr Mittel gegen Lampenfieber?

Wenn ich aufgeregt bin, atme ich sehr tief ein und trete der Situation entgegen, so wie sie ist.

Welches Buch spielt neben der Bibel eine bedeutende Rolle in Ihrem Leben?

Mein erstes Studium war Philosophie, deshalb habe ich eine persönliche Sammlung. Interessant finde ich immer noch Nietzsche.

Ihr liebstes Bibelwort? 

Ein Wort, das mich immer begleitet, ist: „stehe auf“ dieses Wort kommt oft im Alten und im Neuen Testament vor.

Auf wen würden Sie gern mal eine Laudatio halten? 

Eine Laudatio würde ich auf meine Mutter halten. Sie hat mir gezeigt, ein Kämpfer zu sein.

Wem möchten Sie lieber nicht begegnen? 

Ich möchte keinem hungrigen Löwen begegnen.

Und wo haben Sie zuletzt Gott angetroffen?

Bei einem Beerdigungsgespräch in der vergangenen Woche. 

Boris Witt, Königs Wusterhausen (Kirchenkreis Neukölln)

Ihr Mittel gegen Lampenfieber?

Gute und umsichtige Vorbereitung reduziert die Aufregung bei jedem Gottesdienst. Alles andere liegt in Gottes Hand – sich diese Unverfügbarkeit immer wieder bewusst zu machen, kann entlasten. 

Welches Buch spielt neben der Bibel eine bedeutende Rolle in Ihrem Leben?

Die Erzählung „Oskar und die Dame in Rosa“ von Eric-Emmanuel Schmitt. Eine interessante Reflexion über Krankheit und die Endlichkeit und den Wert des Lebens.

Ihr liebstes Bibelwort?

 „Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen“ (Matthäus 5,9). Die Bergpredigt zeichnet immer noch ein Bild davon, wie die Welt sein könnte. Frieden ist das Ziel für die Zukunft der Menschheit.

Auf wen würden Sie gern mal eine Laudatio halten?

Auf den britischen Schriftsteller Neil Gaiman. Einfach, weil er die besten Romane im Fantasy-Genre schreibt.  

Wem möchten Sie lieber nicht begegnen?

Dem britischen Premierminister Boris Johnson – auch wenn wir den gleichen Vornamen teilen, ist er mir zutiefst unsympathisch und macht aus meiner Sicht keine gute Politik. 

Und wo haben Sie zuletzt Gott angetroffen?

Das Schreiben von Predigten ist für mich ein ungemein kreativer Akt. Auf der Suche nach dem guten Einfall für die Predigt spüre ich häufig Gottes Gegenwart. Gleichzeitig begegnet mir in jedem Mitmenschen, der mir oder anderen ein freundliches Lächeln schenkt, Gott. 

Tobias P. Jachmann, Forst (Kirchenkreis Cottbus)

Ihr Mittel gegen Lampenfieber?

Dagegen habe ich leider noch nichts gefunden.

Welches Buch spielt neben der Bibel eine bedeutende Rolle in Ihrem Leben?

Mein(e) Tagebu(ü)ch(er).

Ihr liebstes Bibelwort?

„Bójazń njejo we lubosći, ale dopołnjona lubosć wuženjo bójazń.“ Nicht nur, weil es in den wendischen Worten direkt ins Herz geht, sondern auch weil die Sache so richtig ist: „Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die völlige Liebe treibt die Furcht aus“ (1. Joh 4,18).

Auf wen würden Sie gern mal eine Laudatio halten?

Auf den Menschen, der dafür sorgt, dass – egal wie früh ich aufstehe – immer schon die Zeitung im Kasten steckt. 

Wem möchten Sie lieber nicht begegnen?

Orthodoxen Freudianer*innen.

Und wo haben Sie zuletzt Gott angetroffen?

Neulich im Gottesdienst: Als „Ehre sei Gott in der Höhe“ ausgefallen ist und kurz irritierende Ruhe den Moment bestimmt hat. 

Simon Klaas, Forst (Kirchenkreis Cottbus)

Ihr Mittel gegen Lampenfieber?

Schattenfechten.

Welches Buch spielt neben der Bibel eine bedeutende Rolle in Ihrem Leben?

Shakespeares „Die Tragödie von König Richard III.“

Ihr liebstes Bibelwort?

„Es ist alles ganz eitel, sprach der Prediger, es ist alles ganz eitel“ (Kohelet 1,2).

Auf wen würden Sie gern mal eine Laudatio halten?

Auf die frommen Großmütter. Meine ein­geschlossen.

Wem möchten Sie lieber nicht begegnen?

Meiner schlechteren Hälfte.

Und wo haben Sie zuletzt Gott angetroffen?

Darin.

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1. Mehr Gotteshäuser für die Kaiserstadt Dirk Stratmann, Berlin Die Verdienste der fürsorglichen Kirchen-Juste sind unbestritten und anerkennenswert. Doch die
Grundlage ihrer Tätigkeit war der verhängnisvolle Summepiskopat in den evangelischen Landeskirchen bis 1918. Das landesherrliche Kirchenregiment war eigentlich nur für eine vorüber-gehende Notzeit gedacht. Doch das gefiel dann Fürsten und Kirchenver-antwortlichen so gut, dass die Notzeit fast vierhundert Jahre überstand bis 1918. Und aus Protest gegen die Wende 1919 und gegen die demokratische Fahne „Schwarz-Rot-Mostrich“ (so hieß es verächtlich) legte sich die evange-lische Kirche eine lilafarbene Kirchen-fahne zu. Und bezeichnend, dass - ganz anders als in den katholischen Gebieten - in den evangelischen Gebieten fast überall 1933 die Nazis bei den Wahlen die Nase vorne hatten. „Tempora mutantur, sed ecclesia saepe non mutatur.“ So sieht der frühere grüne Abgeordnete Frieder Otto Wolf weiterhin eine komplizenhafte Verstrickung der Kirche mit der Staatsmacht. Zwar sind inzwischen die evangelischen Christen in Berlin und in Brandenburg nur noch eine Randgruppe mit weniger als 15% der Bevölkerung – weiterhin abnehmend. Doch was erleben die nichtreligiösen Berliner, die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung? Sie erlebten, wie kirchliche Lobbyisten für das sogenannte kultische „HOUSE of ONE“ [ Spitzname „Wohngemeinschaft Gottes“ – Kultge-bäude für Juden, Christen, Muslime ] sich schamlos 25 Millionen Euro und kosten-los einen Bauplatz im Zentrum Berlins verfassungswidrig sicherten. Und ein Pfarrer, ein Imam und ein Rabbiner, jeweils in auffallend langen Gewändern, posierten dafür gemeinsam mit dem Regierenden Bürgermeister Müller für die Presse . Was Jesus von solchen auffälligen langen Gewändern in der Öffentlichkeit hält, lese man in der Bibel nach ( Mk. 12, 38ff; Lk. 20, 45f; Mt. 23, 5-7).
Das Projekt des sogenannte „HOUSE of ONE „ war ursprünglich von der Politik angedacht worden. Der Staat wird hier als parteilich erlebt. Und das untergräbt den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Und es kommen Befürchtungen auf, dass der Staat das Religiöse wieder für eigene Zwecke kanalisieren und instru- mentalisieren und eine synkretistische Fernwirkung anpeilen könnte. Und die evangelische Kirche hatte sich sofort wieder einmal an die Rockschöße des Staats geklemmt, um an die „ Fleisch-töpfe Ägyptens „ (2. Mose 16,3) ranzukommen – dazu der frühere evangelische Bischof eigens zu Verhandlungen auf dem Roten Rathaus. Nicht einmal 0,5 Prozent der Berliner besuchen sonntags einen evangelischen Gottesdienst. (Es ist absehbar, dass es in Berlin später mehr Muslime als evan-gelische Christen gibt.) Bestehende Kirchen stehen oft großenteils leer, viele Kirchengebäude werden entweiht, verkauft oder gar abgerissen. Aber die Kirche lässt sich einen neuen Prestige-bau mit 25 Millionen großenteils vom Staat finanzieren und kostenlos dazu das Grundstück stellen. Schämt sich die Kirche denn gar nicht? Diese Vorteil-nahme riecht nach Korruption. Bei diesem Kultgebäude, welches verfas-sungswidrig vom Staat (er muss religiös und weltanschaulich neutral sein) finanziert wird, sehen Berliner Steuer-zahler (diese in überwältigender Mehrheit nicht religiös) ihre Steuer-gelder missbraucht. In Berlin fehlen 26.000 Kitaplätze. Für das Geld des kultischen Prestigebaus „HOUSE of ONE“ hätte man sechs neue Kitas bauen können. Die fürsorgliche Kirchen-Juste hätte hier heute vermutlich anders geplant, da doch so viele evangelische Kirchen wegen mangelnder Nachfrage abgewickelt werden.
ABER ES KAM N O C H V I E L
S C H L I MM E R :
Gegen den ausdrücklichen Willen der überwältigenden Mehrheit der Muslime wählte man einen Mini-Verein der Gülen-Bewegung als Vertreter der Muslime aus (nur 6.000 der ca. 300.000 Muslime in Berlin – so die eigenen Angaben der Gülen-Bewegung). Das wäre etwa so, als würde man in Peking staatlicherseits für die Christen beispielsweise die pflegeleichten „Christen für den Sozialismus“ auswählen. Hier betätigt sich der Staat wieder einmal wie in früheren Zeiten von „Thron und Altar“ ungeniert als Religionsingenieur und privilegiert g r u n d g e s e t z w i d r i g (Staat muss religiös und weltanschaulich neutral sein) ausgewählte MINDER-HEITENgruppen. Ursprünglich war das Projekt als Graswurzelprojekt vorgestellt worden. Doch für ein Graswurzelprojekt interreligiösen Dialoges braucht man keinen teuren kultischen Prestigebau und dafür grenzt man auch nicht willkürlich diskriminierend viele Religionen aus. Sinnvoll ist es dagegen, wenn der Staat über schulische Lehrpläne und mit entsprechenden Angeboten bei Volkshochschulen, Akademien, politischen Landeszentralen, usw., usf. den interreligiösen Dialog fördert. Und die Religionsgemein-schaften können ihrerseits im Sinn eines Graswurzelprojekts interreligiösen Dialog und Trialog usw. institutio-nalisieren auch ohne teuren kultischen Vorzeigebau – reihum in bestehenden Gemeindezentren, mal in christlichen, mal jüdischen, mal muslimischen, usw. oder auch auf neutralem Boden in öffentlichen Räumen.
Oder damit man nicht diskriminierend kleinere Religionsgemeinschaften ausgrenzt, könnte man ein gemeinsa-mes, nichtkultisches Haus der Religionen für Gespräche und gemeinsame Aktionen der unterschiedlichen Religionsgemeinschaften bereitstellen. Schon jetzt gibt es auch ohne das teure „HOUSE of ONE „, das diskriminierend ausgrenzt, pro Woche in Berlin sehr viele Angebote. Das „HOUSE of ONE“ wird auch in Berlin ständig weitere Sicher-heitskräfte binden, wie wir das von „Brennpunkten" aus dem Ausland kennen. Es wird eher Sprengsatz statt Kitt der Gesellschaft sein, da für ihre kultischen Gebäude Religionsgemein-schaften schon selber gezahlt haben sollten.
Es bleibt zusätzlich noch eine kleine Frage unbeantwortet: Bei dem Dialoggottesdienst zum Purimfest in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am 25.2.2021 hatte sich Esther Hirsch gleich zu Anfang als Vertreterin des „HOUSE of ONE“ vorgestellt und angekündigt, dass in diesem Haus alle Religionen (es war ausdrücklich von allen Religionen die Rede, nicht nur von den abrahamischen) beten sollten. Meine Frage war bisher nicht beantwortet worden, ob die Hindus, die Isisanbeter, die Anhänger der Druiden- und germanischen Kulte, usw., usf. nun in der Synagoge oder Moschee oder christlichen Kirche ihre Andacht verrichten dürfen. In einem echten dialogischen Gottesdienst hätte ein Pfarrer eine solch grundlegende Frage gleich aufgreifen können. Die Frage ist bis heute nicht beantwortet.
Dirk Stratmann, Berlin

2. Solidarische Sympathie Wolfgang Banse Ökumene, sollte, darf nicht daran gemessen werden im Bezug auf ein gemeinsames gefeiertes Heiliges Abendmahl.Ökumene, hier gemeinsam gefeiertes Heiliges Abendmahl besteht nicht bei allen evangelischen christlichen Kirchengemeinschaften, hier SELK und Amtskirchen.Es wurde in den letzten Jahrzehnten viel erreicht, dies sollte nicht vergessen werden.Die Evangelischen Kirchen sollten nicht weiter als Kirchen guten Willens betrachtet und gesehen werden, sondern als gleichwertige, vollwertige Kirchen.
3. Gelassen Ostern zulassen Wolfgang Banse "Wir sind präsent" m-diese Worte greife ich auf und frage mich ob es eine Freudsche Fehlleistung, ein Black out von Herrn Stäblein war, was seine Gedanken zum Osterfest zum Osterfest 2021 anbelangt. Ein ruhiges, gelassenes Leben führen hier die Hauptamtlichen, Pastorinnen und Pastoren während der seit über einem Jahr existierenden Corona Pandemie. Monatelang fallen Andachten und Gottesdienste aus,nicht jede und jeder Gläubige ist im Besitz eines PC, Notebook,..Wenn die Menschen nicht zur Kirche kommen-dann sollten die Hauptamtlichen zu den Menschen kommen.Geschieht dies?!(Ausnahmen bestä-
tigen die Regel) Effizient und Qualität ist in jeder Hinsicht gefragt, was die Institution Kirche, hier EKBO betrifft.Gesegnete Ostern Frau Bammel/Herr Stäblein.

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