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Neuer Generalsuperintendent des Sprengels Potsdam

09.09.2020

Kristóf Bálint ist Nachfolger von Heilgard Asmus

Kristóf Bálint ist Nachfolger von Heilgard Asmus als Generalsuperintendent des Sprengels Potsdam. Am 6. September entschied sich der Wahlkonvent der EKBO mit 19 von 33 Stimmen im 2. Wahlgang für den Theologen aus Thüringen. Kristóf Bálint ist seit 2012 Superintendent im Kirchenkreis Bad Frankenhausen-Sondershausen in der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM). Der 55-Jährige ist in Budapest geboren, verheiratet und hat drei Kinder und fünf Enkel. Theologie studierte Bálint in Jena. Nach dem Vikariat in Ichtershausen und der Ordination 2001 in Arnstadt war er Pfarrer in Finsterbergen und Stotternheim. Vor seinem Studium war Bálint viele Jahre in der evangelischen Jugend- und Bildungsarbeit tätig, auch als Studienleiter am Pädagogisch-Theologischen Zentrum in Reinhardsbrunn in Thüringen. 

Was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie gewählt wurden?

„Das ist also G’TTes Weg mit mir. Ich hatte nach dem zweiten Platz bei der Wahl des Regionalbischofs in Gera mit diesem Thema abgeschlossen. Doch dann kam die Anfrage der EKBO, der ich nachgab, gemäß dem Motto: Wie soll ich wissen, was G’TT mit mir vorhat, wenn ich mich nicht zur Verfügung stelle?

Wenn Sie wählen dürften, welchen Titel würden Sie bevorzugen: ­Generalsuperintendent oder ­Regionalbischof und warum?

Ich habe da keine Präferenzen. Generalsuperintendent ist hier historisch gewachsen, Regionalbischof ist mir aus der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland vertraut. Mir sind Titel nicht so wichtig, mir kommt es darauf an, dass die damit verbundenen Aufgaben beherzt, aufmerksam und wertschätzend angegangen werden.

Sie haben in Ihrem Vorstellungsvortrag von der selbstverschuldeten Sprachlosigkeit der Christ*innen gesprochen. Was ­wollen Sie konkret dagegen tun? 

Dieser von mir geschöpfte Begriff lehnt sich ja an Immanuel Kant an. Wer sich nicht auszudrücken vermag, der kann leicht unmündig werden. Deshalb sollen wir über unseren Glauben reden und auskunftsfähig sein. In DDR-Zeiten und auch heute sind die Kirchengemeinden ein idealer „Nährboden“ dafür.

Weihnachten im Stadion ist eine Idee, das Fest zu feiern, welche weiteren zündenden Ideen haben Sie noch?

Ich möchte nicht mit zündenden Ideen kommen, sondern sie hier mit den Menschen entwickeln. Nur was vor Ort entsteht, hat auch Rückhalt.

Wann werden Sie Ihren Dienst ­antreten?

So bald als möglich, aber realistisch ist wohl Jahresbeginn. 

Die Fragen stellte Sibylle Sterzik.

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(3) Artikel Name Ihr Kommentar
1. das muss aufhören Horst H. Krüger Danke für den Artikel, ich werde ihn weiter verbreiten. endlich auch keine Judenmission.
2. Das muss aufhören! - Vereinnahmung des Judentums Dirk Stratmann Auf der Titelseite von „die Kirche“ (20.10.2019) hatte Professor Markschies in dem Leitartikel behauptet, „ dass das Judentum gar nichts Fremdes hat. „
Ich schrieb an die Krchenzeitung:
„Wenn Professor Markschies etwas Gutes für Juden erreichen will, muss er intellek-tuell sauber vorgehen, sonst spielt er nur antisemitischen Gegnern in die Karten." Darum schrieb ich einen Leserbrief :
>> Wer zurecht wie Christoph Markschies Solidarität mit Juden fordert, sollte dabei ein Problem nicht zudecken: Das Alte Testament ist zunächst mal gleichsam eine hebräische Nationalbibliothek, die man nicht leichtfertig und willkürlich
v e r e i n n a h m e n darf. Natürlich kann man das Neue Testament nicht ohne die hebräische Bibel verstehen. Darum gehören beide für Christen zusammen. Andererseits gibt es auch gravierende Bruchlinien – " ( es folgten Beispiele).
Der Leserbrief wurde nicht gebracht.
In demselben Leitartikel nach dem üblen Anschlag in Halle hatte Professor Markschies auch geschrieben : Ich „ bin der Ansicht, dass wir unsere Anstrengun-gen gegen den Antisemitismus deutlich verstärken müssen. „ Spontan erinnerte mich diese einfallslose Reaktion an Margot Honecker: Was, diese Klasse ist immer noch so schlecht in Russisch? Sie bekommt ab nächster Woche zwei Zusatzstunden nachmittags.
Alle diejenigen, die gegen Antisemitis-mus arbeiten (wollen), sollten auch einmal innehalten und abwägen, was möglicherweise auch sie selber falsch gemacht haben. Ein unüberlegtes „Weiter so wie bisher und nur die Dosis erhöhen!“ ist leider oft sogar kontrapro-duktiv. Dirk Stratmann, Berlin
3. Bewußter Verzicht Wolfgang Banse Heilig Abend 2020 kein Gottesdienst am Weberpark, Oberlin Kirche...in Babelsberg, Potsdam., vor Ort.Das ist, war sehr gewöhnungsbedürftig.Predigten aus einen Karton nehmen wie am Weberpark, beziehungsweise vor dem Pfarrhaus, nicht gerade kundenorientiert.Nicht jede und nicht jeder ist im Besitz eines PC,Notebook um über Lifestream einejn Gottesdienst mit zu feiern.Was tun eigentlich die Geistlichen, Hauptamtliche vor Ort in den kirchengemein-
den während der Corona Pandemie.Eine Gehaltsreduzierung während der Pandemie wäre angemessen, von mindestens 30% bei geistlichen, um 15% bei anderen Hauptamtlichen.

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