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Vatikan hat Schlüsseltexte zu Pius XII. verheimlicht

29.04.2020

Neue Aktenfunde weisen nach, dass zentrale Dokumente nicht veröffentlicht wurden

Münster/epd Der Vatikan hat nach Worten des Münsteraner Kirchenhistorikers Hubert Wolf nach dem Zweiten Weltkrieg Dokumente zum Pontifikat von Papst Pius XII. (1939-1958) verheimlicht. Neueste Aktenfunde zeigten, dass das elfbändige Werk mit zentralen Dokumenten des Heiligen Stuhls während des Zweiten Weltkrieges, die "Actes et Documents", nicht vollständig sei, sagte Wolf dem katholischen Internet-Portal "Kirche-und-Leben.de" (Freitag). Nun gefundene Zeitzeugenaussagen zum Holocaust seien darin "unterschlagen" worden, lautet der Vorwurf des Historikers. Er gehört mit zu den 30 Wissenschaftlern, die in den seit März geöffneten Vatikan-Akten über Papst Pius XII. forschen können.

Neuer Fund sei "Schlüsseldokument"

In den "Actes et Documents" taucht laut Wolf ein entscheidendes Dokumentenstück über den Holocaust nicht auf. "In dem wird belegt, dass der Heilige Stuhl die Informationen einer jüdischen Organisation über die Ermordung einer halben Million Juden innerhalb eines halben Jahrs in der Ukraine durch eigene Quellen – nämlich Äußerungen des damaligen katholischen Erzbischofs Andrej Szeptyzkyj in der Ukraine – bestätigen kann." Ein hochrangiger Mitarbeiter von Papst Pius XII., der spätere Kardinal Angelo Dell'Acqua, habe später versucht, die übereinstimmenden und voneinander unabhängigen Zeugnisse der Juden und von Erzbischof Szeptyzkyj als unglaubwürdig hinzustellen.

Sein wissenschaftlicher Mitarbeiter Sascha Hinkel habe das bislang unbekannte Dokument in einer Materialserie des vatikanischen Staatssekretariats von 1942 entdeckt, erzählte Wolf. Er nannte den mehrfach geprüften Fund ein "Schlüsseldokument". "Das uns bislang vorenthalten wurde, weil es eindeutig antisemitisch ist und Hintergründe offenlegt, warum Pius XII. nicht aufschreit gegen den Holocaust", erläuterte der Historiker. Die elfbändige Edition "Actes et Documents" müsse im Archiv Blatt für Blatt überprüft werden. "Wenn Pius XII. aus diesem Quellenstudium heller herauskommt, wunderbar. Wenn er dunkler herauskommt, muss man auch das akzeptieren", sagte Wolf.

Papst Franziskus hatte die Vatikanarchive mit Dokumenten aus dem Pontifikat von Papst Pius XII., mit bürgerlichem Namen Eugenio Pacelli, Anfang März öffnen lassen. Historiker hatten in der Vergangenheit wiederholt die Öffnung der Archive gefordert, um das umstrittene Verhalten des Pacelli-Papstes im Umgang mit den Nationalsozialisten erforschen zu können. Der deutsche Schriftsteller Rolf Hochhuth löste 1963 mit der Veröffentlichung seines Theaterstücks "Der Stellvertreter" über Pius XII. eine anhaltende Kontroverse über den Papst aus.

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1. Er kommt, sieht und hört zu Wolfgang Banse Eine Einarbeitungsszeit wird jede/jeden Neue/ Neuen wird zu gestanden.Kommen, sehen. zu hören ist aber auf Dauer nicht angebracht. Pragmatismus ist gefragt. Suchet der Kirche und deren Glieder Bestes.
2. was meinen Sie damit? Dr. Gertrud Gumlich ich gebe Uli Frey vollkommen recht. Nur:
wie (wieder-)belebt man eine Friedensbewegung?
3. Obdachlose Wolfgang Banse Menschen ohne Obdach haben es schwer, jetzt besonders wo die Corona Pandemie ausgebrochen ist. Menschen ohne Obdach bedürfen der Hilfe, nicht nur während der kalten Jahreszeit.Leistungen die von den Kirchen erbracht werden im Bezug Versorgung von Obdachlosen sind überwiegend Fremdfinanzierungen, auch was die Lebensmittel betrifft, hier die Tafel. Aus eigenen Mitteln, hier Etat wird kaum etwas finanziert.

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